Foto-App fürs Girokonto Bezahlen per Fotoklick

Max Geißler
von Max Geißler
24.09.2016
Auf einen Blick

Apps für Smartphone und Tablet machen das Girokonto mobil und die Kontoführung zum Kinderspiel. Die neue Foto-App vereinfacht das Bezahlen.

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Ob nach dem Zahnarztbesuch oder nach Handwerkerarbeiten – ein Großteil der Rechnungen kommt heute noch per Post. Für das Online-Banking heißt das, Sie müssen lange Rechnungs- und IBAN-Nummern in die Überweisungsmaske eintippen. Das ist nicht nur mühevoll, sondern auch fehleranfällig. Findige Software-Entwickler schieben Tippfehlern nun einen Riegel vor: Foto-Apps übernehmen alle Rechnungsdaten in Sekundenschnelle und erledigen die Überweisung. Die praktischen Apps gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS, viele sind zudem für Windows Phone und Black Berry erhältlich. Allerdings ist die innovative Technik noch nicht bei jeder Bank verfügbar.

SmartPay App von Comdirect

Ein Vorreiter in Sachen Foto-App ist die Quickborner Internetbank Comdirect. Die sogenannte smartPay App erledigt als eigenständiges Programm das Überweisen und Bezahlen in nur drei Schritten: Rechnung mit dem Handy abfotografieren, die erfassten Daten prüfen und eine TAN-Nummer zur Authentifizierung eintippen. Jetzt fix die Rechnung freigeben und die Sache ist erledigt. Empfängerdaten, Kontonummern, Kundennummern oder Rechnungsbeträgen müssen Sie nicht mehr eingeben – das übernimmt die App. "Unser Anspruch ist es, unseren Kunden intelligente Lösungen anzubieten, die das Leben leichter machen", erklärt Sven Deglow von Comdirect. Neben der neuen Foto-App bietet die klassische Banking-App von Comdirect einen weiteren, echten Zusatznutzen: Das Programm erlaubt die Verwaltung von Girokonten fremder Banken. 

Foto-App von der ING-Diba

Auch bei der ING-Diba finden Sie eine kostenlose Foto-App. Im Unterschied zu Comdirect ist das Programm in die Überweisungsmaske der klassischen Banking-App integriert. Rufen Sie die Überweisungsmaske auf, erscheint ein Button "Fotografieren". Das weitere Procedere ist simpel: Man legt die Rechnung oder den Überweisungsträger auf einen dunklen Hintergrund und hält das Smartphone waagerecht darüber. Ist das Dokument vollständig erfasst, halten Sie das Handy still und die Kamera löst automatisch aus. Die Foto-App übernimmt anschließend alle relevanten Zahlungsdaten in die Überweisungsmaske. Als Kontoinhaber müssen Sie nur noch fix die Daten prüfen und die Überweisung per TAN freigeben. Nachteil: Mit der Banking-App der ING-Diba kann man nur hauseigene Konten verwalten, keine Fremdkonten.

Mobil Banking App der Commerzbank

Flexibel mit dem Smartphone Bankgeschäfte erledigen, das können Sie auch mit der Banking-App der Commerzbank. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre Konten, Depots und Kreditkarten zum Online-Banking angemeldet haben. Wie bei jeder Banking-App kann man Kontoumsätze einsehen, Wertpapiergeschäfte durchführen und auf sein Online-Postfach zugreifen. Positiv: Die Commerzbank App ermöglicht ebenfalls die praktische Fotoüberweisung. Dazu klicken Sie in der Überweisungsmaske der App auf den Button "Fotoüberweisung". Die App aktiviert die Kamera des Handys. Anschließend hält man das Smartphone über die Rechnung, wartet bis die Kamera auslöst und sich die Überweisungsmaske automatisch ausfüllt. Dann prüfen Sie nur noch die erfassten Daten und bestätigen die Überweisung. Übrigens: Das funktioniert auch mit QR-Codes. Einfach QR-Code scannen, Daten prüfen, freigeben.


Sparkassen App

Sparkassen-Kunden stehen ebenfalls Apps für mobile Kontoführung, Wertpapiergeschäfte und Geldtransfers zur Verfügung. Die kostenlose Sparkassen App verwaltet aber nur eigene Konten, Kreditkartenkonten und Depots. Die Sparkassen bieten allerdings mit der App Sparkasse+ die Möglichkeit, fremde Konten und Depots in die App zu integrieren und mit zu verwalten. Das Programm ist allerdings nicht gratis, es kostet 99 Cent. Die praktische Fotoüberweisung ist in beiden Fällen noch nicht möglich, hier muss die Sparkasse noch nachziehen. Funktionstüchtig ist jedoch bereits das Einladen von Dokumenten. So kann man ähnlich wie bei Banking Apps anderer Geldhäuser Rechnungen abfotografieren und an die getätigte Überweisung anhängen bzw. im System ablegen. So haben Sie Quittungen und Belege immer griffbereit.
 

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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