Girokonto Vergleich Welche Bank zahlt noch Zinsen?

Girokonto-Vergleich Welche Bank zahlt noch Zinsen?

Max Geißler
von Max Geißler
07.04.2017
Auf einen Blick
  • Die meisten Girokonten verzinsen sich nicht.

  • Doch manche Bank zahlt Zinsen aufs Konto und gewährt außerdem Topzinsen für Tagesgeld.
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Konditionen auf dem Girokonto schwanken

Das allseits passende Girokonto zu finden, gleicht einer Nadel im Heuhaufen. Immer mehr Banken berechnen Monatspauschalen oder fordern Gebühren für Kreditkarten. Andere Institute berechnen nur geringe Dispozinsen und bieten kostenlose Kreditkarten. 

Um Nachteile zu vermeiden, führen viele Haushalte Konten bei verschiedenen Banken. Doch das ist umständlich. Zweckmäßig wäre eine Bankverbindung, die vielerlei Ansprüchen gerecht wird und wenig kostet.

Ein Hauptaugenmerk bei der Kontowahl liegt auf dem monatlichen Grundpreis. Statt alle vier Wochen sechs oder sieben Euro an die Bank zu zahlen, können Sie mit Internetbanking ordentlich sparen. Online-Konten von Direktbanken kosten häufig keinen Cent, etwa bei Comdirect, DKB Bank oder ING-Diba. 1822 Direkt verzichtet auf Gebühren sobald monatlich Geld eingeht. Das kann Gehalt, Rente oder Bafög sein. Preiswerte Girokonten bieten auch Sparda- und PSD-Banken. Die ehemalige Eisenbahner-Bank Sparda erlässt die Monatspauschale, wenn Gehalt oder Rente auf das Konto fließen - bei vielen PSD Banken ist es ähnlich.

Guthabenzinsen auf dem Girokonto immer seltener

Besonders attraktiv sind gebührenfreie Girokonten, die zusätzlich das Guthaben ihres Kontoinhabers verzinsen. Allerdings ist dies im aktuellen Zinstief immer seltener der Fall. Fast alle Banken haben ihre Zinsen fürs Girokonto auf Null gesenkt - das aktuelle Leitzins-Niveau der EZB. Eine Ausnahme bildet das 1/2/3-Konto der Santander Bank, das sich mit 0,1 Prozent verzinst.

Höhere Guthabenzinsen bietet die mit türkischen Wurzeln behaftete Ziraat Bank. Beim "Kombikonto" erhalten Sparer noch vergleichsweise überdurchschnittliche Guthabenzinsen von 0,2 Prozent. Das Konto ist ein Mix aus Giro- und Tagesgeldkonto. Kontoinhaber können alle herkömmlichen Funktionen eines Girokontos nutzen. Nachteil: Für die Bargeldversorgung stehen bundesweit nur zehn kostenlose Geldautomaten zur Verfügung, ansonsten fallen Gebühren der Fremdbank an.

Tagesgeldkonto und Girokonto kombinieren

Statt Guthaben auf Girokonten zu verzinsen offerieren immer mehr Banken höher verzinste Tagesgeldkonten. Überweisungen sind kinderleicht: Mit einem einfachen Mausklick oder per Dauerauftrag schieben Sie überschüssige Gelder vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto und zurück. So gewährt etwa DKB 0,2 Prozent Zinsgutschrift auf das als Anlagekonto geführte Kreditkarten-Konto. Audi- und Volkswagenbank schreiben ebenfalls 0,2 Prozent Zinsen für ihre Tagesgeldkonten gut.

Positiv: Kreditkarte und Partnerkarte gibt’s zum DKB Girokonto (Cash-Konto) kostenlos dazu. Auch die ING-Diba ermöglicht mit 0,75 Prozent Tagesgeldzinsen für Neukunden vorhandene Girokonto-Guthaben zu steigern. Noch etwas mehr, nämlich 0,8 Prozent, bietet Consorsbank seinen Neukunden. Die Zinsgarantie gilt immerhin für sechs Monate. Audi Bank und Volkswagen Bank direkt offerieren jeweils 0,4 Prozent Zinsen für vier Monate.

Ihr Vorteil: Tagesgeld ist flexibel und kann jederzeit auf das Girokonto zurücküberwiesen und abgehoben werden.

Biallo-Tipp:

Beim Girokonto sollten Sie auf viele weitere Bedingungen achten, etwa auf die Höhe der Dispozinsen oder die Anzahl gebührenfreier Geldautomaten. Der Girokontenvergleich auf biallo.de zeigt eine Vielzahl solcher Details und ermittelt die anfallenden Kosten.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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