Preissteigerungen auf breiter Front bei Girokonten

Konten und Karten Preissteigerungen auf breiter Front bei Girokonten

Horst Biallo
von Horst Biallo
20.04.2018
Auf einen Blick
  • Viele Geldhäuser schrauben ordentlich an der Gebührenschraube und heben die Monatspauschalen für ihre Girokonten an. 

  • Nichtsdestotrotz gibt es immer noch 32 kostenlose Girokonten.
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Dass die Sparkasse Bremen die Kontoführungsgebühren um 67 Prozent  erhöht, ruft Verbraucherschützerin Annabel Oelmann, Vorstand der dortigen Verbraucherzentrale auf, den Plan. Sie kritisiert, "dass die neuen Konten und Preise nicht transparent kommuniziert wurden und in einem Werbeschreiben versteckt wurden". Um Buchungskosten zu vermeiden, muss der Kunde statt 4,90 Euro im Monat 8,00 Euro für das Konto zahlen.

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Verärgerte Kunden, die noch eine Bank vor Ort mit einer hohen Filialdichte haben wollen, haben es in Bremen schwer, an ein günstigeres Kontomodell zu kommen. Denn ein vergleichbares Konto, bei dem man nicht für jede einzelne Buchung extra zahlt, kostet bei der Bremischen Volksbank 9,90 Euro im Monat, in der Premium-Version sogar 11,90 Euro. Und die überregionalen Banken?

Banken drehen reihenweise an der Gebührenschraube

Auch mit denen wird es schwer. Denn Commerzbank und Deutsche Bank heben Ihre Monatspauschalen an. Der Branchenprimus verteuert zum 1. Juli dieses Jahres den Preis für das Aktiv-Konto von 4,99 Euro auf 5,90 Euro und jenen für das Best-Konto von 9,99 Euro auf 11,90 Euro im Monat. Schon einen Monat früher schlägt die Commerzbank zu. Deren Premiumkonto wird um 30 Prozent teurer und steigt auf monatlich 12,90 Euro statt 9,90 Euro.

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
0,00
6,90%
0,00
2.
0,00
6,99%
0,00
3.
 0,00
7,43%
0,00
Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €

Nachdem die Hamburger Sparkasse die Preise bereits im vorigen Jahr angehoben hat, bleiben im Norden als Filialbanken mit günstigen Konten nur noch die Sparda-Bank Hamburg und die PSD Bank Nord übrig, die beide keine monatliche Grundgebühr in Rechnung stellen. Die Sparda-Bank erwartet dafür einen regelmäßigen monatlichen Geldeingang in unbestimmter Höhe, während ihre Kollegen von der PSD Bank Nord einen Geldeingang von monatlich 1.000 Euro verlangen. Ansonsten nehmen sie 4,90 Euro Gebühren im Monat.

Nachdem die PSD Bank Rhein-Neckar Saar als erste PSD Bank eine Kontoführungsgebühr von 2,50 Euro eingeführt hat, nimmt mittlerweile die Sparda-Bank West mit Hauptsitz in Düsseldorf den gleichen Betrag ab 1. Juli. Sie ist die nun das dritte Geldhaus dieser Bankengruppe nach Berlin und Münster.

Trotz aller Unkenrufe: Es gibt Deutschlandweit immer noch 32 kostenlose Girokonten. Das heißt: Konten, bei denen keine monatliche Grundgebühr anfällt, aber auch kein Geld für Überweisungen und Girokarte verlangt wird. Und die Bank fordert auch keinen bestimmten Betrag für den Geldeingang.

Biallo-Lesetipp

Die Redaktion von biallo.de hat den umfangreichsten Girokonto-Test in Deutschland durchgeführt. Das Datenmaterial von gut 1.400 Banken und Sparkassen fördert Überraschendes zutage. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag: Deutschlands größter Girokonto-Test.

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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de