Erste Sparda-Bank ist jetzt bundesweit auf Kundensuche

Genossenschaftsbanken Erste Sparda-Bank ist jetzt bundesweit auf Kundensuche

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
11.05.2017
Auf einen Blick
  • Als erste Sparda-Bank kippt der Ableger aus Baden-Württemberg das Regionalprinzip.

  • Die Stuttgarter suchen ihre Kunden jetzt in ganz Deutschland - als Direktbank mit kostenlosem Girokonto.
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Das genossenschaftliche Bankensystem ist eigentlich ganz einfach. Bürger beteiligen sich an ihrer Bank – werden Genossen – und erhalten dafür eine jährliche Gewinnbeteiligung. Alles bleibt dabei in der Region. Denn das Regionalprinzip besagt: Die einzelnen Genossenschaftsbanken treten als regionale Institute auf, deren Kunden stammen ebenfalls aus der Region. Das gilt jetzt nicht mehr uneingeschränkt. Denn nachdem bereits im Sommer 2015 die PSD-Bank Niederbayern-Oberpfalz ausscherte, folgt jetzt die Sparda-Bank Baden-Württemberg. Die Stuttgarter suchen ihre Kunden künftig bundesweit.

Wieso wird die Sparda-Bank Baden-Württemberg bundesweit geöffnet?

"Es gibt Veränderungen im Verhalten von Menschen, was Banking angeht, aber auch was berufliche Entwicklungen angeht. Die Menschen werden immer mobiler. Sie ziehen aus Baden-Württemberg weg und wollen trotzdem noch von uns betreut werden. Gleichzeitig informieren sich Menschen immer mehr digital über Angebote und Dienstleistungen. Diese Kunden können wir nun über die digitalen Wege betreuen", sagt Martin Hettich, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Baden-Württemberg.

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Kostenloses Girokonto als Teil des Geschäftsmodells

Das Institut sieht sich selbst als "Direktbank mit Filialen". Das soll sich auch in den Konditionen niederschlagen. "Unsere Kunden und Mitglieder werden weiterhin die gute Beratung und die attraktiven Konditionen erwarten können. Auch das gebührenfreie Girokonto ist eine wichtige monetäre Förderung unserer Mitglieder. Es wird weiterhin Kern unseres Geschäftsmodells bleiben", so Hettich gegenüber biallo.de. Gerade in Zeiten von Kontoführungsgebühren und Abhebegebühren von Sparkassen und VR-Banken ist das eine bemerkenswert klare Aussage für Verbraucher.

Vorreiter aus Bayern

Bereits am 22. Juni 2015 beschloss die ebenfalls genossenschaftlich organisierte PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz, bundesweit aktiv zu werden. Wirklich begeistert dürften die anderen Genossenschaftsbanken damals wie heute nicht gewesen sein, war es doch Jahrzehnte bequem, der lokale Platzhirsch zu sein. Die Bank trat dann auch prompt aus dem Verband der PSD Banken aus. In der Öffentlichkeit firmiert das Geldhaus seither als "Meine Bank". Übrigens: Für Kunden stehen weiterhin rund 19.200 kostenlose genossenschaftliche Geldautomaten zur Verfügung.

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
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6,90%
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6,50%
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Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €

Öffnen sich bald die nächsten regionalen Institute?

Zwar bleibe Baden-Württemberg das Kerngeschäftsgebiet der Sparda-Bank Baden-Württemberg, man wolle aber künftig keine Kunde mehr ablehnen, die über digitale Wege zur Bank finden oder aufgrund beruflicher Änderungen aus Baden-Württemberg weggezogen sind. Hettich sieht bereits eine Aufweichung des Prinzips Regionalbank: "Sicherlich werden in einer vernetzten, digitalen Welt aber noch einige Genossenschaftsbanken die Grenzen ihres Geschäftsgebietes lockern." Man darf also gespannt sein, was sich hier in den nächsten Jahren tut.

Lese-Tipp:

Dass sich Sparda-Banken zum Wohl Ihrer Kunden etwas einfallen lassen, haben wir jüngst auch an den Beispielen Sparda-Bank Nürnberg und Augsburg gesehen - Sparkasse, so wird es gemacht.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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