Bei diesen Banken wird es richtig teuer

Girokonto Bei diesen Banken wird es richtig teuer

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
27.12.2016
Auf einen Blick
  • Finanzaufsicht Bafin erhält tausende Beschwerden von Bankkunden wegen Erhöhung von Kontogebühren.
  • Studie: Drei von vier Filialbanken haben 2016 die Preise für das Girokonto erhöht.
  • Für normale Dienstleistungen werden zunehmend Extragebühren berechnet.

 

 

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Auch in diesem Jahr hagelte es wieder Beschwerden von Bankkunden bei der Finanzaufsicht Bafin. Bis kurz vor Weihnachten registrierte die Bafin 3.950 Klagen über Kreditinstitute. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr. Auffällig ist jedoch, dass sich Verbraucher diesmal häufig über die Einführung von Kontoführungsgebühren für bislang kostenlose Girokonten beschwerten.

Miese Noten für Filialbanken

Laut einer aktuellen Studie des Finanzjournalisten Udo Keßler im Auftrag der Süddeutschen Zeitung erhöhten drei von vier Filialbanken 2016 die Gebühren. "Die Preise für das Girokonto sind innerhalb kurzer Zeit noch nie so stark gestiegen", betont Keßler. Der Studienautor nahm bundesweit 16 Banken mit flächendeckendem Filialnetz unter die Lupe, darunter die Sparkassen und Genossenschaftsbanken in den fünf größten Städten Deutschlands. Bei seinem Vergleich berücksichtigte Keßler die wichtigsten Kosten, die bei einem Girokonto üblicherweise entstehen: Dazu zählen neben der Grundgebühr auch die Gebühren für EC-Karte und Kreditkarte.

Ergebnis: Die Frankfurter Sparkasse, Hypovereinsbank und Postbank drehten am deutlichsten an der Gebührenschraube. Hier kostet das Girokonto mehr als dreimal so viel wie noch vor einem Jahr. Spitzenreiter ist die Hamburger Sparkasse, wo Bankkunden 202,80 Euro pro Jahr für ein Girokonto zahlen müssen.

Direktbanken sind am günstigsten

Dass es auch anders geht, zeigen die Direktbanken. So schneiden Comdirect, DKB, ING-Diba und Norisbank im Vergleich am besten ab. Hier gibt es das Girokonto noch zum Nulltarif, inklusive Girocard und Kreditkarte. Auch bei Santander und Sparda-Bank München sind diese Leistungen gratis. "Der Wechsel zu einem günstigen Anbieter hat sich noch nie so ausgezahlt wie heute", meint Keßler.

Darf es noch etwas kosten?

Auffallend ist, dass immer mehr Filialbanken Extragebühren erheben. So werden Dienstleistungen, die bislang zum normalen Service zählten, zunehmend gesondert berechnet. Kunden der Berliner Sparkasse, der Frankfurter Sparkasse sowie der Stadtsparkasse München müssen zum Beispiel für die Nutzung des Kontoauszugsdruckers bis zu 2,50 Euro berappen.

Auch der Gang zum Bankschalter kann teuer werden. Die Stadtsparkasse München verlangt pro Auszahlung am Schalter eine Extragebühr von 2,50 Euro. Bei der Targobank werden sogar 3,50 Euro fällig. Die Einrichtung eines Dauerauftrags durch einen Mitarbeiter kostet bei den genannten Geldhäusern jeweils zwischen 1,50 Euro und 3,50 Euro. Schnell könne damit ein scheinbar kostenloses Girokonto zur Gebührenfalle mutieren, warnt Keßler.

Biallo-Tipp

Ärgern Sie sich auch über eine Erhöhung der Kontogebühren bei Ihrer Filialbank? Mit einer Direktbank wie der ING-Diba oder DKB sparen Sie sich die Kontogebühren. Außerdem profitieren Sie von den günstigsten Dispozinsen am Markt. Noch nie war ein Girokonto-Wechsel so einfach wie heute.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de