Supermärkte wandeln sich zur Bank

Bargeld abheben Supermärkte wandeln sich zur Bank

Max Geißler
von Max Geißler
10.03.2017
Auf einen Blick
  • Wer Bargeld will, muss nicht zwangsläufig zum Geldautomaten gehen.

  • Supermärkte bieten ebenfalls diesen Service, mittlerweile auch Aldi Süd.
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Frohe Nachricht für Verbraucher: Die lästige Suche nach gebührenfreien Bankautomaten zum Geldabheben hat ein Ende. Aufgeklärte Verbraucher holen Bargeld beim Discounter um die Ecke ab. Das geht inzwischen bei fast allen Supermärkten. Neben Rewe-, Penny- und Nettomärkten zahlen auch Real, Edeka, Aldi-Süd sowie die Baumärkte Toom und Obi Bargeld aus.

Das Bargeldziehen funktioniert genauso wie das Bezahlen mit Bankkarte – nur umgekehrt. Alles, was Sie brauchen, ist Ihre Girocard und die Geheimnummer. Stecken Sie die Girocard in das Lesegerät, tippen die PIN-Nummer ein und sagen dem Kassierer, wie viel Bargeld Sie haben möchten. Bis zu 200 Euro händigen die Märkte aus. Die Discounter erhoffen sich von der neuen Dienstleistung zweierlei: Weniger Bargeld am Abend in der Kasse und mehr Umsatz. Schließlich erledigen viele Kunden ihre Einkäufe gleich mit. Der Bargeldservice ist für Verbraucher gebührenfrei, umsonst ist er allerdings nicht. Als Gegenleistung müssen Sie für mindestens 20 Euro einkaufen.

Fast alle Banken nehmen inzwischen teil

Bargeld beim Discounter – das war anfänglich eine Idee der Direktbanken. Sie wollten damit Engpässen bei der Bargeldversorgung begegnen. Inzwischen spielt es keine Rolle mehr, mit welcher Bankkarte man sich Geld auszahlen lässt. Auch wenn sich das neue Verfahren noch nicht bei jeder Sparkasse herumgesprochen hat, alle Geldhäuser die am deutschen Girocard-System teilnehmen, sind jetzt dabei, wie Alexander von Schmettow vom Sparkassen und Giroverband gegenüber biallo.de bestätigt: "Wenn Rahmenvereinbarungen mit dem Girocard-System abgeschlossen werden, dann gelten diese bundesweit einheitlich für alle am System teilnehmenden Institute der Deutschen Kreditwirtschaft."

3
 
Anbieter
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Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
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6,90%
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6,99%
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7,43%
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Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €

Bargeld jetzt auch an der Tanke

Cash gibt’s nicht nur im Supermarkt. Auch Shell hat sich dem Girocard-System angeschlossen und zahlt an den Kassen seiner 1.300 Tankstellen hierzulande Bargeld aus. Dazu müssen Autofahrer noch nicht einmal Zigaretten oder eine Cola kaufen und auch nicht tanken. "Cash gibt’s auch ohne Umsatz", bestätigt ein Tankstellenmitarbeiter. Fein raus sind Bankkunden der sogenannten Cashgroup. Hierzu gehören Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank, Postbank sowie die Direktbanken Comdirect und Norisbank. Sie erhalten Bargeld an der Tanke zum Nulltarif. Alle anderen Banken berechnen dafür 3,95 Euro je Abhebung.

Bargeld mit dem Handy

Der neueste Schrei dürfte alle Handy-Fans erfreuen. Denn das Geldziehen im Supermarkt funktioniert seit kurzem auch mit dem Smartphone. Dazu benötigt man eine spezielle App seiner Bank. Gibt man den gewünschten Betrag in die App ein, verpackt diese die Information in einen Strichcode. Wird das Handy anschließend über den Kassenscanner gezogen, bucht das Programm den Betrag vom Girokonto ab und der Kassierer zahlt das Geld aus. Auch hierbei liegt die Obergrenze für Bargeld bei 200 Euro. Vorreiter ist die Berliner DKB. Deren Kunden können das Scannerverfahren bereits in mehr als 6.000 Läden bundesweit nutzen.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de