Was tun, wenn die Bank im Ort dicht macht?

Bargeldversorgung Was tun, wenn die Bank im Ort dicht macht?

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
21.05.2017
Auf einen Blick
  • Zieht die Sparkasse oder VR-Bank ab, ist das für Kunden zunächst ärgerlich.

  • Es gibt aber praktikable Alternativen.
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In der Stadt ist die Bargeldversorgung in der Regel kein großes Problem. Anders auf dem Land. Private Banken: Fehlanzeige; Sparkassen und VR-Banken machen reihenweise dicht. "Das ist eine Frechheit. Sparkasse und VR-Bank könnten sich wenigstens zusammen tun, um damit zumindest die Bargeldversorgung zu gewährleisten", sagt Patrick Meyer (CSU), Bürgermeister im oberfränkischen Hummeltal, wenn man ihn auf den Abzug von Sparkasse und VR-Bank anspricht.

Bei der Sparkasse Bayreuth nachgefragt, bekommen wir diese Antwort: "Darüber hinaus ergänzte die Sparkasse Bayreuth seit Anfang März 2017 speziell für ältere Menschen und auch jüngere Bürger, beispielsweise mit Gehbehinderung, ihr Dienstleistungsangebot mit dem Bargeldservice: Mitarbeiter der Sparkasse bringen das Bargeld auf Wunsch nach Hause", so Kunigunda Haas, Pressesprecherin der Sparkasse Bayreuth. Wer sofort Bargeld braucht, wird dadurch nicht bedient. Kunden können gebührenfrei 50 bis 500 Euro bestellen. Bei den Sparkassen-Kollegen im benachberten Bamberg fallen für diesen Service ab Juli 1,50 Euro pro Bestellung an. Wesentlich teurer kommt die Bargeldlieferung etwa Kunden der VR-Bank Uckermark-Randow zu stehen: 12,50 Euro.

Günstige Alternativen

Wer einen Supermarkt in der Nachbarschaft hat, ist im Vorteil. Wer für mindestens 20 Euro bei Rewe, Edeka, Penny, Netto oder Aldi Süd einkauft, kann mit der Girokarte kostenlos Bargeld abheben. Das Konzept funktioniert bankenübergreifend. Übrigens: Bei der Sparda-Bank Nürnberg und der Sparda-Bank Augsburg können Kunden einen ähnlichen Bargeld-Service nutzen - sogar ohne Mindestumsatz an der Kasse.

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Anders ist es bei Abhebungen an Shell-Tankstellen. Hier gibt es Bargeld nur für Kunden jener Banken, die dem Bankenverbund "Cash-Group" angehören. Konkret profitieren Verbraucher nur, wenn sie bei Deutsche Bank, Postbank, Hypovereinsbank und Commerzbank ihr Girokonto führen. Andernfalls fallen 3,95 Euro an.

Aber auch Drittanbietern springen auf den Zug auf und versuchen die Lücken zu schließen, die sich durch Stilllegungen von Geschäftsstellen ergeben. Die Anbieter heißen Euronet, Cardpoint oder IC Cash. Auch in der Stadt trifft man solche Automaten häufig vor Kneipen oder Supermärkten an. Doch gerade am Land können Verbraucher vom wachsenden Automatenangebot privater Betreiber profitieren. Die Gebühren sind auch nicht wesentlich höhere als bei Abhebungen an anderen Fremd-Automaten.

Biallo-Tipp:

Mit einer kostenlosen Kreditkarte eines attraktiven Anbieters, etwa DKB, ING-Diba oder Consorsbank, können Sie bundesweit an nahezu jedem Geldautomaten gratis abheben. So erhöhen Sie die Anlaufstellen in Sachen kostenlose Bargeldversorgung enorm. Das ist nicht nur auf dem Land ein Vorteil.

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
0,00
6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
0,00
6,5%
3.
VISA Card
0,00
6,99%
Jahresumsatz 2.000
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de