Fremdwährungskonto: So funktioniert die Alternative zum Tagesgeld

Geldanlage im Ausland Fremdwährungskonto: So funktioniert die Alternative zum Tagesgeld

Update: 11.09.2019
Tim Stockschläger
von Tim Stockschläger
Update: 11.09.2019
Auf einen Blick
  • Fremdwährungskonten bieten die Chance auf Wechselkursgewinne und höhere Zinsen im Ausland.

  • Die Einflussfaktoren auf den Erfolg einer Fremdwährungsanlage sind sehr vielfältig.

  • Eine Fremdwährungsanlage gilt generell als spekulativ und birgt entsprechend hohe potenzielle Verluste.
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Die Zinsen in der Europäischen Union (EU) bleiben auf einem Rekordtief. Daran wird sich auch kurzfristig nichts ändern. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) auf seiner Sitzung im Juni. Aufgrund der derzeit unsicheren konjunkturellen Lage verschiebt die EZB die Zinswende bis mindestens Mitte 2020.

Anleger, die trotzdem ihr Geld anlegen möchten, müssen sich nach Alternativen umschauen. Wir erklären Ihnen, wo Sie von höheren Zinsen bei Fremdwährungskonten profitieren und was Sie beachten sollten.

Was ist ein Fremdwährungskonto?

Sie können ein Fremdwährungskonto mit einem normalen Tagesgeldkonto vergleichen. Jedes Geldkonto, auf das Beträge in ausländischer Währung eingezahlt werden, ist damit ein Fremdwährungskonto. Dabei könnten es theoretisch alle Währungen sein – außer dem heimischen Euro. In der Praxis hingegen bieten viele Institute Fremdwährungskonten nur für die beliebten Währungspaare, etwa der US-Dollar oder der Schweizer Franken an.

Eine Investition in Fremdwährungen erfolgt dabei oft direkt über die kontoführende Bank. Bei der Einzahlung konvertiert die (Haus-)Bank den Betrag in die Fremdwährung und führt diese praktisch wie ein Sparbuch – nur in einer anderen Währung.

Ursprünglich waren Fremdwährungskonten in erster Linie für Unternehmen interessant. Unternehmen, die viele Kunden oder eine Betriebsstätte im Ausland haben, können über Fremdwährungskonten den Zahlungsverkehr in der ausländischen Währung abwickeln. Dies hat den Vorteil, dass nicht bei jeder Transaktion hohe Gebühren für den Handel der Währung anfallen.

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Für wen eignet sich ein Fremdwährungskonto?

Privatinvestoren verfolgen dabei oft ein anderes Interesse und suchen eine größere Diversifikation in ihrem Portfolio oder möchten auf spezielle politische Ereignisse spekulieren. Andere Verbraucher suchen eine sichere Alternative zum Euro und parken daher einen höheren Betrag des eigenen Vermögens in ausländischen Währungen. So erhält der Anleger zum einen bessere Zinszahlungen und profitiert zum anderen von möglichen Wechselkursgewinnen zwischen der Heimatwährung (Euro) und der entsprechenden Fremdwährung (beispielsweise US-Dollar).

Natürlich kann sich der Währungskurs auch negativ entwickeln, sodass die Fremdwährung "abwertet" und somit in der Zukunft der investierte Betrag in Euro weniger wert ist als bei der Einzahlung. Ein Fremdwährungskonto birgt somit deutlich mehr Risiko als ein Tages- oder Festgeldkonto in Euro.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
25,02
1,00%
2.
25,00
1,00%
3.
17,51
0,70%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 3 Monate

So funktioniert die Einzahlung

Die Einzahlung erfolgt meist unkompliziert. Sie überweisen den gewünschten Betrag einfach in Euro auf das Konto und die Bank rechnet den Betrag zum aktuellen Tageskurs in die Fremdwährung um. Die Wechselkurse sind oftmals öffentlich bei der Bank (auf der Homepage oder im Aushang) einsehbar und orientieren sich relativ nahe am offiziellen Börsenwechselkurs. Jedoch kann es zwischen den Banken zu spürbaren Unterschieden zwischen den Wechselkursen kommen.

Je "exotischer" die Währung, desto größer dürfte der sogenannte Spread ausfallen. Während der Wechselkurs von USD/EUR vergleichsweise einheitlich ausfallen wird, kann es beim Südafrikanischen Rand zu stärkeren Abweichungen der Wechselkurse zwischen den Banken kommen.

Bargeldverfügungen auf Fremdwährungskonten

Der größte Unterschied zu einem klassischen Tagesgeld- oder Girokonto ist, dass Barverfügungen von einem Fremdwährungskonto in der Regel nicht zulässig sind. Anleger müssen also den gewünschten Betrag erst auf ihr Euro-Konto überweisen, um ihn abzuheben.

Ebenfalls ist ein bargeldloser Zahlungsverkehr – etwa mit Girocard im Geschäft – bei Fremdwährungskonten nicht möglich. Damit wird deutlich, dass ein Fremdwährungskonto rein als Wertanlage betrachtet werden sollte und nicht etwa für die Urlaubskasse in den USA gedacht ist.

So haben folgende Devisen in den letzten zwölf Monaten performt:

Währungen / DevisenPerformance (1 Jahr)
US-Dollar (USD)+ 3,10 %
Japanischer Yen (JPY)+ 4,70 %
Schweizer Franken (CHF)+ 2,92 %
Tschechische Krone (CZK)+ 0,90 %
Britische Pfund (GBP)- 1,91 %
Schwedische Krone (SEK)- 3,02 %
Norwegische Krone (NOK)- 2,98 %

Quelle: eigene Recherche, boerse.de / Stand 19.06.2019

Was sind die beliebtesten Fremdwährungen?

Zu den beliebtesten Währungspaaren gehören die großen Währungen der wichtigsten Weltwirtschaften, die auch frei handelbar sind. Das sind in erster Linie der US-Dollar, der Japanische Yen oder das Britische Pfund. Währungen, wie der Schweizer Franken oder die Schwedische Krone zählen hingegen als "sichere Häfen".

Wer gerne in der Europäischen Union bleibt, aber an zusätzlichen Währungen interessiert ist, wirft einen Blick auf den Polnischen Zloty oder das Ungarische Forint. Für Fremdwährungskonten sind Währungen wie zum Beispiel der Südafrikanische Rand schon deutlich exotischer und unterliegen höheren Schwankungen.

Trotz der Breite an verfügbaren Fremdwährungskonten konzentrieren sich die meisten Anleger auf einige wenige Klassiker. Das zeigt auch ein Blick in die Bücher der Consorsbank in Deutschland. Dirk Althoff, Leiter Unternehmenskommunikation der Consorsbank erklärt: "Über 50 Prozent der Konten entfallen auf US-Dollar, knapp 20 Prozent der Konten werden noch in Schweizer Franken geführt – obwohl keine neuen Konten in Schweizer Franken eröffnet werden können. Danach folgen der Britische Pfund und die Norwegische Krone." Das US-Dollar Konto ist aber nicht etwa so beliebt, weil viele Anleger in US-Dollar investieren möchten, sondern "weil es als Abrechnungskonto im US-Handel genutzt werden kann, Kunden sich also den Währungstausch sparen können", erläutert Althoff.

Ein Rechenbeispiel: Welche Rendite hätten Sie zum Beispiel in US-Dollar erhalten?

Wenn Sie vor einem Jahr, Anfang Juni 2018 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto in US-Dollar investiert hätten, hätte sich dies wie folgt im Jahresverlauf entwickelt:

  • Der Kurs stand vor einem Jahr bei 1,167 USD je Euro. Das heißt, Sie hätten am Tag der Einzahlung einen Kontostand von 11.670 USD auf dem Fremdwährungskonto.

  • Jetzt haben Sie verfolgt, wie der Dollar gestiegen ist und wollen die Rendite mitnehmen. Inzwischen liegt der Dollarkurs Anfang Juni 2019 bei 1,12 USD je Euro. Der Dollar ist also stärker geworden.

  • Wenn Sie nun Ihr Investment zurück konvertieren, beträgt der Gegenwert circa 10.420 Euro. Dies ist der Gewinn über den Wechselkurs. Der Anbieter Weltsparen offeriert derzeit sogar 3,25 Prozent pro Jahr für einjähriges Festgeld in USD.

  • Insgesamt läge ein USD-Fremdwährungskonto auf Jahressicht damit über sechs Prozent im Plus.
3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
 243,46
1,21%
2.
211,10
1,05%
3.
 170,72
0,85%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 2 Jahre

Alternativen zum klassischen Fremdwährungskonto

Wer bei seiner Bank kein Fremdwährungskonto eröffnen möchte (oder kann), wirft einen Blick auf das Zinsportal Weltsparen. Dort finden Sie neben Tages- und Festgeldangeboten in Euro auch Festgeld in Fremdwährungen. "Derzeit bieten Partnerbanken von Weltsparen Fremdwährungseinlagen in US-Dollar und Norwegische Kronen", erklärt Nicole Scheplitz von Weltsparen. Die Kontoeröffnung erfolgt dabei unkompliziert online über Weltsparen.

Nachteile eines Fremdwährungskontos

Vor der Eröffnung eines Fremdwährungskontos sollten Sie einige Punkte berücksichtigen, die die Performance negativ beeinflussen können. Die Kosten bei der Hausbank liegen oft erheblich über den Gebühren für ein einfaches Girokonto in Euro. Außerdem fallen jeweils für das Konvertieren Kosten an. Sie bezahlen also bei der Eröffnung für die Konvertierung von Euro in die Fremdwährung und ebenfalls für die Glattstellung, wenn Sie Geld von dem Fremdwährungskonto abheben möchten (beispielsweise um Gewinne zu realisieren). Die Banken haben dafür Gebühren in den Wechselkurs eingepreist, die selbstverständlich die rechnerische Rendite schmälern.

"So erhebt zum Beispiel die Greensill Bank jeweils 0,2 Prozent Wechselkursgebühren für die Anlage in US-Dollar, die BN-Bank 0,12 Prozent für die Anlage in Norwegische Kronen," erläutert Nicole Scheplitz. Comdirect bietet beispielsweise eine kostenlose Konvertierung für den US-Dollar und berechnet für alle anderen der zwölf angebotenen Währungen ein Prozent der Anlagesumme.

Doch nicht nur die höheren Kosten sind zu berücksichtigen, sondern auch die nur schwer kalkulierbaren Risiken. Diese sind gerade für Privatanleger oft schwer einzuschätzen. Die beliebten Wechselkurspaare sind zwar prinzipiell wenig volatil, doch Ausnahmen bestätigen die Regel.

Das sich auch Wechselkurse schlagartig ändern können, hat der Schweizer Franken vor einigen Jahren gezeigt. Am 15. Januar 2015 verkündete die Schweizer Nationalbank (SNB), sie werde die Wechselkursuntergrenze von 1,20 CHF je Euro nicht weiter aufrechterhalten. Das hatte alle Marktteilnehmer überrascht und der Schweizer Franken wertete über Nacht extrem stark auf. Die Aufwertung des Frankens hat dabei insbesondere Personen getroffen, die einen Kredit auf dem Fremdwährungskonto aufgenommen hatten.

Wer also davon ausging, dass der Schweizer Franken in Zukunft fällt (gegenüber dem Euro), hätte am Ende der Kreditlaufzeit weniger zurückzahlen müssen als ursprünglich als Gegenwert in Euro aufgenommen. Der über Nacht erstarkte Franken hat vielen Kreditnehmern ein Strich durch die Rechnung gemacht und die Kredite nicht günstiger, sondern viel teurer werden lassen.

Die Aufwertung des Frankens wäre zwar für Sparer eines Fremdwährungskontos ein starker Gewinn, jedoch zeigt die Überraschung der Marktteilnehmer, dass auch der Handel mit Devisen von Überraschungen geprägt sein kann. Genauso überraschend wie diese Gewinne müssen Sie auch mit plötzlichen Verlusten am Währungsmarkt rechnen und diese Verluste finanziell verkraften können. Fremdwährungskonten sind damit tendenziell eher spekulativ.

Dies gilt insbesondere, wenn Gelder kurzfristig verfügbar sein müssen. Zu dem Zeitpunkt könnte der Wechselkurs nachteilig für Sie stehen und es wären Verluste zu befürchten. Ein Investment in fremde Währungen ist daher eher langfristig zu betrachten und mit Geldern, die weder kurz- noch mittelfristig verfügbar sein müssen. Der Bankenverband in Berlin warnt: "Insgesamt sind Anlagen in fremden Währungen nichts für Laien und bleiben spekulativ.”

Einlagensicherung bei ausländischen Währungen

Vermögen auf den Fremdwährungskonten ist seit einigen Jahren genauso abgesichert wie ein klassisches Tagesgeldkonto in Euro. "Neben Euro und sonstigen Währungen der EU-Mitgliedstaaten sind sämtliche Währungen, wie beispielsweise US-Dollar- oder Schweizer Franken-Konten, geschützt”, heißt es auf der Internetseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bietet staatlichen Schutz für ein Vermögen bis zu einer Grenze von 100.000 Euro. Jedoch können die Entschädigungen abweichend auch in Euro statt der Fremdwährung ausgezahlt werden. Zusätzlich greift in Deutschland auch der Sicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mit einer deutlich höheren Haftungssumme von bis zu mehreren Millionen Euro – theoretisch sind damit die meisten Investments von Privatinvestoren abgedeckt.

Die staatliche Sicherungsleistung von 100.000 Euro ist für alle Banken verbindlich, während eine Mitgliedschaft im Bundesverband deutscher Banken e.V. und eine damit einhergehende höhere Sicherungssumme optional ist. Bei Comdirect liegt die zusätzliche Einlagensicherung derzeit bei rund 90 Millionen Euro pro Person. Wie gut die Einlagen auf Ihrer Bank gesichert sind, können Sie hier abfragen: edb-banken.de.

Was beeinflusst den Erfolg einer Anlage in fremder Währung?

Bei einer Anlage in Fremdwährung ist es wichtig zu verstehen, wie die unterschiedlichen Renditemöglichkeiten im Ausland entstehen. Die Liste an relevanten Einflussfaktoren ist sehr lang, im Folgenden erklären wir Ihnen die kritischsten Faktoren, die über den Erfolg der Geldanlage in fremder Währung entscheiden.

Das Zinsniveau

Alles hat seinen Preis – auch das Geld. In diesem Fall sind die Zinsen praktisch der "Preis des Geldes". Die Zinsen sind also die Kosten (oder Rendite) des Vermögens. Das ist an einem Beispiel leicht zu verstehen.

Zur Verdeutlichung nehmen Sie einmal an, der Referenzzinssatz in den Vereinigten Staaten läge bei fünf Prozent, während der in der Eurozone weiter bei null Prozent verharrt. Dies hätte zur Folge, dass immer mehr Anleger in den Dollar investieren würden, um in den Genuss der hohen Zinsen zu kommen. Dieser sprichwörtliche Ansturm auf den US-Dollar führt jedoch mittelfristig dazu, dass der US-Dollar aufwertet, also teurer wird. 

Die Auswirkungen der Inflation

Für die Wechselkurse ist jedoch nicht nur der reine Zinssatz, sondern der sogenannte reale Zins relevant. Das ist der Zins unter Berücksichtigung der Inflation. Die Inflation beschreibt die Geldentwertung in einem Land, das heißt also wie viel eine Währung an Wert verliert pro Jahr.

Eine hohe Inflationsrate bedeutet entsprechend einen Verlust und macht die Währung weniger attraktiv. Steigt also die Inflationsrate deutlich stärker als von den Teilnehmern am Markt antizipiert, so droht eine entsprechende Abwertung der jeweiligen Währung. Viele Zentralbanken sind auch daher bemüht, das Ziel einer jährlichen Inflationsrate von rund zwei Prozent einzuhalten.

Die (Geld-)Politik

Die Entscheidungen der Politiker haben auch einen großen Einfluss auf die Wechselkurse und Entwicklungen am Devisenmarkt. Während auf dem Aktienmarkt die alte Börsenweisheit "politische Börsen haben kurze Beine" gilt, sind die Beine am Devisenmarkt oftmals deutlich länger.

Als klar wurde, dass der aktuelle US-Präsident Donald Trump die Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 gewonnen hatte, fiel der Mexikanische Peso um rund 15 Prozent nach Bekanntgabe. Auch das Britische Pfund verlor deutlich, nachdem klar wurde, dass die Bevölkerung sich mit einer knappen Mehrheit für den Brexit entschieden haben.

Die Entscheidungen der Politik sorgen oftmals für schlagartige Veränderungen der Wechselkurse, die sich oft nicht in den folgenden Tagen vollständig zurückbilden. Die politisch angespannte Situation (Handelsstreit mit Trump) ist daher gerade auch ein Grund für die Stärke von sogenannten sicheren Währungen wie der Schweizer Franken.

Die Erkenntnisse aus der Zahlungsbilanz

Die Betrachtung der Zahlungsströme ist auch relevant, um die Entwicklung der Wechselkurse zu verstehen oder prognostizieren zu können. Die Zahlungsbilanz gibt Auskunft darüber, wie viele Waren importiert werden im Verhältnis zum Export. Deutschland gilt beispielsweise seit langem als Exportweltmeister. Wir exportieren deutlich mehr, als wir importieren.

Die deutschen Unternehmen verkaufen somit mehr an Waren ins Ausland als in die Bundesrepublik eingeführt werden. Daraus leitet sich direkt auch ein größerer Bedarf nach der heimischen Währung (in diesem Fall der Euro) ab. Im Falle einer eigenen heimischen Währung, wie früher die Deutsche Mark, würde diese stark aufgewertet werden.

Was Sie bei den Steuern berücksichtigen müssen

Im Gegensatz zu Anleihen oder Aktien gilt die Abgeltungsteuer nicht auf Währungsgewinne. Erträge aus der Veräußerung von Fremdwährungen zählen nicht zu den Einkünften aus Kapitalvermögen.

Daraus folgt, dass die Banken keine Steuern direkt vom Gewinn abziehen. Dafür sind Sie als Anleger selbst verantwortlich. Im Rahmen der persönlichen Einkommensteuererklärung sind die angefallenen Gewinne dem Finanzamt anzuzeigen.

"Zu beachten ist, dass bei Fremdwährungen auch Kursverluste als Folge von Wechselkursrisiken eintreten können. Diese können in der persönlichen Steuererklärung angegeben werden und sich gegebenenfalls steuermindernd auswirken," erklärt Nicole Scheplitz. Allerdings gilt bei Steuerfragen generell: Für Detailfragen und zur Berücksichtigung der individuellen Unterschiede sollte ein Steuerberater hinzugezogen werden.

Biallo-Tipp

Es muss nicht immer ein Fremdwährungskonto sein, um das eigene Portfolio zu diversifizieren und fremde Währungen aufzunehmen. So können Sie auch in ausländische Unternehmen investieren und die Aktien in Fremdwährungen kaufen. Sie erhalten somit oftmals auch die Dividenden direkt in der ausländischen Währung. Außerdem werden einige Exchange Traded Funds (ETFs) in Fremdwährung gehandelt und bieten Investoren somit eine Diversifikation außerhalb des Euroraums. Mehr Informationen erhalten Sie über unseren Ratgeber zum Thema ETF Fonds.

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