Das müssen Azubis wissen

Ausbildung 2017 Das müssen Azubis wissen

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
08.08.2017
Auf einen Blick
  • Ab 1. September fällt für gut eine halbe Million junge Mensche der Startschuss ins Berufsleben.

  • Auch für die Finanzen gilt es jetzt, die Weichen zu stellen.
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Im Jahr 2016 wurden laut Statistischem Bundesamt knapp 511.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Mehr als die Hälfte der Azubis entschieden sich für einen der 20 meist nachgefragten Bereiche. Dabei gibt es insgesamt einen bunten Strauß von 328 Lehrberufen. Auffällig ist auch, dass es trotz aller Bemühungen weiterhin typische Frauen- und Männerberufe gibt. Bei den Mechatronikern sucht man meist vergeblich nach Frauen. Gleiches gilt für Elektroniker. Dagegen fällt es bei den medizinischen Fachangestellten und den Frisören schwer männlichen Nachwuchs zu gewinnen. Doch ganz egal, für welche Laufbahn sich Berufsstarter entscheiden, sie werden mit neuen Themen konfrontiert. Dass der Sprung ins kalte Becken nicht so schwer fällt, haben wir einige Aspekte aufgegriffen:

Girokonto

Um auch Monat für Monat die Ausbildungsvergütung zu erhalten, brauchen Lehrlinge ein Girokonto. Zwar locken hier viele Banken mit Gratis-Konten, aber Vorsicht: Gerade bei Filialbanken ist das Girokonto nur für die Zeit als Azubi oder bis zu einem bestimmten Alter kostenlos.

Tipp: Um dann nicht erneut wechseln zu müssen, sollten Sie lieber gleich ein dauerhaft kostenloses Girokonto führen und den Girokonto-Vergleich nicht scheuen. Gebührenfreie Girokonten auch für die Zeit nach der Ausbildung gibt es etwa bei DKB, ING-Diba, Comdirect oder Consorsbank. Wer jedoch lieber ein Filialkonto vor Ort führen möchte, sollte wissen, dass sich auch ein Wechsel von der Sparkasse zur VR-Bank bzw. von der VR-Bank zu Sparkasse lohnen kann.

Nicht alles ausgeben

Mit der neu gewonnen finanziellen Freiheit gehen auch Verpflichtungen einher. Oder vielleicht will sich ein Azubi einfach einmal etwas größeres Gönnen, worauf es sich lohnt zu sparen. Aber auch Unvorhergesehenes kann passen. Daher gilt: Reservepolster bilden. Wer gerne flexibel bleiben möchte, spart sein Geld auf einem attraktiv verzinsten Tagesgeld-Konto. Hier lässt sich das Geld bei Bedarf jederzeit abrufen. Höhere Zinsen gibt es aber, wenn Sparer langfristig ihr Geld der Bank anvertrauen. Zumindest ein gewisser Betrag lässt sich meist für längere Zeit parken. Trifft das zu, ist Festgeld eine solide Wahl. Bereits bei einjähriger Laufzeit sind Festgelder in der Regel besser verzinst als Tagesgeld-Angebote.

Tipp: Ob Fest- oder Tagesgeld oder auch ein Mix aus beidem, werfen Sie einen regelmäßigen Blick auf die Geldanlage-Rechner von biallo.de, um nicht mit niedrigen Zinsen abgespeist zu werden.

Berufsausbildungsbeihilfe prüfen

Gerade in Großstädten lassen sich mit der Ausbildungsvergütung keine großen Sprünge machen. Bei der Bundesagentur für Arbeit ist es möglich, Berufsausbildungsbeihilfe zu beantragen. Darin enthalten ist ein Zuschuss für Fahrtkosten und Miete. Dabei spielt aber auch – wie beim Bafög – das Einkommen der Eltern eine Rolle.

Tipp: Einfach mal bei der Bundesagentur für Arbeit nachfragen.

Sicher ist sicher

Eine Police empfiehlt eigentlicher jeder Versicherungsprofi: die private Haftpflichtversicherung. Hier gilt es zu prüfen, ob weiterhin die Versicherung der Eltern greift. Sollte das nicht der Fall sein, gilt es möglichst bald eine eigene Haftpflichtversicherung abzuschließen. Andernfalls könnte eine kleine Unachtsamkeit den finanziellen Ruin bedeuten. Auf den Job bezogen, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung ratsam.

Riester-Vertrag

Auch Azubis können bereits von der Riester-Rente profitieren. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertragsabschluss zudem über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen, heißt es beim Bankenverband.

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Früh ans Alter denken

Wer denkt mit 20 schon an die Rente? Fast niemand – verständlich. Dabei kann es nie schaden, sich schon frühzeitig um die Altersvorsorge zu kümmern. Bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung können durch sogenannte Entgeltumwandlung (Direktversicherung) für eine staatlich geförderte betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Vorsicht: 2004 trat eine Regelung in Kraft, durch die sich dieses Modell deutlich verschlechtert hat. Denn Direktversicherungsnehmer werden im Alter von der Krankenversicherung ordentlich zur Kasse gebeten.

Finanzspritze vom Chef

Wer noch etwas mehr verdienen möchte, sollte nach sogenannten vermögenswirksamen Leistungen fragen. In vielen Fällen beteiligen sich Ausbildungsbetriebe oder zahlen sogar die kompletten 40 Euro im Monat. Der Bankverband hält hier gerade Fondssparpläne mit Aktien für besonders interessant (siehe Aktienfonds und ETF-Fonds).

Tipp: Am besten mal den Ausbildungsbetreuer ansprechen.

Einen guten Start für die Berufsausbildung!

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de