Genossenschaften

Fragen und Antworten rund um Dividenden und Mitgliedschaft

Update: 27.11.2020
Auf einen Blick
  • Fast vier Prozent haben Genossenschaftsbanken im Schnitt in diesem Jahr an Dividenden ausgeschüttet.

  • Mittlerweile ist knapp jeder vierte Bundesbürger Mitglied einer Genossenschaft.

  • Die anhaltende Null-Zins-Politik und die Negativzinsen dürften diesen Trend weiter anheizen.
Logo der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.
nitpicker / Shutterstock.com

Was ist eine Genossenschaft?

Der Grundgedanke einer jeden Genossenschaft ist: Zusammen, also gemeinsam, erreichen wir ein bestimmtes Ziel leichter und eher als allein. Das Handeln unterliegt stets demokratischen Grundsätzen.

Schon im Mittelalter wurden Genossenschaften gegründet, beispielsweise um den Deichbau an den Küsten voranzutreiben, im Alpenraum gemeinsam Alpwirtschaft zu betreiben oder später als Knappschaft den Bergleuten zu helfen. Im Jahr 1847 rief Friedrich Wilhelm Raiffeisen den ersten wohltätigen Hilfsverein für die notleidende ländliche Bevölkerung ins Leben und gilt als Gründer der modernen Genossenschaftsidee.  Das Ziel damals wie heute: Die Mitglieder der Genossenschaft wirtschaftlich oder auch kulturell zu unterstützen. Daher wurde die Genossenschaftsidee auch in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit durch die UNESCO aufgenommen.

Biallo-Tipp: Bis zu zehn Prozent Dividende"

Mit Genossenschaftsanteilen können Sparer bis zu zehn Prozent Dividende einstreichen. Dabei gehen einige Volks- und Raiffeisenbanken sogar bundesweit auf Mitgliederfang.  Dadurch winken Jahr für Jahr vierstellige Dividendenbeträge

Wer kann eine Genossenschaft gründen?

Das können natürliche Personen tun, aber auch juristische wie eine GmbH oder Aktiengesellschaft. Es müssen jedoch mindestens drei Personen sein. Das schreibt Paragraph 4 des Genossenschaftsgesetzes vor.  Es muss zudem mindestens zwei Vorstände und drei Aufsichtsratsmitglieder geben. Hat eine Genossenschaft nicht mehr als 20 Mitglieder, kann es auch nur ein Vorstand sein. Die Generalversammlung oder die Vertreterversammlung entscheidet zum Beispiel über die Besetzung des Aufsichtsrates, die Gewinnverwendung und andere grundsätzliche Dinge.

Unterschiede Genossenschaft und Aktiengesellschaft?

Durch den Kauf einer oder vieler Aktien ist der Käufer im gleichen Verhältnis Teileigentümer der Aktiengesellschaft (AG) und hat auch im gleichen Maße ein Stimmrecht. Jeder Genosse hat dagegen immer "nur" eine Stimme, ganz egal wie viele Genossenschaftsanteile er gekauft hat. Während bei einer Aktiengesellschaft meist das Ziel einer Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, ist das bei einer Genossenschaft anders. Hier steht das (finanzielle) Wohl der Mitglieder im Mittelpunkt des Handelns. Während Aktionäre anonym Aktien an der Börse kaufen können, sind die Mitglieder der Genossenschaft mit Namen und Adresse bekannt.

Welche Genossenschaften gibt es? 

  • Verbraucher können sich zu Konsumgenossenschaften zusammenschließen, um gemeinsam günstiger einzukaufen. 
  • Über drei Millionen Menschen sind Mitglied einer von mehr als 2.000 Wohnungsbaugenossenschaften, die ihnen günstigere Mieten ermöglichen.
  • Energiegenossenschaften erzeugen gemeinsam Strom. 
  • Man wird Mitglied einer Genossenschaftsbank, um günstigere Konditionen zu erhalten und von Dividenden und niedrigen Beiträgen zu profitieren. 
  • Auf dem Land haben sich Bauern zu Agrargenossenschaften zusammengeschlossen und teilen sich große und teure Erntemaschinen.

Darf eine Genossenschaft Gewinne machen? 

Jedes Unternehmen, auch eine Genossenschaft, darf und muss sogar Gewinne machen, um langfristig bestehen zu können. Aber es geht nicht um Gewinnmaximierung wie bei vielen Aktiengesellschaften. Gewinne fließen nicht an anonyme Geldgeber wie bei einer AG, sondern in Form von Dividenden an die Genossen. Der größere Teil dient der Stärkung des Eigenkapitals. Das wiederum wird beispielsweise bei einer Wohnungsgenossenschaft verwandt, um bestehende Immobilien für die Mieter in Schuss zu halten oder neue Wohnungen zu bauen – aber auch um Windräder aufzustellen oder um Kredite an die Genossen und andere Kunden zu vergeben. Also: Gewinne schon, aber nicht auf Teufel komm raus, sondern um die Zukunft der Genossenschaft zu sichern.

Was hat ein Mitglied davon, Genosse zu sein? 

Eine Mitgliedschaft ist keine Geldanlage im klassischen Sinn, sondern eine unternehmerische Beteiligung. Als Miteigentümer hat man ein Stimmrecht. Man kann auf der jährlichen Mitgliederversammlung mitreden und abstimmen. Jedes Mitglied hat eine Stimme, ganz egal wie viele Anteile er oder sie erworben hat. Für die unternehmerische Beteiligung erhält das Mitglied, wenn das die wirtschaftliche Lage erlaubt, einen Anteil am Gewinn, die Dividende. Der Vorstand, der die Zahlen ja kennt, macht dazu einen Vorschlag. Darüber stimmen die Genossen dann ab. 

Gibt es noch andere Vorteile für Genossen außer der Dividende? 

Ja, aber das hängt von der Genossenschaft und ihren Geschäften ab. Bei einer Einkaufsgenossenschaft profitiert man von niedrigeren Einkaufspreisen, die das Unternehmen für seine Mitglieder ausgehandelt hat. Energiegenossenschaften versorgen ihre Leute mit günstigeren Strompreisen. Viele Volks- und Raiffeisenbanken geben einen Rabatt auf die Monatspauschalen beim Girokonto oder Nachlässe auf Versicherungsprämien.

Gehe ich als Mitglied beziehungsweise Genosse Risiken ein? 

Ja. Laufen die Geschäfte schlecht, gibt es keine oder nur eine geringe Dividende. Muss die Genossenschaft Insolvenz anmelden, ist die Einlage weg. In den Satzungen einiger Genossenschaftsbanken findet man eine sogenannte „Nachschusspflicht“. Die meisten haben diese bereits ganz herausgenommen. Was ist darunter zu verstehen? Theoretisch muss ein Mitglied im Falle der Insolvenz der Bank pro Anteil noch einmal den gleichen oder sogar einen höheren Beitrag "nachschießen". Da es aber noch nie eine Pleite einer Genossenschaftsbank gegeben hat, musste das bisher keine einzige Person tun. Einige Banken haben diese Pflicht auch deshalb noch in ihren Satzungen, weil sie ab 2022 ohnehin bundesweit abgeschafft wird. Das gilt dann für alle angelegten Gelder.

Wie hoch sind die Risiken denn nun wirklich? 

Genossenschaftsanteile unterliegen zwar keiner Einlagensicherung wie Tagesgeld oder Festgeld. Andererseits stützen sich die genossenschaftlichen Banken gegenseitig. Es hat auch noch nie eine Insolvenz einer VR-Bank gegeben. Stephanie Heise, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sagt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung": "Die Risiken sind äußerst überschaubar." Man könne als potentieller Bankmiteigentümer "relativ unbesorgt Anteile kaufen, erst recht, wenn die Zahl der Anteile begrenzt ist".

Wer kontrolliert die Genossenschaften eigentlich? 

Dazu schreibt der Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) aus Berlin: "Jede Genossenschaft gehört einem gesetzlichen Prüfungsverband an. Dieser Genossenschaftsverband nimmt in regelmäßigen Zeitabständen eine Jahresabschlussprüfung vor. Dabei werden nicht nur die wirtschaftlichen Verhältnisse geprüft, sondern auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Prüfungsverband betreut darüber hinaus seine Mitgliedsgenossenschaften in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Fragen.  Die regelmäßige Prüfung schützt die Geschäftspartner und Mitglieder vor finanziellem Schaden. Die Genossenschaft ist auch aus diesem Grund seit vielen Jahren die mit Abstand insolvenzsicherste Rechtsform in Deutschland.“ 

Im Jahr 2012 lag die Insolvenzrate aller eingetragener Genossenschaften bei nur 0,06 Prozent. Nur 18 von damals 28.297 mussten die Segel streichen. Die letzten aktuellen Zahlen gibt es aus dem Jahr 2015. Creditreform meldet fürs erste halbe Jahr nicht eine einzige Insolvenz. Das führt man auf die gute und konsequente Arbeit der Prüfungsverbände zurück.

Wie kann ich Mitglied werden? 

Das ist bei jeder Genossenschaft in deren Satzung geregelt. Im Allgemeinen teilt man dies schriftlich oder über das Internet mit. Verpflichtend ist, dass man einen Mindestbeitrag erwirbt. Dessen Höhe ist sehr unterschiedlich. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken Böblingen reicht ein Anteil für fünf Euro. Man darf aber bis zu 700 Anteile erwerben. Also kann man dort bis zu 3.500 Euro investieren. Bei der Raiffeisenbank Ems-Vechte in Niedersachsen dagegen kostet ein Anteil 1.500 Euro, der höchste Wert in Deutschland. Davon kann man aber auch nur ein Stück erwerben.

Wie viel kann ich als Genosse investieren? 

Das hängt ganz von der Genossenschaft ab. Bei den Banken gibt es eine Bandbreite zwischen 20 Euro und bis zu 70.000 Euro. Diesen Betrag kann man bei der Münchner Hypothekenbank investieren. Es gibt sogar einige wenige, die eine Beschränkung nach oben gar nicht haben. Eine davon ist die GLS Bank. Bei der können Verbraucher so viel Geld zeichnen, wie sie wollen. Wenn der Vorstand sie als Genosse akzeptiert.

Und wenn ich mehr als den Höchstbetrag investieren will? 

Das geht, wenn der potentielle Genosse einen Partner und Kinder hat. Jedes einzelne Familienmitglied kann Genosse oder Genossin werden und so das investierte Kapital kräftig nach oben schrauben.

Ab wann wird mein Geld verzinst? 

Das ist sehr unterschiedlich. Am fairsten sind die Genossenschaften, die das Geld ab dem Tag verzinsen, an dem das Geld auf dem Konto landet.

Wann fließt die Dividende? 

Zunächst muss der Jahresabschluss der Gesellschaft erstellt sein, damit man den wirtschaftlichen Erfolg sieht. Das ist in den ersten Monaten des neuen Jahres der Fall. Anschließend findet die Vertreterversammlung statt, in der die Höhe der Dividende beschlossen wird. Sofort danach wird das Geld an die Mitglieder ausgeschüttet.

Wieviel Geld kann man denn nun kassieren? 

Die Höhe der Dividende hängt von drei Faktoren ab:

  • Die Zahl der gekauften Anteile
  • Die Höhe eines Anteils
  • Die Dividende in Prozent.

Bei den Banken gab und gibt es einige, die für die Jahre 2018 und 2019 gar keinen Cent ausgeschüttet haben. Entweder weil sie zu schlecht gewirtschaftet haben oder weil sie die Mahnung der Bafin gehört hatten. Diese warnte vor Kreditausfällen in Folge der Corona-Pandemie. Da solle man das Eigenkapital möglichst vollumfänglich behalten. Das gilt zum Beispiel für die Münchner Hypothekenbank, die im verganenen Jahr für das Geschäftsjahr 2018 noch 3,25 Prozent ausgeschüttet hatte. 

Fallen irgendwelche Kosten an? 

Nein, keine. Die Dividende fließt ungeschmälert durch irgendwelche Kosten oder Gebühren an die Mitglieder.

Gibt es andere Vorteile, von denen man profitieren kann? 

Ja, durchaus. Es gibt Genossenschaften, die überregional nach Investoren suchen. Wer Mitglied bei einem dieser Unternehmen wird, erhält einmal im Jahr eine Einladung zur Mitgliederversammlung. Man muss da nicht hinfahren. Wer jedoch anreist, kann die Reisekosten einschließlich Hotelübernachtung steuerlich geltend machen. Sind diese Aufwendungen höher als die Dividendenzahlung, haben Anleger negative Einkünfte aus Kapitalvermögen und können diese mit anderen positiven Einkünften verrechnen. Das reduziert die Einkommensteuer. Sind die Kosten niedriger, müssen Verbraucher weniger Dividenden versteuern. 

Hier noch einige hilfreiche Tipps für angehende Genossen:

  • Als Mitglied bei der Münchner Hypothekenbank schauen Sie sich endlich mal wieder die schöne bayerische Landeshauptstadt an und genießen die Blütenpracht im Englischen Garten 
  • Als Genosse der VR Bank Bad Salzungen Schmalkalden bewundern Sie die herrlichen Fachwerkhäuser der thüringischen Bäderkultur 

Muss die Dividende versteuert werden?

Privatpersonen in Deutschland müssen Dividenden genauso wie Zinseinnahmen als Einkünfte aus Kapitalvermögen mit 25 Prozent Abgeltungssteuer versteuern. Hinzu addieren sich noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.

Und wenn ich die Einlage zurück haben will?

Dann muss der Genosse eine Kündigungsfrist beachten, die je nach Bank unterschiedlich lang sein kann. Bei der Volksbank Dortmund-Nordwest beispielsweise ist sie mit drei Monaten zum Jahresende relativ kurz. Die Raiffeisenbank im Hochtaunus hat ihre von ehemals 15 auf sechs Monate durch eine Satzungsänderung verkürzt. Die kürzere gilt dann für alle Mitglieder. Bei der Münchener Hypothekenbank beträgt sie zwölf Monate zum Jahresende, bei der GLS Bank sind es fünf Jahre, die maximal mögliche Kündigungsfrist. Bei Zweifeln immer in die Satzung schauen.

Gibt es irgendwelche Nachteile für Genossenschaftsmitglieder?

Wer Genossenschaftsanteile erwirbt, sollte dies als längerfristiges unternehmerisches Engagement betrachten und nicht mit Tagesgeld vergleichen. Hat man einen finanziellen Engpass, kommt man nicht so schnell an sein Geld, weil die Kündigungsfrist zu beachten ist. Die kann kurz sein mit drei Monaten wie bei der Volksbank Dortmund-Nordwest. Sie kann aber auch lang sein, bis zu fünf Jahre wie bei der GLS Bank. 

Hat man gekündigt, fließt die Einlage plus Dividende fürs abgelaufene Jahr erst im neuen Jahr nach der Vertreterversammlung an den Genossen zurück. Die Monate im neuen Jahr bis zur Auszahlung bleiben unverzinst. Geht eine Genossenschaft insolvent, ist die Einlage weg. Theoretisch muss man sogar noch etwas mehr zurückzahlen als man eingezahlt hat. 

Kann mich eine Genossenschaft als Mitglied ablehnen?

Jede Genossenschaft hat eine Satzung, in der geregelt ist, wer als Mitglied akzeptiert wird und wer nicht. Steht sie nur den Kunden offen, die aktiv mit ihr Geschäfte betreiben, muss man dort zumindest ein Girokonto führen. Will sie nur für Mitglieder in ihrer Region einstehen, dann kann ein Münchner kein Genosse bei der Hamburger Volksbank werden.

Kann ich Genossenschaftsanteile übertragen? 

Auch das regelt die Satzung. Meistens geht das nicht. Stirbt das Mitglied, werden seine Genossenschaftsanteile an die Erben ausgezahlt.

Sind die Genossenschaften regional begrenzt?

Das ist meistens so. Wenn sich in einem Dorf eine Energiegenossenschaft gründet, können nur dessen Einwohner Mitglied werden. Bei 700 von 840 Genossenschaftsbanken ist das ähnlich. Aber es gibt überregionale Institute, wo das anders ist. Beispiele sind die Münchner Hypothekenbank, die Apotheker- und Ärztebank oder die GLS Bank. Andere haben sich überregional geöffnet und sind aktiv auf der Suche nach Investoren in ganz Deutschland. 

Einige Genossenschaften werben aktiv um Mitglieder, andere nicht?

Bei den Banken ist es so: Wegen immer schärfer werdenden Bedingungen der Aufsichtsbehörden müssen Geldhäuser, die erfolgreich im Kreditgeschäft sind, diese Kredite mit immer mehr Eigenkapital absichern. Das ist zum Beispiel so bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus, die bundesweit große Immobilienprojekte finanziert. Oder der Volksbank Dortmund-Nordwest, die überregional mit großem Erfolg private Baufinanzierungen verkauft. Sich bundesweit zu öffnen, sollte im Internet-Zeitalter eigentlich selbstverständlich sein. Diesen Sprung schaffen die meisten regionalen Institute aber (noch) nicht. Sie halten eisern am "Regionalprinzip" fest – genauso wie fast alle Sparkassen.

Ein anderer Grund ist aber auch: Viele sind einfach nicht so erfolgreich und haben im Kreditgeschäft eher eingebüßt. Die Ratenkredite werden heute zunehmend übers Internet abgeschlossen. Und die Baufinanzierung geht an Vermittler wie Interhyp oder an Direktbanken wie die ING.

Gibt es schwarze Schafe?

Als Genosse ist man Miteigentümer der Genossenschaft. Geht diese pleite, ist zumindest das eingezahlte Geld weg. Es hat vor allem bei den Wohnungsbaugenossenschaften hin und wieder Unternehmen gegeben, die hinterher Konkurs angemeldet haben. Denn auch Ganoven wissen, dass sehr viele Menschen nach einer günstigen Wohnung suchen. Diese Notlage wird dann ausgenutzt.

Die Verbraucherzentrale nennt vier Kriterien, die Hinweise auf unseriöses Geschäftsgebaren geben:

  • Verdächtig hohe Renditen:  Lockt die Genossenschaft mit verdächtig hohen Renditen, vermögenswirksamen Leistungen oder Wohnungsbauprämien? Steht die Geldanlage im Vordergrund der Werbung einer Wohnungsbaugenossenschaft? Dann sollte man skeptisch werden.
  • Fragwürdige Vertriebsstrategien: Vorsicht ist geboten, wenn Genossenschaften auf fragwürdige Vertriebsmethoden wie offensive Call-Center-Anrufe setzen, um für Mitgliedschaften zu werben.
  • Anlagezweck: Verbraucher sollten prüfen, ob aus der Satzung oder dem Jahresabschluss klar hervorgeht, wofür die Mitgliedsbeiträge verwendet werden. Wird das Kapital einer Wohnungsbaugenossenschaft tatsächlich in Immobilien investiert, in denen Mitglieder wohnen? 
  • Relation von Genossen und Wohnungen: Die Zahl der Mitglieder einer Genossenschaft sollte in einem gesunden Verhältnis zur Zahl der Wohnungen stehen. Kommen auf viele Mitglieder nur sehr wenige Genossenschaftswohnungen, sollten angehende Genossen eine Anlage kritisch hinterfragen.





  Horst Biallo


 
Exklusive Informationen und Angebote per Mail erhalten.


 
 
 
Powered by Telsso Clouds