Konten und Karten

Drei Top-Girokonten für Selbstständige

Update: 17.01.2020
Björn König
Anzeige
Den Business-Alltag vereinfachen?
Lassen Sie doch Ihr Geschäftskonto
für sich arbeiten!

Unser Surf-Tipp!
Auf einen Blick
  • Das Angebot an kostenlosen Girokonten für Selbstständige und Freiberufler ist begrenzt. Bei Filialbanken und Sparkassen werden sie in der Regel nicht fündig.

  • Anders ist das bei Fintechs, also reinen Internet-Banken. Wer auf Beratung verzichten kann, hat hier günstige Alternativen. Wir stellen drei attraktive Modelle vor.

  • Fyrst bietet darüber hinaus sogar noch eine preisgünstige Bargeldversorgung an. Das gibt es bei den beiden anderen nicht.
n/a
Kite_rin / Shutterstock.com

Banken sind bei Selbstständigen vorsichtig

Während Angestellte über ein in der Höhe gleichbleibendes und vor allem regelmäßiges Einkommen verfügen, sieht das bei Freiberuflern oftmals ganz anders aus. Die Honorare schwanken – und wenn das Geschäft besonders schlecht läuft, bleiben Einkünfte in manchen Monaten vielleicht sogar vollständig aus.

Um das Kreditrisiko zu beurteilen, müssen die Institute somit bei dieser Kundengruppe aufwändigere Bewertungsgrundlagen wie beispielsweise die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) oder Umsatzsteuervorauszahlungen zugrunde legen.

Das Problem:
Dieser Aufwand steht im Gegensatz zu den oftmals sehr stark standardisierten Geschäftsprozessen von günstigen Online-Banken. Zudem haben Freiberufler nicht selten ein wesentlich höheres Buchungsvolumen. Deshalb sind Geschäftskonten in der Regel teurer als Internetkonten für den privaten Geldverkehr wie sie von ING oder Consorsbank angeboten worden. Diese akzeptieren Selbstständige auch gar nicht erst als Kunden.

3
 
Anbieter
monatliche Grundgebühr
 
1.
0,00
2.
0,00
3.
0,00

Wann ist ein Geschäftskonto kostenlos?

Prinzipiell gelten bei einer kostenfreien Führung von Geschäftskonten ähnliche Erwartungen wie bei Privatkunden. Gleichwohl sind die Bedürfnisse von Nutzern dieser Kontomodelle nicht unbedingt identisch.

Geschäftliche Transaktionen erfolgen heute in der Regel bargeldlos, weshalb auch hier eine Debit- oder Kreditkarte eher nebensächlich ist.

Wir haben zum Vergleich folgende vier Kriterien herangezogen:

  • die Kontoführung ist bedingungslos kostenlos,
  • beleglose Buchungen sind ganz oder in einem akzeptablen Rahmen gebührenfrei,
  • optionale Kartenausstattung (VISA/Mastercard/Maestro),
  • Zusatzdienste (z.B. Anbindung für Buchhaltungsprogramme).

Das Ergebnis

Legt man diese Kriterien zugrunde, kommen prinzipiell drei Girokonten in die engere Auswahl. Fyrst, Penta sowie N26 Business.

Fyrst - Base

Penta

N26 Business

Kontoführung

kostenlos

kostenlos

kostenlos

Online-Buchungen

50/Monat kostenlos

kostenlos

kostenlos

Karte

Kostenlose Debitkarte

Visakarte kostenlos

Mastercard kostenlos

Auch juristische Personen?

ja

ja

nein

Factoring möglich?

ja

nein

nein

Dispokredit

1,09 Prozent

nein

8,9 Prozent

Bargeld

10.000 Stellen

nein

teuer

Fyrst

Fyrst ist Fintech, aber auch ein bisschen etablierte Bank, nur viel günstiger. Dieses junge Unternehmen gehört zur Deutschen Bank und kann deswegen auch einen Bargeldservice bieten. Denn in Deutschland werden zum Glück nicht nur Internetbetriebe gegründet, sondern auch Handels- und Dienstleistungsunternehmen, in denen man auf Bargeld nicht ganz verzichten kann. Bareinzahlungen kosten 0,6 Prozent des Betrages, mindestens 5,00 Euro.

Für Jungunternehmen ist das Base-Konto sicher ein guter Start. Fyrst bietet auch als einziges der drei Unternehmen einen kostenlosen, digitalen Kontowechsel an. Und wer sich nicht mit Buchhaltung herumschlagen will, kann sich für eine integrierte Buchhaltungslösung mit 25 Prozent Preisvorteil entscheiden. Kredite werden ab 1,59 Prozent angeboten. Das ist sehr günstig.

Das Fyrst Complete zum Monatspreis von 10,00 Euro bietet 75 kostenlose Buchungen im Monat und ein kostenloses Auftragsmanagement. Damit behält man seine Umsätze im Blick und kann das eigene Corporate Design verwenden, um Angebote, Rechnungen und Mahnungen zu erstellen. Durch die Kontoanbindung behält die Anwendung den Überblick über Forderung und Zahlungseingang. Bareinzahlungen kosten hier nur 0,4 Prozent bei einem Mindestbetrag von nur noch 3,00 Euro.

Penta

Neben dem Basic für Null Euro im Monat, stehen einem hier noch das Konto Advanced für 9,00 Euro und das Premium-Konto für 19,00 Euro zu Verfügung. Die kostenpflichtigen Versionen beinhalten eine integrierte Buchhaltungs-Software, Karten für Mitarbeiter, Zugänge für Buchhalter und einen speziellen Mitgründer/Mitgesellschafter-Zugang. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist jedoch: Bei der Basisversion ist ein Nutzer zugelassen, bei Advanced zwei und in der Premium-Variante sogar fünf. Und jeder davon wird mit der entsprechenden Anzahl von Visa Cards ausgestattet.

N26 Business

Dritter im Bunde ist mit N26 ein Fintech-Unternehmen aus Berlin. Im Hinblick auf die Kontoausstattung bekommen Freelancer hier eine ganze Menge geboten. Neben der kostenfreien Kontoführung und allen Buchungen sind auch zwei Karten (Maestro/Mastercard) inklusive.

Ursprünglich fokussierte sich die Bank primär auf eine Bedienung per Smartphone-App via Android und iOS, verfügt aber mittlerweile auch über ein umfangreiches Webinterface zur Nutzung am PC und Laptop.

Auf HBCI, DATEV und Co. müssen Nutzer hier allerdings ebenso verzichten. N26-Kunden können dank der Funktion "CASH26" deutschlandweit unbegrenzt Bargeld im Einzelhandel abheben. Partner sind unter anderem Real, DM, Penny, Rewe, Budni und Mobilcom-Debitel Shops. Einzahlungen sind jedoch nur bis 100 Euro kostenlos. Danach zahlt man 1,5 Prozent Gebühren.

Fazit

Fyrst hat hier eindeutig die Nase vorn. Im Vergleich zu den meisten regionalen Banken und Sparkassen sind Penta und N26 natürlich deutlich attraktiver. Wenn Sie noch mehr zu diesem Thema wissen wollen, könnte unser Ratgeber zum Geschäftskonto hilfreich sein.




  Björn König
  Horst Biallo


 

Biallo Video Stream

 
 
 
Powered by Telsso Clouds