Girokonto mit Werten

Konto Girokonto mit Werten

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
23.08.2017
Auf einen Blick
  • Kirchliche und ethisch-moralische Banken bieten günstige Girokonten an.

  • So gibt es etwa bei der Bank im Bistum Essen und der Evangelischen Bank gebührenfreie Online-Konten mit niedrigem Dispo.
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Sie möchten ein günstiges Girokonto führen, gleichzeitig sind Ihnen gewisse moralische Werte wichtig? Der erste Reflex: So etwas gibt es nicht. Doch, das gibt es sehr wohl, aber nicht jede alternative Bank bietet ein günstiges Online-Girokonto an. Grundsätzlich lassen sich zwei Typen ausmachen. Zum einen gibt es Banken, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, nach ethisch-moralischen Gesichtspunkten bzw. im Sinne des Umweltschutzes zu handeln. Zum anderen gibt es eine Reihe kirchlicher Banken.

Für christliche Kunden

Sehen wir uns zunächst die kirchlichen Banken an. Besonders positiv fallen hier zwei Anbieter auf. Die Bank im Bistum Essen verlangt für ihr Online-Girokonto keine monatliche Gebühr. Der Dispozins liegt mit 6,92 Prozent sogar im Bereich günstiger Direktbanken. Das Girokonto kann übrigens jeder führen, Sie müssen dazu nicht Kirchenmitglied sein. Für mobile TANs fallen keine Gebühren an. Doch wie komme ich nun an mein Geld? Kunden können die rund 19.600 Bankautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Bank) nutzen.

Ebenfalls eine gute Wahl für christlich-orientierte Verbraucher kann die Evangelische Bank sein. Kontoführungsgebühr für die Online-Variante: Fehlanzeige. Der Dispo ist mit sieben Prozent fast gleich hoch und auch für die mobile TAN fallen keine Gebühren an. Die Girokarte kostet allerdings im Gegensatz zur Bank im Bistum Essen etwas. Sie schlägt mit jährlich sechs Euro zu Buche. Dafür ist allerdings die Kreditkarte mit 20 Euro um fünf Euro günstiger. Als Anlaufstellen für die kostenlose Bargeldversorgung stehen ebenfalls die Automaten der VR-Banken parat.

Insgesamt sind die beiden Online-Konten nahezu identisch und zählen zu den günstigsten kirchlichen Bankverbindungen. Die Bank für Kirche und Caritas bietet zwar auf den ersten Blick vergleichbar gute Konditionen, doch dieser Anbieter ist genauso wie die DKM Darlehenskasse Münster nur für Mitarbeiter kirchlich-karitativer Einrichtungen geöffnet.

Es geht aber auch teurer. So muss, wer sich für das Girokonto der Bank für Ordern und Mission entscheidet, im Monat fünf Euro bezahlen. Ein zweistelliger Prozentsatz für den Dispo scheint nicht zeitgemäß.

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Ethisch-moralische Banken

Sie wollen, dass Ihr Geld fair angelegt wird – und das zu vernünftigen Konditionen für sich selbst? Ein günstiges Ethik-Girokonto gibt es etwa bei der Evenord-Bank. Die monatliche Gebühr für das Online-Konto liegt bei 2,50 Euro. Die Bank verspricht, Ihren Kunden nichts Unnötiges aufzuschwatzen und nach gesellschaftlichen und ökologischen Kriterien zu handeln. Die Bargeldversorgung erfolgt auch hier über die VR-Banken.

Bei der GLS-Bank geht man noch einen Schritt weiter. Bereits bei der Kontoeröffnung können Kunden angeben, wofür ihre Einlage verwendet werden soll. Daneben bieten die Bochumer sogenannte Crowdfunding-Projekte an. Das heißt, Kunden können direkt Geld in ein bestimmtes Vorhaben investieren und wissen dann ganz genau, was mit ihren Ersparnissen passiert. "Aber auch hier können interessante Renditen von beispielsweise vier Prozent entstehen. Ab einer Anlagesumme von 250 Euro kann man mitmachen", sagt Thomas Jorberg, Chef der GLS Bank. Vorsicht: Investieren Sie aber nur mit Beträgen, die Sie notfalls verschmerzen können. Denn solche Geldanlagen sind sehr riskant.

Zurück zum Girokonto: Beim günstigsten Modell fallen monatlich 3,80 Euro Kontoführungsgebühr plus fünf Euro GLS Beitrag (für Kunden ab 28 Jahre) an. Bis 10.000 Euro fällt kein Dispo an. Die Bargeldversorgung läuft über die VR-Banken.

Biallo-Tipp

Es gibt sehr wohl alternative Banken mit attraktiven Konditionen bzw. mit Gebühren, die vergleichbar sind mit konventionellen Banken. Für wen der Preis das wichtigste Kriterium ist, fährt mit Direktbanken wie DKB, ING-Diba oder Consorsbank günstiger.

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
0,00
6,90%
0,00
2.
0,00
6,99%
0,00
3.
 0,00
7,43%
0,00
Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de