Dispo runter, Gebühren rauf

GLS Bank Dispo runter, Gebühren rauf

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
19.12.2016
Auf einen Blick
  • Die GLS Bank verzichtet bis 10.000 Euro auf den Dispozins.
  • Für das Girokonto fallen jedoch ab 2017 Hammer-Gebühren an.
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Sie kennen vielleicht den Spruch: Am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig. Für Verbraucher, die regelmäßig zum Monatsende ihr Konto überziehen, bietet die GLS Bank ein interessantes Angebot – auf den ersten Blick. Wer bis 10.000 Euro in die Miesen rutscht, zahlt nichts. Damit gibt die Öko-Bank die Folgen der expansiven Notenbank-Politik an ihre Kundschaft weiter. Das Motto der Bochumer lautet schließlich: „Geld ist für die Menschen da“. Und nicht für die Banken, möchte man vielleicht ergänzen. Doch ganz so konsequent scheint das Bankhaus den eigenen Leitspruch nicht zu verfolgen.

Hammer-Gebühren für das Girokonto

Während etliche Banken weiterhin kostenlose Girokonten anbieten, bittet die GLS Bank ihre Kunden zur Kasse. Beim günstigsten Modell beträgt die Kontoführung 3,80 Euro im Monat. Damit aber nicht genug: Zum 1. Januar 2017 wird es mehr als doppelt so teuer. Ab dann kommen monatlich fünf Euro oben drauf, der sogenannte GLS-Beitrag. Die Mitglieder der Bank haben sich mehrheitlich für die Einführung ausgesprochen. Mit diesem Beitrag möchte das Institut sicherstellen, eine transparente, sozial-ökologische Bank mit wertebasiertem Geschäft zu bleiben, heißt es. „Dazu gehört, dass sich unsere Beraterinnen und Berater jedem Anliegen offen widmen. Denn sie arbeiten ohne Verkaufsdruck und erhalten keine Provision. Das macht Beratung erst fair“, sagt Vorstandssprecher Thomas Jorberg.

Doch welche Mehrbelastungen kommen auf Kunden zu? Die Kosten des Standardgirokontos „GLS Privatgirokonto“ belaufen sich dann auf 8,80 Euro im Monat, 105,60 Euro im Jahr.

Für das Premium-Modell „GLS Konto Plus“ kommen dann zu den bisherigen 14,50 Euro im Monat ebenfalls weitere fünf Euro hinzu. Das wären im Jahr stolze 234 Euro. Für die Kreditkarte fallen übrigens für beide Kontomodelle in der Standardvariante 30 Euro jährliche Gebühr an.

Tipp: Bei derart hohen Gebühren für ein Girokonto ist das „0-Prozent-Dispo“-Angebot für die allermeisten Kunden nicht interessant. Suchen Sie sich besser ein gebührenfreies Girokonto, mit kostenloser Kreditkarte und – sofern Sie hin und wieder Ihr Konto überziehen - günstigen Dispozinsen. Ein Girokonto-Wechsel ist seit einigen Wochen ganz leicht.

Attraktive Girokonten:

3
 
Anbieter
Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +2,25 €
8,99%
 0,3%
2.
 +1,50 €
6,90%
 bis 0,2%
 +1,50 €
6,99%
 bis 0,2%
Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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