Unicredit streicht elf Prozent der Belegschaft

Bankenkrise Unicredit streicht elf Prozent der Belegschaft

13.12.2016
Auf einen Blick
  • Italiens größte Bank setzt den Rotstift an und will sich mit einem Personal-Kahlschlag gegen die Krise stemmen.
  • Kapitalerhöhung soll frisches Kapital von bis zu 13 Milliarden Euro in die Kassen spülen.
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Die italienische Großbank Unicredit forciert ihre Sparpläne. Bis 2019 streicht die Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank insgesamt 14.000 Stellen. Das sind 6.500 mehr als bislang angekündigt. Der Personalabbau macht rund elf Prozent der Belegschaft aus. Die Einsparungen bei den Personalkosten beziffert die Unicredit auf 1,1 Milliarden Euro. Wie viele Stellen in Deutschland und Österreich vom Personalabbau betroffen sind, teilte die Bank nicht mit.

Um die dünne Kapitaldecke aufzupolstern, will die Unicredit zudem eine Kapitalerhöhung im Wert von bis zu 13 Milliarden Euro platzieren. Die neuen Aktien sollen bis Juni 2017 ausgegeben werden. Aktuell ist die Unicredit an der Börse mit rund 15 Milliarden Euro bewertet. Die Kernkapitalquote soll bis 2019 auf 12,5 Prozent steigen. Dann will Italiens größte Bank auch wieder profitabel arbeiten und einen Gewinn von 4,7 Milliarden Euro erwirtschaften.

Die Kosten für den Konzernumbau werden im vierten Quartal mit 12,2 Milliarden Euro negativ zu Buche schlagen. Um ihre Risiken zu senken, verkauft die Unicredit zudem faule Kredite im Volumen von knapp 17,7 Milliarden Euro an die Allianz-Tochter Pimco und den US-Finanzinvestor Fortress. Die Abschreibungen im Kreditportfolio sollen sich auf gut acht Milliarden Euro belaufen.

Erst am vergangenen Wochenende hatte die Unicredit den Verkauf ihrer Fondstochter Pioneer bekannt gegeben. Käufer ist der französische Vermögensverwalter Amundi. Der Kaufpreis beträgt 3,5 Milliarden Euro zuzüglich einer Sonderdividende in Höhe von 315 Millionen Euro. Der Deal soll bis Sommer 2017 abgeschlossen sein.

(SJS)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de