Direktbanken gewinnen Marktanteile

Depot und Girokonto Direktbanken gewinnen Marktanteile

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
11.07.2017
Auf einen Blick
  • Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Investors Marketing werden die Direktbanken ihre Kundenreichweite bis 2020 um jährlich fünf Prozent steigern.

  • Vor allem in der Altersgruppe von 30 bis 45 Jahren erhalten die Online-Banken überdurchschnittlichen Kundenzuwachs.

  • Von 2010 bis 2016 stieg der Marktanteil der Direktbanken im Wertpapiergeschäft von acht auf 13 Prozent.

 

 

 

Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Die Direktbanken bleiben auf Wachstumskurs. Laut einer aktuellen Studie von Investors Marketing wird die Zahl der Direktbank-Kunden in den nächsten Jahren deutlich steigen. Und zwar von gut 18 Millionen im vergangenen Jahr auf bis zu 22 Millionen im Jahr 2020. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von fünf Prozent. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Kundenreichweite der Direktbanken fast verfünffacht.

"Die Direktbanken haben in den vergangenen Jahren stark in IT und Service investiert, Kosten gesenkt und die Abhängigkeit vom Einlagengeschäft verringert", erklärt Oliver Mihm, Vorstandsvorsitzender von Investors Marketing, den Kundenzulauf. "Ihre besondere Stärke ist dabei die konsequente Kundenzentrierung."

Sollen wir Sie weiter zum Thema Girokonto auf dem Laufenden halten? Dann abonnieren Sie einfach unseren kostenlosen Newsletter!

Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Hohe Gebühren schrecken Kunden ab

Ein Grund für das Wachstum ist sicher auch, dass viele Filialbanken zuletzt kräftig an der Gebührenschraube gedreht haben. Das habe den Direktbanken in die Hände gespielt, so Mihm. Denn bei den Marktführern ING-Diba (8,3 Millionen Kunden), DKB (3,5 Millionen Kunden) und Comdirect (2,1 Millionen Kunden) gibt es nach wie vor ein kostenloses Girokonto - Girocard und Kreditkarte inklusive. Zudem weisen die genannten Online-Banken die günstigsten Dispozinsen am Markt aus.

Biallo-Tipp

Auch wenn in den vergangenen Monaten viele Filialbanken die Gebühren für Kontoführung und Serviceleistungen erhöht haben, zeigt unser Produkttest Filial-Girokonto, dass es immer noch Filial-Girokonten gibt, die sehr günstig sind. Die bundesweite Studie von biallo.de umfasst die Daten von mehr als 1.400 Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Die Testsieger hat biallo.de mit einem Preis ausgezeichnet. 

Vor allem bei Berufseinsteigern und in der Altersgruppe von 30 bis 45 Jahren gewinnen die Direktbanken laut Investors Marketing überdurchschnittlich viele Kunden hinzu. So würden sich die jüngeren Leute wegen der gestiegenen Finanzbedürfnisse wie Bauen, Vorsorgen und Anlegen intensiver mit unterschiedlichen Angeboten auseinandersetzen. "Der Verlust dieser potenzialstarken Klientel ist besonders für Sparkassen und Genossenschaftsbanken schmerzhaft", sagt Mihm.

Depotgeschäft boomt

Ein starkes Wachstum zeigen die Direktbanken auch im Wertpapiergeschäft. Hier lag das Plus im vergangenen Jahr bei 16 Prozent, während der Gesamtmarkt lediglich mit fünf Prozent wuchs. Von 2010 bis 2016 stieg das Depotvolumen bei Direktbanken nach Berechnungen von Investors Marketing von 68 Milliarden Euro auf 125 Milliarden Euro. Der Marktanteil kletterte im selben Zeitraum von acht auf 13 Prozent.

Marktführer im Wertpapiergeschäft der Direktbanken ist die Consorsbank mit einem geschätzten Depotvolumen von 35 Milliarden Euro (Stand Ende 2016). Auf den weiteren Plätzen folgen ING-Diba mit 30 Milliarden Euro und Comdirect mit 25 Milliarden Euro, wobei hier die Übernahme der Onvista Bank (2,5 Milliarden Euro) noch nicht eingerechnet ist.

Sehen Sie auch folgendes Videointerview: "Die neue Bank hilft Ihnen beim Umzug"

Ihre Meinung ist uns wichtig
Sebastian Schick
Sebastian Schick
Redaktionsleitung
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de