Vorstandschef prophezeit Bankensterben

Commerzbank Vorstandschef prophezeit Bankensterben

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
05.12.2016
Auf einen Blick
  • Commerzbank will vom Ausleseprozess profitieren.

  • Mehrere Tausend Filialen in der Branche sind bedroht.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

„Die Commerzbank war noch nie so stabil wie heute“, sagte Commerzbank-Chef Martin Zielke im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. So habe das Geldinstitut sein Ziel erreicht, in den vergangenen vier Jahren eine Million neue Kunden zu gewinnen. Als Grund nennt der Commerzbank-Chef gerade das Netz an Filialen: „Die Mehrheit der jungen Menschen sagt uns in der Marktforschung, dass sie sich eine Bank ohne Filiale nicht vorstellen können“, so Zielke. Vor allem da, wo ein Konkurrent seine Niederlassung schließe, sei der Zulauf von Neukunden besonders hoch.

Dennoch: Für die nächsten Jahre prognostiziert der Commerzbank-Chef ein großes Bankensterben in Deutschland. Der Ausleseprozess habe begonnen, ganze Bankhäuser stünden vor dem Aus. Auch bei den Filialen mache sich der zunehmende Kostendruck bemerkbar: „Von den gegenwärtig 34.000 Filialen in Deutschland werden mehrere Tausend aus dem Markt verschwinden“, prophezeit Zielke. Die Commerzbank selbst hat seit Ende 2010 fast ein Drittel - rund 500 - ihrer Filialen abgebaut. In den nächsten Jahren sollen allerdings wieder neue Standorte hinzukommen.

Eigenen Angaben zufolge kommt die Commerzbank pro Filiale im Schnitt auf 9.000 Kunden. Dagegen liege der Bundesdurchschnitt bei 3.000 Kunden pro Filiale. „In dieser Größenordnung wird es schwierig, profitabel zu arbeiten“, so der Commerzbank-Chef.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Sebastian Schick
Sebastian Schick
Redaktionsleitung
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Sebastian Schick
Sebastian Schick

nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de