Für wen lohnt sich eine Selbstbeteiligung in der PKV?

Private Krankenversicherung Für wen lohnt sich eine Selbstbeteiligung in der PKV?

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
04.08.2017
Auf einen Blick
  • Durch einen Selbstbehalt sparen Sie in der PKV Beiträge - zu hoch sollten Sie aber besser nicht einsteigen.

  • Für Selbständige und Angestellte hat ein Selbstbehalt in der PKV jeweils andere Auswirkungen.
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Durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts (SB) beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) können Sie zum Teil deutlich ihren monatlichen Beitrag reduzieren. Dabei haben Sie oft die Wahl zwischen generelle, behandlungsbezogene oder auch prozentuale Selbstbeteiligungen - je nach Versicherung und eigenem Bedarf. Häufige Varianten von SB-Tarifen in der PKV sind Tarife mit einem Selbstbehalt von 300, 600, 900, 1.200 oder 1.500 Euro.

So funktioniert die generelle Selbstbeteiligung in der PKV

Wählen Sie beispielsweise die generelle Selbstbeteiligung, so zahlen Sie im Krankenversicherungsfall pro Jahr eine vereinbarte Summe X erst einmal selbst, bevor dann die PKV einspringt. Beispiel: Für den ambulanten sowie für den Zahnbereich wird ein Selbstbehalt von 300 Euro festgelegt. Sie tragen dann hier - jährlich betrachtet - anfallende Kosten in Höhe von 300 Euro selbst. Was darüber hinausgeht übernimmt die PKV. Bei stationären Behandlungen zahlt die PKV grundsätzlich alles.

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Selbständige profitieren vom Selbstbehalt in der PKV

Vor allem als Selbständiger oder Freiberufler profitieren Sie von einer Selbstbeteiligung. Sofern Sie sich gesund fühlen und keine schweren Erkrankungen vorliegen. Aber: Bei einer langwierigen Erkrankung kann sich auch hier der Selbstbehalt negativ auswirken, insbesondere dann, wenn Sie sehr hohe Beträge vereinbart haben.

Mein Rat: Überschreiten Sie einen Selbstbehalt von 600 bis 900 Euro jährlich besser nicht. Ein zu hoch kalkulierter Eigenbetrag lässt sich im Nachhinein oft nicht mehr reduzieren!

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 
Biallo-Tipp

Beachten Sie vor der Entscheidung für einen Tarif mit Selbstbehalt, dass Ihnen in dem gewählten PKV-Tarif eine Wechseloption in einen anderen Tarif mit ggf. niedrigerem Selbstbehalt vertraglich zugesichert ist und wie dabei genau die dortigen Formulierungen lauten.

Angestellte müssen beim Selbstbehalt in der PKV aufpassen

Bei Angestellten ist die Selbstbeteiligung dagegen oft ein Minusgeschäft. Hier sollten Sie ganz genau hinsehen und rechnen! Denn während Ihre Firma zum monatlichen Krankenversicherungsbeitrag einen Anteil von 50 Prozent beisteuert und damit auch direkt von einer Beitragsersparnis durch die Selbstbeteiligung profitiert, müssen Sie als Arbeitnehmer dagegen im Falle einer Krankheit Ihren Selbstbehalt komplett alleine tragen. Als Angestellter sollten Sie daher abwägen, bevor Sie sich darauf einlassen. Wenn es denn sein sollte, dann halten Sie besser den Selbstbehalt in diesem Fall so gering wie möglich.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de