Digitale Überweisungen

Onlinebanking wird sicherer und aufwändiger

Update: 22.06.2019
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Auf einen Blick
  • Ab 14. September gelten neue Regel beim digitalen Zahlungsverkehr. Basis dafür ist die europäische Zahlungsdiensterichtlinie PSD2.

  • Verbraucher müssen sich unter anderem beim Onlinebanking mit mindestens zwei verschiedenen "Faktoren" authentifizieren. 
Doppelt hält besser: Verbraucher müssen sich beim Onlinebanking künftig mit zwei "Faktoren" authentifizieren.
mirtmirt/Shutterstock.com

Viel Zeit bleibt nicht mehr. Am 14. September treten weitere Regelungen der Zweiten Europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) in Kraft. Banken bereiten sich schon seit Längerem vor und passen etwa ihre Technik an. Nun konkretisiert sich, was die rechtlichen Änderungen für Kunden im Alltag bedeuten.

PSD2 soll den digitalen Zahlungsverkehr sicherer machen, dazu nimmt der Gesetzgeber auch die Verbraucher in die Pflicht. Für sie wird Onlinebanking und das Einkaufen im Netz komplizierter als bisher. Darüber hinaus haben ab Herbst nicht nur Banken, sondern auch andere Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen Zugang zu Kontoinformationen ihrer Kunden. Das sind die wichtigsten Änderungen:

Authentifizierung mit zwei Faktoren

Kunden müssen sich in Zukunft mit mindestens zwei verschiedenen "Faktoren" authentifizieren, Experten sprechen von "starker Kundenauthentifizierung". Grundsätzlich unterschieden werden drei Arten von Faktoren: zum einen biometrische Merkmale wie etwa den Fingerabdruck, zum anderen kundenspezifische Daten wie die PIN sowie als Drittes Dinge, die der Kunde besitzt, zum Beispiel das Smartphone oder die Kreditkarte.

Die Zwei-Faktoren-Regel gilt nicht nur bei Transaktionen. Sie erstreckt sich auch auf das Login zum Onlinebanking. Neben Benutzerkennung und PIN kann zukünftig eine Transaktionsnummer (TAN) erforderlich sein. Banken können beim Login zeitweilig von der Abfrage eines zweiten Faktors absehen, der Gesetzgeber verlangt jedoch, dass sie spätestens alle 90 Tage erfolgt.

Wie der Bundesverband deutscher Banken betont, kann es auch "vereinzelte Ausnahmen" bei Überweisungen geben. Beispielsweise wenn es sich um "kleine oder wiederkehrende Beträge" handelt.

Smartphone: Solche Geräte sind weiterhin kein Muss. Als Alternative gibt es "Generator-Lösungen" und mobile Lesegeräte von Banken. Zur Auswahl stehen Verfahren wie ChipTAN, SmartTAN oder PhotoTAN.

Transaktionsaktionsbindung: Wird eine TAN generiert, ist sie allein für diese Transaktion nutzbar. TAN- und iTAN-Listen sind nicht mehr erlaubt – diese vorab erzeugten Nummern sind nicht mit einer bestimmten Überweisung verknüpft gewesen.

Lesen Sie auch: Abschied von der iTAN-Liste - was sind die Alternativen?

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Anbieter
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Dispozinsen
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Girocard
 
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Sofortdispo 6,74%
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Sofortdispo 6,99%
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ING
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Sofortdispo 7,25%
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Kontoinformationen für Drittanbieter

Banken müssen ab 14. September anderen Unternehmen Einblick auf Konten einräumen, zum Beispiel wenn diese die Kreditwürdigkeit überprüfen wollen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass der Kunde dem vorher zustimmt. Auch diese Zustimmung setzt eine doppelte Authentifizierung voraus. Wer sein Konto für einen Drittanbieter öffnet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser alle Transaktionen der zurückliegenden 90 Tage durchforsten kann.

Lesen Sie auch: PSD2 - ist der gläserne Bankkunde bald Realität?

Drittanbieter sind nach der PSD2-Richtlinie sogenannte "Zahlungsauslösedienste", Kontoinformationsdienste und kartenausgebende Dienstleister. Ob ein Drittanbieter gesetzlich anerkannt ist und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kontrolliert wird, darüber können sich Verbraucher im Internet informieren. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde und die Bafin veröffentlichen entsprechende Listen.

Einkauf mit Girocard

An der Kasse im Supermarkt oder Discounter bleibt alles beim alten. Karte und PIN sind zwei Faktoren. Anders ist das bei Kartenzahlungen übers Internet oder Bezahldiensten wie Paypal. Auch in solchen Fällen müssen sich Kunden künftig mit einem zweiten Faktor authentifizieren.




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