Auch die Girocard muss kostenlos sein

Gratis-Girokonten Auch die Girocard muss kostenlos sein

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
11.01.2017
Auf einen Blick
  • Banken dürfen Girokonten nur dann als kostenlos bewerben, wenn auch die Girocard gratis ist.
  • Das Gratiskonto git als Auslaufmodell.
  • Aber vor allem Direktbanken bieten weiterhin kostenlose Konten an.
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Die Sparda Bank West darf nicht mit einem kostenlosen Girokonto werben, wenn sie gleichzeitig für die Girocard eine Gebühr erhebt. Auf Antrag der Wettbewerbszentrale hat das Landgericht Düsseldorf dies als irreführend untersagt (Az. 38 0 68/16 - nicht rechtskräftig).

„Das Urteil hat für die gesamte Bankenbranche Bedeutung, weil es dem Versuch, Kosten zu verstecken oder durch die Hintertür einzuführen, eine klare Absage erteilt“, so Peter Breun-Goerke Finanzmarkt-Experte bei der Wettbewerbszentrale.

Im April 2016 führte das Kreditinstitut für die Herausgabe einer Girocard eine jährliche Gebühr von zehn Euro ein. Mit dieser Karte können Kunden Geld am Bankautomat abheben und die Funktionen am Selbstbedienungsterminal nutzen.

Das Geldhaus begründete die Werbeaussage mit dem Hinweis, dass die Girocard nicht zum herkömmlichen Funktionsumfang eines Girokontos gehöre. Außerdem können sich Kunden während der Öffnungszeiten eine sogenannte White Card ausstellen lassen, um damit am Gelautomat Bargeld ziehen zu können.

Das kostenlose Girokonto – ein Auslaufmodell?

Zinsflaute und Kostendruck zwingen immer mehr Geldhäuser nach neuen Einnahmequellen zu suchen. Allein im vergangenen Jahr haben etliche Banken ihre Preise erhöht. Es scheint, dass die Zeit der kostenlosen Girokonten zu Ende geht.

Es geht aber auch anders: Zwar bekommen Direktbanken auch den Druck der niedrigen Zinsen zu spüren, doch sie sind – im Vergleich zu Filialbanken – wesentlich schlanker aufgestellt. So bieten etwa ING-Diba, DKB oder Volkswagenbank Girokonten ohne monatliche Grundgebühr inklusive kostenloser Giro- und Kreditkarte an. Bei Volkswagenbank müssen Kunden allerdings einen monatlichen Geldeingang von 1.000 Euro vorweisen.

Aber auch einige Filialbanken offerieren gebührenfreie Kontomodelle plus gratis Bankkarte, beispielsweise Santander. Bei PSD- und Sparda Banken gibt es vereinzelt auch Gratis-Konten, jedoch unterscheiden sich die Konditionen von Institut zu Institut mitunter sehr. 

Biallo-Tipp: Sie wollen auf die Filiale um die Ecke auf keinen Fall verzichten? Hier finden Sie eine Auswahl an attraktiven Filial-Girokonten. Klicken Sie einfach auf den Link und wählen Sie anschließend bei "Auswahl" Filial-Girokonto aus.

Biallo-Lesetipp:

Der Wechsel des Girokontos war noch nie so einfach. Die Banken übertragen jetzt selbstständig sämtliche Zahlungsaufträge von einem Konto zum anderen.

Wie das funtkioniert, lesen Sie in unserem Beitrag: "Girokontowechsel: Fünf Schritte genügen".

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de