400 Banken haben die Preise für Girokonten erhöht

Girokonto 400 Banken haben die Preise für Girokonten erhöht

Horst Biallo
von Horst Biallo
08.10.2019
Auf einen Blick
  • Von biallo.de aufgedeckt: Gut 400 von rund 1.300 Banken und Sparkassen haben ihre privaten Girokonten in diesem Jahr teurer gemacht.

  • Neu eingeführte Gebühren können nur umgangen werden, wenn Kunden auf ein günstigeres Kontomodell ihrer Bank umsteigen beziehungsweise sich andere Anbieter suchen.
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Gut 400 Banken und Sparkassen haben die Preise für private Girokonten in diesem Jahr erhöht. Das waren 128 von knapp 400 Sparkassen und 264 von gut 900 Volks- und Raiffeisenbanken. Der Rest entfällt auf Sparda-, PSD-, Direktbanken sowie private Banken mit Filialen vor Ort.

Dies ergibt eine aktuelle Auswertung von rund 1.300 Banken mit bis zu fünf verschiedenen Kontomodellen. Mit dieser Datenbasis ist biallo.de in Deutschland der einzige Anbieter, der so gründlich arbeitet.

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Gebührentrend wird sich fortsetzen

Im Schnitt hoben die Geldhäuser die Monatspreise für Onlinekonten, Basiskonten und klassische Filialkonten um rund 30 Prozent an. Weniger stark, um rund 20 Prozent, stiegen die Monatspreise der Premiumkonten. Darunter versteht man Privatkonten zum monatlichen Pauschalpreis zwischen zehn und 30 Euro, mit dem alle Bankdienstleistungen rund um das Girokonto plus Giro- und Kreditkarte abgedeckt sind.

Über die monatliche Pauschale hinaus, erhöhten jedoch viele Banken die Preise für Girocards und Kreditkarten oder führten Gebühren ganz neu ein, die im vorigen Jahr noch kostenlos waren. Dies betrifft zum Beispiel die Bargeldein- und auszahlungen. "Wir rechnen mit weiteren kräftigen Preisanpassungen in den nächsten Wochen und Monaten", sagt Horst Biallo, Gründer und Inhaber von biallo.de. "Damit versuchen die Geldhäuser zurückgehende Erträge aufgrund der niedrigen Zinsen auszugleichen."

Auch die Verbraucherzentrale warnt. Denn wenn Kunden einer Preisänderung nicht widersprechen, kommt das einer Zustimmung gleich. Die bittere Konsequenz ist dann, dass die neuen Gebühren gezahlt werden müssen.

Kostenlose Girokonten? Es gibt sie noch!

Unsere Untersuchung zeigt, dass es nach wie vor bundesweit 40 kostenlose Girokonten gibt, bei denen Girocard und Überweisungen nichts kosten und auch keine monatliche Grundgebühr in Rechnung gestellt wird, ohne dafür eine Bedingung zu stellen.

Zudem verzichten 79 Banken und Sparkassen auf die monatliche Kontoführungsgebühr, wenn ein monatlicher Geldeingang von 800 Euro und mehr eingeht. Oder sie lassen sich wenigstens die Girocard mit einem Jahresbetrag von maximal zwölf Euro bezahlen.

Biallo-Tipp

Die gesamte Liste aller kostenlosen Girokonten ist für Sie über folgenden Ratgeber abrufbar: 40 Banken bieten kostenlose Girokonten an

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de