Tauschen, Teilen, Mieten: Mit geteiltem Eigentum sparen

Sharing Economy Tauschen, Teilen, Mieten: Mit geteiltem Eigentum sparen

Caroline Benzel
von Caroline Benzel
04.12.2017
Auf einen Blick
  • Diverse Unternehmen bietenCarsharingbundesweit an. Die größten Anbieter sind Daimlers Car2Go, BMW-Tochter Drive Now und der zur Deutschen Bahn gehörige Flinkster.

  • Eine interessante Alternative zu den großen Anbietern ist das Carsharing mit Privatpersonen. 

  • Das Teilen von Häusern und Wohnungen ist eine interessante Möglichkeit, günstig Ferien an Orten zu verbringen, die man sich sonst nicht leisten kann.

  • Das neue Smartphone, die tolle Digitalkamera oder die rasanteste Flugdrohne kann man kaufen, oder auch einfach nur einige Monate mieten.

  • Eltern kennen das Problem. Spielzeug und Kinderkleidung sind teuer und werden dann nur Wochen oder Monate benutzt. Bei hochwertigem Spielzeug und teurer Markenkleidung ist Mieten eine gute Alternative.
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Dinge in der Gemeinschaft zu teilen und Tauschhandel mit Waren und Dienstleistungen zu betreiben, ist beileibe kein neues Konzept. Doch durch die Möglichkeiten des Internets und die Verbreitung von Smartphones hat sich das Tauschen, Teilen und Mieten zu einem eigenen Geschäftszweig entwickelt.

Die sogenannte Sharing Economy, die Wirtschaft des Teilens, bringt immer neue Angebote hervor, über die Menschen ihre Besitztümer oder ihre Dienstleistungen gegen Geld anbieten können. Der umstrittene Taxi-Konkurrent Uber gehört dazu genauso, wie das Mietportal Airbnb oder die Leihbörse leihdirwas.de.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie selbst eine Wohnung, ein Haus, Werkzeug oder ein Auto mieten oder vermieten wollen, sollten Sie sich die verschiedenen Anbieter am Markt genau anschauen. Achten Sie vor allem auch auf alle Fragen rund um das Thema Sicherheit und Versicherung. Preislich sind die Angebote privater Nutzer nicht unbedingt günstiger als von Unternehmen.

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Autos und Räder teilen

Ein Auto zu leasen oder zu kaufen, ist eine teure Angelegenheit. Zumal zum Anschaffungspreis noch Kosten für Versicherung, Reparaturen, Wartung und Kraftstoff hinzukommen. Gerade wenn ein Auto nicht täglich in Bewegung ist, kann es sich lohnen, ab und zu ein Auto zu mieten oder Carsharing-Angebote zu nutzen.

Carsharing mit einem Anbieter

Egal wie praktisch Carsharing auch sein mag - es lohnt sich natürlich nur, wenn es auch genug Anbieter und Fahrzeuge in der gewünschten Region gibt. Naturgemäß konzentrieren sich die großen Carsharing-Anbieter auf Städte und Ballungsräume wie München, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf oder Köln. Aber auch in Freiburg, Hannover und Stuttgart sind Carsharing-Anbieter auf dem Markt.

Selbst in ländlichen Regionen finden sich Carsharing-Konzepte, diese werden dann aber oft von lokalen Unternehmen oder der Kommune selbst organisiert. Wenn Sie sich für Carsharing interessieren, sollten Sie deshalb zunächst herausfinden, welche Anbieter es bei Ihnen in der Nähe oder den gewünschten Reiseregionen gibt.

Grundsätzlich gibt es drei Arten des Carsharings:

  1. Mit festen Stationen, zu denen die Autos gebracht und abgeholt werden. Bahn-Tochter Flinkster arbeitet mit diesem System und bundesweit 1700 Stationen.

  2. Mit freiem Parken innerhalb des Geschäftsgebietes – der Standort der Fahrzeuge ist per App ersichtlich. Das ist vor allem auch für spontane Fahrten praktisch. So funktioniert das Carsharing bei DriveNow und Car2Go.

  3. Von Privat; die Vermittlung läuft über diverse Plattformen.

Wichtig beim Carsharing: Es funktioniert in der Regel nach einer anderen Preislogik, als zum Beispiel das Anmieten eines Autos. Während Mietwagenanbieter Tages- oder Wochenpreise aufrufen, zahlen Carsharing-Nutzer in der Regel pro Minute oder Stunde.

Beispiel Daimler-Tochter Car2Go: Der Minutenpreis bewegt sich je nach gewähltem Fahrzeug zwischen 26 und 34 Cent pro Minute. Ein Smart kostet im Zwei-Stunden-Paket 17,90 Euro, für 24 Stunden 79 Euro. Für das Abholen und Abgeben des Fahrzeugs am Flughafen gibt es einen Aufschlag von jeweils 5,90 Euro, in München sogar zwölf Euro. Sprich: Carsharing lohnt sich preislich wirklich nur für kurze Stadtfahrten.

Bei BMW-Tochter DriveNow zahlen Kunden je nach Fahrzeit und Tarif 33 Cent oder 36 Cent pro Minute. Das Gute bei beiden Anbietern: Kunden müssen innerhalb des Geschäftsgebietes keine Parkgebühren bezahlen. Die sind im Preis enthalten und kämen bei einem Mietwagen beispielsweise noch oben drauf. Gerade in Städten wie München oder Berlin können alleine die Parkgebühren schnell 30 bis 40 Euro am Tag betragen. Bei DriveNow können Kunden gratis tanken oder nachladen, bei Car2Go erledigt das der Anbieter selbst.

Falls Car2Go-Kunden dennoch tanken, bekommen sie Gratis-Fahr-Minuten. Gerade bei Fahrten im Stadtgebiet also eine praktische Sache. Zumal man ein Fahrzeug auch einfach mal eine halbe Stunde oder Stunde nutzen kann, um eine Besorgung zu machen. Allerdings müssen Kunden genau aufpassen, wie es mit Vorschäden am Fahrzeug aussieht und auch die kleinsten Bagatellschäden unbedingt melden.

Einen guten Überblick über Vor- und Nachteile der Carsharing-Anbieter bietet der ADAC. Besonders günstige Stundenpreise bietet Bahn-Tochter Flinkster mit Preisen zwischen 1,50 Euro und sieben Euro. Die Preise variieren je nach Fahrzeugtyp und Uhrzeit. Hinzu kommen 18 Cent pro gefahrenem Kilometer.

"Carsharing-Anfänger sollten sich vor der Fahrt darüber informieren, wie das Öffnen, Verriegeln und Parken des Fahrzeugs funktionieren", sagt eine ADAC-Sprecherin. "Es ist ärgerlich, wenn wertvolle Mietzeit mit dem Erlernen der Handhabung verbraucht wird."

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie Carsharing regelmäßig nutzen wollen, sollten Sie sich bei mehreren Anbietern anmelden. Die größten sind Car2Go, DriveNow und Flinkster. Die App Free2Move fasst alle Carscharing-Anbieter zusammen, so dass Sie genau sehen können, welche Fahrzeuge welcher Anbieter in Ihrer Nähe sind und was sie kosten.
3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
441,38
2,89%
441,38
2.
441,04
2,85%
bonitätsabh.
441,04
3.
441,90
2,95%
2,45% - 2,95%
441,90
Darlehensbetrag 20.000 €, Laufzeit 48 Monate

Carsharing von Privat

Smart testet gerade den neuen Service, "ready to share". In den Städten Stuttgart, Köln, Hamburg, München, Bonn, Frankfurt und Berlin können Smart-Fahrer ihr Auto mit einer Connectivity-Box ausrüsten lassen. Dank dieses Kästchens hinter der Windschutzscheibe können DHL-Boten schon jetzt Pakete im Kofferraum platzieren. Zudem lässt sich über diese Box ein eigenes kleines Carsharing-System aufsetzen.

Per App können Smart-Besitzer festlegen, zu welchen Zeiten sie ihren Wagen vermieten möchten und dann Leute dazu einladen, auf den Kalender zuzugreifen. Die Smart-Besitzer entscheiden selbst, ob und wie viel Geld sie für das Vermieten nehmen und wo das Fahrzeug abgestellt werden soll. Derzeit läuft das Vermieten über persönliche Einladungen. Falls die Testphase gut läuft, ist aber eine Ausweitung des Systems denkbar.

Natürlich sind nicht nur Smarts auf dem privaten Mietmarkt zu haben. Über www.drivy.de und www.snappcar.de können Privatpersonen ihre Autos zur Miete anbieten. Der Vorteil solcher Mietmodelle im Vergleich zur Autovermietung: Oft sind auch hochwertigere Autos zu relativ günstigen Konditionen dabei. Zudem lässt sich der Übergabeort mit dem Vermieter absprechen. Das kann einfacher sein, als etwa immer zum Flughafen zu fahren, um einen Wagen anzumieten.

Für Leistungen wie Navigationssystem oder einen zusätzlichen Fahrer entstehen keine weiteren Kosten. Bezahlung und Versicherung laufen über das jeweilige Portal. Wer sein Auto über die Portale vermietet, bekommt das Geld nach Ende der Mietdauer überwiesen. Drivy behält 30 Prozent des Mietpreises, Snappcar 20 Prozent.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie das nächste Mal ein Auto mieten wollen, vergleichen Sie doch die Preise der regulären Mietwagenanbieter und der Privat-Vermieter. Vielleicht sparen Sie wirklich bis zu 30 Prozent, wie von den Portalen angegeben.

Mietwagen

Mietwagen sind nicht nur im Urlaub eine praktische Sache. Auch im Inland kann ein Mietwagen zur rechten Zeit gut das eigene Auto ersetzen. Zumal es bei rechtzeitiger Buchung wirklich günstige Angebote ab circa 15 Euro am Tag gibt. Auch hier gilt: Vergleichen Sie neben den Preisen auch die Mietkonditionen und etwaige Selbstbehalte im Schadensfall.

  • Biallo-Tipp: Am besten vergleichen Sie die Mietpreise über diverse Vergleichsportale wie www.billiger-mietwagen.de oder www.mietwagen24.de.

Langzeit-Miete

Autos kann man nicht nur für Tage, oder Wochen, sondern auch für Monate mieten. Das ist zwar monatlich deutlich teurer als etwa ein Auto zu leasen, kann sich aber für einen Übergangszeitraum dennoch lohnen. So bietet beispielsweise Europcar einen VW-Polo für einen Monatspreis ab 655 Euro an. Bei Maske Auto Langzeitmiete gibt es dagegen einen 1er BMW für rund 500 Euro im Monat - bei Mietdauern zwischen einem und 60 Monaten.

Fahrdienste

Der Fahrdienst Uber, der Fahrten an Privatpersonen vermittelt, darf in Deutschland keine Fahrten vermitteln. Deshalb vermittelt Uber jetzt Fahrten nicht an private Fahrer, sondern an professionelle Dienstleister. Ebenfalls geplant ist eine Art Uber-Mitfahrzentrale, UberPool. Bislang verstößt das Konzept allerdings noch gegen deutsche Gesetzgebung, weshalb das Unternehmen versucht, mit Lobbyarbeit eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes herbeizuführen.

Erlaubt sind dagegen die klassischen Mitfahrzentralen, die sich auf den Portalen www.blablacar.de und www.bessermitfahren.de finden. Eine Fahrt von Berlin nach München kostet dort um die 32 Euro. Anbieter von Mitfahrgelegenheiten sollten daran denken, dass sie Fahrten nicht anbieten dürfen, um einen Gewinn zu erzielen. Es darf lediglich darum gehen, die Betriebskosten zu decken.

  • Biallo-Tipp: Schauen Sie sich die Bewertungen der anderen Mitfahrer an, bevor Sie sich für einen Fahrer entscheiden.

Fahrräder teilen

Ebenfalls praktisch sind Fahrräder, die man bei Bedarf schnell anmieten kann. In Städten wie Berlin und München gibt es diverse Anbieter, die Mieträder anbieten. Bundesweit sind der Bahn-Service Call a bike und Nextbike die größten Anbieter. Die Preise variieren je nach Abo-Modell. Bei Call a bike gibt es ein Fahrrad für eine halbe Stunde für einen Euro. Auch Call a bike bietet einen Ein-Euro-Tarif an, doch kommen noch drei Euro Jahresgebühren dazu.

  • Biallo-Tipp: Schauen Sie sich am besten genau an, welche Verleihservices es in Ihrer Stadt gibt. Ein Blick auf die App der Anbieter zeigt, wie viele Räder in den von Ihnen gewünschten Gegenden stehen.

  • Lesen Sie auch: "Beim Auto verleihen auf Nummer sicher gehen".

Die drei größten Carsharing-Anbieter im Vergleich

Car2goDriveNowFlinkster
FahrzeugeSmart / MercedesBMW und Minidiverse Marken
Anzahl Fahrzeuge3.8103.1004.000
Kunden700.000660.000315.00
Städte75300
MutterkonzernDamilerBMWDeutsche Bahn
Anmeldegebühr0* Euro29 Euro29 Euro
Minutenpreis Fahren / Parken0,26 - 0,34 Euro0,33 - 0,36 Eurosiehe Stundenpreis
Kilometergeldzusätzlich 0,29 Euro (ab dem 201. Kilometer)zusätzlich 0,29 Euro (ab dem 201. Kilometer)0,18 Euro
Stundenpakete2 Stunden 17,90 Euro (Smart) / 2 Stunden ab 19.90 Euro (A-Klasse)3 Stunden 29 Euro / 6 Stunden 54 Euro1 Stunde für 1,50 - 7 euro
Pauschale für 24 Stunden79 Euro (Smart) / ab 99 Euro (A-Klasse)109 Euroab 50 Euro
Selbstbehalt im Schadenfall500 Euro (Smart) / 1.000 Euro (A-Klasse)350 Euro1.500 Euro

Quelle: Websites der Anbeiter, Stand November 2017. * Bei Anmeldung mit dem Promotionscode "J16_O_DEU/entdeckevielfalt" bis zum 31.12.2017.

Immobilien teilen

Das Teilen von Häusern und Wohnungen ist eine interessante Möglichkeit, Ferien an Orten zu verbringen, an die man sonst nicht käme. Oder auch, um das Haushaltseinkommen ein bisschen aufzustocken. Die Möglichkeit, Häuser im Urlaub zu tauschen, gibt es schon lange, ebenso wie sogenannte Bed-And-Breakfast-Angebote bei Privatleuten. Anbieter wie Airbnb haben den Markt vor allem auch aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten aufgemischt.

Häusertausch

Mehr als 65.000 Häuser und Wohnungen sind nach Angaben des Anbieters unter www.haustauschferien.com registriert. Die Mitgliedschaft kostet 130 Euro im Jahr. Wenn im ersten Jahr kein Tausch klappt, gibt es die Mitgliedschaft im zweiten Jahr gratis. Das Portal ist in mehr als 150 Ländern aktiv. Interessant an dem Portal: Mitglieder können nicht nur direkt Immobilien tauschen, sondern auch indirekt. Damit das funktioniert gibt es auf dem Portal ein internes Punktesystem. Pro Tausch lassen sich Ballons verdienen und dann bei einem anderen Tauschpartner einlösen.

Ein englischsprachiges Haustauschportal ist www.lovehomeswap.com. Hier kostet die Mitgliedschaft 20 Euro im Monat. Auch dieses Portal hat ein Punktesystem, das den indirekten Häusertausch ermöglicht.

  • Biallo-Tipp: Schauen Sie sich die Häuser und Mitglieder auf den Portalen an, bevor Sie entscheiden, was besser zu Ihnen passt.
3
 
Anbieter
Monatliche Rate
effektiver
Jahreszins
 
1.
651,67
1,43%
2.
655,00
1,45%
3.
665,00
1,51%
Betrag 200.000 €, Laufzeit 15 Jahre, Beleihung 60 %

Gratis-Übernachtungen

Übernachtungen ohne direkte Gegenleistungen gibt es beim Portal www.couchsurfing.com. Hier können Reisende einfach bei Menschen unterkommen, die eine oder mehrere Übernachtungen gratis anbieten. Das kann einfach auf der Couch im Wohnzimmer oder im separaten Gästezimmer sein.

Die Idee dahinter ist einfach, mit spannenden Menschen in Kontakt zu kommen, egal ob man selbst reist oder eine Unterkunft anbietet. Aufgrund der Bewertungen anderer Couchsurfer und dem persönlichen Kontakt haben Reisende und die Gastgeber ein gewisses Maß an Sicherheit. Völlig ausschließen lassen sich unangenehme Erfahrungen auf Gast- und Gastgeber-Seite aber nicht.

  • Biallo-Tipp: Achten Sie auf die Bewertungen anderer und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Ihnen ein Gastgeber oder Gast aus irgendeinem Grund nicht passt, sagen Sie besser ab.

Urlaub in Privatwohnungen

Airbnb hat das altbekannte System des Bed-And-Breakfast revolutioniert. Airbnb steht eigentlich für Airbed and Breakfast, also Luftmatratze und Frühstück. Das Neue am Konzept: Vermietet wurde anfänglich nicht ein Zimmer, oder eine Wohnung, sondern wirklich nur ein Schlafplatz, zum Beispiel auf einer Luftmatratze.

Inzwischen gibt es alle Arten von Unterkünften bei www.airbnb.com. Von der Isomatte über einzelne Zimmer, Apartments oder ganze Häuser ist alles vertreten. Tatsächlich ist das Portal derart erfolgreich, dass einzelne Städte bereits das Vermieten der eigenen Wohnung an Touristen verbieten, um zu verhindern, dass Wohnraum zu teuer wird. Berlin und München haben eine solche Regelung getroffen.

Berlin will das Gesetz aber wieder lockern. Der Vorteil von Airbnb für Reisende: Sie finden eine große Vielfalt von Unterkünften, auch für ein sehr kleines Budget. Wohnungs- und Hauseigentümer können dagegen etwas dazuverdienen. In krisengeschüttelten Ländern wie Portugal oder Griechenland dürfte das Portal so manches Eigenheim gerettet haben – trägt aber natürlich auch dazu bei, dass gerade Stadtzentren immer touristischer und damit teurer werden.

Der erfolgreichste Vermieter in Lissabon hat in einem Jahr 2,9 Millionen Euro eingenommen – und dafür 204 Unterkünfte vermietet. Es sind also längst nicht nur private Anbieter auf dem Portal aktiv. Airbnb selbst bekommt drei Prozent Provision pro Buchung, die Bezahlung erfolgt über das Portal. Sowohl Mieter als auch Vermieter sind über Airbnb versichert.

  • Biallo-Tipp: Vor einer Buchung empfiehlt es sich, die Bewertungen der früheren Gäste oder Gastgeber zu lesen.

Ferienwohnungen mieten

Natürlich gab es auch schon vor Airbnb die Möglichkeit, Ferienwohnungen anzumieten oder das eigenen Domizil an Reisende zu vermieten. Allerdings ist der Ablauf ein anderer. Bei Portalen wie www.fewo-direkt.de oder www.casamundo.de bezahlen die Immobilienbesitzer für die Anzeige und kümmern sich ansonsten um Bezahlung und Versicherung selbst.

Technik mieten und Teilen

Einen Häcksler oder eine Bohrmaschine im Baumarkt zu leihen, war schon immer üblich, ebenso wie das Ausleihen von Trocknungsgeräten nach einem Wasserschaden. Inzwischen ist dieses Ausleihen auch online möglich und umfasst auch technische Geräte wie Fotoapparate, Handys oder PCs.

PCs, Smartphones, Fotoapparate mieten

Viele Menschen nutzen sehr viel Technik in ihrem täglichen Leben. Sei es der eigene Computer, das Smartphone, die Digitalkamera, Beamer oder Smart-TV und ein Sound-System. Doch nicht alle Dinge braucht man gleichermaßen das ganze Jahr. Wer vor allem im Urlaub schöne Fotos machen will, könnte sich die neueste Kamera stattdessen leihen. Und wer wirklich stets das allerneueste Smartphone haben will, muss sich nicht unbedingt zwei Jahre an einen Mobilfunkbetreiber binden, um es zu bekommen.

Er kann es stattdessen einfach mieten. Diesen Service bietet zum Beispiel die Firma Grover unter www.getgrover.com. Dort können Sie die neueste Technik monatsweise mieten. Neben Tablets, Computern, Smartphones, Kameras wie der GoPro, Drohnen, Spielkonsolen, Smartwatches und Heimkinoanlagen ist fast alles dabei, was das Technik-Herz erfreut. Aber Vorsicht: Schnäppchenangebote sind das nicht. Grover eignet sich für alle, die einige Monate etwas ausprobieren und dann zurückgeben möchten.

Zwar können Sie die Geräte auch kaufen: Allerdings zahlen Sie dann in jedem Fall drauf. Falls Sie ein Gerät längerfristig mieten, gehört es Ihnen, sobald Sie nach Erreichen der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers noch drei Monate weiterbezahlt haben. Falls Sie das Gerät schon vorher kaufen wollen, werden Ihnen 30 Prozent der bisherigen Zahlungen auf die unverbindliche Preisempfehlung angerechnet.

Für Grover also ein sehr gutes Geschäft. Falls ein Gerät kaputtgeht, übernimmt Grover dafür die Hälfte der Reparaturkosten. Ob sich das lohnt, hängt sicherlich davon ab, welches Produkt für welchen Zweck Sie wie lange mieten wollen.

So kostet die Miete der Drohne Amewi Walkera Infra X Devo 4 bei Grover 24,99 Euro im Monat. Zu kaufen gibt es die Drohne online allerdings schon für rund 60 Euro. Wer genau weiß, dass er einmal und nie wieder eine Drohne nutzen will, ist mit der Miete wahrscheinlich ganz gut beraten – wer das Gerät behalten will, kauft wahrscheinlich besser.

Das neue iPhone X mit 256 Gigabyte Speicher gibt es bei Grover für 104,90 Euro im Monat. Der Preis, den Apple aufruft, liegt bei 1319 Euro. Die Produkte, die jeder Kunde bekommt, sind nach Angaben des Unternehmens absolut neuwertig und werden nach jeder Vermietung desinfiziert und auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie sich die Produkte vorher anschauen wollen, können Sie auch in den Mediamarkt gehen. Das Unternehmen kooperiert mit Grover.

Für Fotointeressierte ist die Seite www.gearflix.de gedacht. Hier lassen sich Kameras, Drohnen und Zubehör wochenweise mieten. Billig ist auch das nicht, kann sich aber zum ausgiebigen Testen oder für eine Reise dennoch lohnen.

Haushalts- und Sportgeräte mieten

Versandhändler Otto hat eine Miet-Sparte unter www.ottonow.de gestartet. Dort gibt es Geräte in den Sparten Technik, Haushalt und Sport zu mieten. Anders als bei Grover haben Kunden bislang allerdings nicht die Möglichkeit, Geräte nach dem Mietende zu kaufen. Was bei der Preisgestaltung für die Miete mancher Geräte recht ungünstig ist. So gibt es den Crosstrainer Ellyptech CT3 für drei, sechs, zwölf oder 24 Monate zu mieten.

Der Monatspreis ist so gestaltet, dass Kunden bei einer dreimonatigen Mietdauer rund 180 Euro bezahlen. Wenn sie das Gerät dagegen sechs, zwölf oder 24 Monate ausleihen, so zahlen sie in jedem Fall insgesamt rund 240 Euro. Online gibt es den Crosstrainer aber schon für rund 180 Euro zu kaufen. Und da Kunden den Crosstrainer bisher nach Mietende in keinem Fall behalten dürfen, scheint die Preisgestaltung wenig attraktiv.

  • Biallo-Tipp: Rechnen Sie sich in jedem Fall aus, was Sie insgesamt bezahlen und vergleichen das mit aktuellen Kaufpreisen.

Mieten und Vermieten von Privat

Neben den kommerziellen Anbietern gibt es zahlreiche Projekte, die das Miteinander – also Nachbarschaftshilfe und gegenseitiges Ausleihen – stärken sollen. Auf Seiten wie www.leihdirwas.de, www.frents.com und den Berliner Angeboten www.fairleihen.de und www.leihbar.net können Privatpersonen Dinge leihen und verleihen. Und zwar kostenlos.

Gegen eine Gebühr für die Vermieter funktioniert dagegen das Angebot von www.mietmeile.de. Hier können sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Anbieter Mietsachen einstellen. Angeboten werden neben Baumaschinen, Booten und Immobilien auch Kostüme und Dienstleistungen.

Werkzeug und Gartengeräte mieten

Werkzeug und Gartengeräte haben die meisten örtlichen Baumärkte auch zur Miete im Angebot. Ob sich das jeweils lohnt, hängt sicherlich davon ab, wie oft die Geräte im Einsatz sein sollen. Auch hier gilt: Nachrechnen und Preise vergleichen. Online gibt es Werkzeug und Geräte zum Beispiel bei www.erento.de und www.rentas.de.

Technik leasen

Leasing gilt als Service für Selbständige und Unternehmer, aber auch Privatpersonen können durchaus Leasing-Verträge abschließen. Dabei gibt es Leasing nicht nur für Autos und Ebikes, sondern auch für Computer, Haushaltsgeräte oder Kameras. Unter www.leasingshop.de gibt es eine große Auswahl. Der Vorteil: Innerhalb der ersten drei Monate können Kunden sich noch vom Leasing zum Kauf umentscheiden.

Auch nach Ende des Leasingvertrags ist ein Kauf gegen Zahlung einer weiteren Leasing-Rate möglich. Ebenfalls praktisch: Nach sechs Monaten Leasing können Kunden das Gerät auf Wunsch tauschen. Während der gesamten Leasinglaufzeit sind Reparaturkosten für das Gerät abgesichert – zumindest wenn der Leasingnehmer den Schaden nicht grob fahrlässig herbeigeführt hat. Was genau als grob fahrlässig gilt, könnte im Einzelfall allerdings für Probleme sorgen.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
87,18
2,99%
87,18
2.
87,18
2,99%
0,97% - 2,99%
87,18
3.
87,43
3,19%
1,90% - 3,49%
87,43
Darlehensbetrag 3.000 €, Laufzeit 36 Monate

Kleidung und Spielzeug mieten

Eltern kennen das Problem. Spielzeug und Kinderkleidung sind teuer und werden dann nur Wochen oder Monate benutzt. Viele Eltern kaufen deswegen gebraucht oder verkaufen hochwertige Sachen schnell wieder. Mieten ist eine weitere Alternative.

Spielzeug mieten

Kunden von www.meinespielzeugkiste.de beziehen Spielzeug im Monatsabo. Preis: 4,99 Euro bis 28,99 Euro im Monat, ohne Mindestvertragslaufzeit. Dafür können Kunden sich ein bis drei Spielzeuge unterschiedlicher Preisklassen ausleihen und jederzeit austauschen, aber auch beliebig lang behalten. Auch hier sparen Eltern nicht unbedingt, wenn sie das Spielzeug mieten. Haben aber den Vorteil, dass sie nicht massenweise Spielzeug horten müssen und sie bekommen kreative Spielzeugideen vorgeschlagen.

Kindermode mieten

Kleidung für Kinder können markenbewusste Eltern bei www.kilenda.de und www.kindoo.de mieten. Das kann sich gerade dann lohnen, wenn Eltern nur ein Kind haben oder aber ein Mädchen und einen Jungen und gebrauchte Kleidung nicht an das Geschwisterkind weitergegeben werden soll. Gerade bei saisonaler Kleidung, die vielleicht nur drei Monate im Einsatz ist, könnte Mieten die günstigere Alternative sein.

Das Mieten einer Schneehose der Marke Finkid kostet bei Kilenda 15 Euro im Monat, bei Kindoo 15,95 Euro. Wenn sie drei Monate im Einsatz ist, macht das 45 oder rund 48 Euro. Neu gekauft kostet dieselbe Hose 130 Euro. Gebraucht erzielt sie bei Ebay-Auktionen in der Regel mehr als 50 Euro. Interessant ist auch das Angebot von www.raeubersachen.de.

Hier gibt es ökologische und nachhaltige Kleidung für Babys und Kleinkinder zu mieten. Das kann sich gerade fürs Babyalter lohnen. Denn so mancher Babybody wird nur ein bis zweimal benutzt und ist dann schon zu klein. Wenn der Body aus reiner Seide oder Wolle ist und 20 bis 40 Euro kostet, ist das ein teures Babyvergnügen. Mietpreis für einen Body bei Räubersachen: 3,20 bis 6,20 Euro pro Monat – je neuwertiger das Kleidungstück, umso höher der Preis.

  • Biallo-Tipp: Bei Kilenda können Sie auch Spielzeug aber auch Schwangerschaftsmode, Kindersitze und Fahrradanhänger mieten.

Mode mieten

Modebewusste Frauen kennen das Problem: Viele Stücke sind zwar wunderschön, getragen werden sie aber nur einmal. Abhilfe schafft die Kleiderei. Für einen Monatspreis von 49 Euro bekommen Frauen bis zu vier Teile zum Ausleihen. Wenn sie die Kleidung zurückschicken, gibt es neue Designermode nach Hause. Bald können Frauen über www.kleiderei.com auch eigene Kleidung verleihen.

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Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de