Drei Alternativen zum teuren Girokonto

Gebührenwelle Drei Alternativen zum teuren Girokonto

Max Geißler
von Max Geißler
09.09.2016
Auf einen Blick

In den vergangenen Wochen haben viele Banken die Gebühren für Girokonten erhöht. Doch es gibt nach wie vor Gratis-Konten. Drei Möglichkeiten, wie Sie an ein kostenloses Konto kommen.

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Erhebt Ihre Bank Gebühren für Ihr Girokonto, sollten Sie sich nach gebührenfreien Alternativen umschauen. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten:

1. Kontomodell wechseln

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, ob es preiswertere Girokonten gibt. Häufig ermöglicht der Kontowechsel Einsparungen. So sind beispielsweise Girokonten mit Pauschaltarif in der Regel günstiger, als wenn jede Leistung (vor allem Überweisungen und Lastschriften) einzeln abgerechnet wird. Manchmal kann auch der Umstieg auf ein Girokonto mit Gehaltszwang Vorteile bringen, nämlich dann, wenn der geforderte Gehaltseingang unter Ihrem Nettoeinkommen liegt. Dann entfällt in der Regel die Kontoführungsgebühr.

2. Zu einer Direktbank mit Gratis-Girokonto wechseln

Offeriert Ihre Bank oder Sparkasse kein kostenloses Kontomodell, bleibt oft nur der Wechsel zu einer anderen Bank. Mit Gratis-Girokonten punkten vor allem Direktbanken. Hier einige Bespiele:

DKB: „Unser Girokonto ist und bleibt kostenlos.“ Dieses Versprechen gibt die DKB ihren Kunden. Weder für die Kontoführung noch für Kreditkarten oder Geldtransfers sollen künftig Gebühren anfallen. Positiv: Mit der Visacard kann man weiterhin weltweit in der Regel zum Nulltarif Bargeld ziehen und obendrein Guthabenzinsen kassieren.

ING-Diba: Gleiches Signal kommt von Deutschlands größter Direktbank: „Wir planen weder Gebühreneinführungen noch -erhöhungen“, sagt Banksprecher Alexander Baumgart. Neben Gratiskonto und kostenlosen Geldkarten profitieren Kontoinhaber von attraktiven Zinsen beim Tagesgeld und einem günstigen Dispokredit.

Consorsbank: Auch die Consorsbank verwöhnt ihre Kunden mit einem Gratis-Girokonto ohne Wenn und Aber. Keine Pflicht zum Gehaltseingang, keine Gebühren für Girocard und Visacard, kostenlos Bargeld an nahezu allen Geldautomaten in Deutschland und weltweit. Vorteil: Wenn das Konto als Gehaltskonto genutzt wird, spendiert die Consorsbank 50 Euro Prämie. Zudem winken bis zu 100 Euro Prämie, durch 10-Cent-Gutschrift bei fast jeder Kartenzahlung.

3. Kontomodelle kombinieren

Eine dritte Möglichkeit ist die Kombination der Vorteile von Online- und Offline-Konto. Das geht so: Sie suchen sich eine Filialbank, die noch ein kostenloses Girokonto im Angebot hat, zum Beispiel das "1/2/3 Girokonto" der Santander Bank, das "Giro Direkt" der PSD Banken oder das "Sparda-Giro" der Sparda-Banken. Dabei werden Sie allerdings schnell feststellen, dass es sich hierbei um online geführte Girokonten handelt. Sie dürfen in diesem Fall also keine Angst vor Internetbanking haben.

Wenn das für Sie, wie für Millionen andere Deutsche, kein Problem ist, dann haben Sie eine elegante Mischlösung gefunden. Denn trotz Onlinekonto können Sie den Service der Filiale nutzen: Beratung, Betreuung, Kontoeröffnung und Transaktionen am Bankschalter stehen Ihnen uneingeschränkt offen. Allerdings sollten Sie vorab die Gebührentabelle studieren. Häufig sind zwar Beratung und Kontoeröffnung kostenlos, gebührenfreie Geldtransfers gibt es für Onlinekonten aber nur via Internet.

Mein Tipp: Wirbt eine Bank mit einem Gratis-Girokonto, sollten Sie genau hinsehen. Denn nicht immer ist gebührenfrei, wo kostenlos drauf steht. Manches Geldhaus versucht ein wenig zu tricksen. „Verbraucher haben es zunehmend schwer, die komplexen Gebühren zu durchschauen“, kritisiert Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Wenn etwa die zum Konto gehörende Bankkarte Geld kostet oder die Kontogebühr erst ab einem bestimmten Geldeingang entfällt, dann sei das Girokonto eben nicht kostenlos.

Möchten Sie mehr erfahren? In unserem kostenlosen sechsseitigen Dossier informieren wir Sie ausführlich zur aktuellen Gebührenwelle bei Girokonten und kostenlosen Alternativen bei Direkt- und Filialbanken.

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Ertrag pro Jahr
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Guthabenzinsen
 
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Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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