Das Girokonto der Moneyou im Test

Produkttest Das Girokonto der Moneyou im Test

Kerstin Weinzierl
von Kerstin Weinzierl
15.11.2019
Auf einen Blick
  • Moneyou Go ist nicht nur ein anderes Girokonto, weil es eine reine App ist.

  • Das Besondere an Go sind seine Wallets, mit denen man seine Ausgaben besser in den Griff bekommen oder bestimmte Sparziele erreichen kann.
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Girokonto
Moneyou Go 4,8/5 Girokonto
Moneyou Go

Merkmale

Moneyou ist die Online-Plattform der ABN Amro Bank Frankfurt Branch, eine Zweigniederlassung der niederländischen Großbank ABN Amro in Frankfurt am Main. Sie wurde 2001 in den Niederlanden gegründet und ist seit 2011 auf dem deutschen Markt aktiv. Aktuell bietet Moneyou Tages- und Festgeld, Fondsanlagen sowie die Payment-App Tikkie an und vermittelt Ratenkredite.

Seit September 2018 offeriert die niederländische Direktbank ihren Kunden mit Moneyou Go ein mobiles Girokonto. Go ist ein Girokonto mit Spar- und Bezahlfunktion, das ohne Desktop-Zugang und ausschließlich per Smartphone-App genutzt werden kann. Das Guthaben auf dem Girokonto wird in sogenannten Wallets organisiert, dadurch sollen Verbraucher eine verbesserte Übersicht über ihre Finanzen erhalten. Auf das Geld in den Wallets gibt es aktuell 0,20 Prozent Zinsen pro Jahr.

Die Kontoführung ist 100 Prozent mobil, kostenlos und zudem verzichten die Niederländer auf einen monatlichen Mindestgeldeingang. Obendrein erhalten Kunden eine Debit-Mastercard gratis dazu. Mit dieser kann in Deutschland und der Eurozone bezahlt sowie bis zu zweimal im Monat gebührenfrei Geld abgehoben werden. Die App funktioniert ab der Betriebssystem-Version iOS 9 beziehungsweise Android 5.0.

Neben der gesetzlichen niederländischen Einlagensicherung ist die Online-Bank als Zweigniederlassung der ABN Amro zusätzlich Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Dadurch sind Spargelder bis zu einer Höhe von maximal 250.000 Euro je Sparer abgesichert.

Stärken

Mit zwei Eigenschaften sticht das Smartphone-Konto besonders hervor: Zum einen erhalten Kunden auf Guthaben einen Sparzins und profitieren aufgrund der vierteljährlichen Auszahlung vom Zinseszinseffekt.

Zum anderen können in der Konto-App spezielle Wallets, sogenannte Unterkonten, angelegt werden. Damit soll Sparen für beispielsweise den geplanten Urlaub, für Geschenke oder eben die eigenen Wünsche einfacher und übersichtlicher werden. Nutzer dieses Systems können nämlich ihre Debit-Mastercard mit einem ihrer Wallets verknüpfen. So zahlen sie nur aus diesem einen bestimmten Wallet und behalten über ihr Budget den vollen Überblick. Ganz nach Gusto kann das Design der Wallets mit persönlichem Text und eigenen Bildern gestaltet werden.

Neben Komfort beim Sparen und Bezahlen legt Moneyou auch hohen Wert auf seine Sicherheitsstandards. Da Go ein rein digitales Girokonto und ausschließlich via Smartphone bedient wird, schützen die Zwei-Faktor-Authentifizierung mit zusätzlichem Anmeldepasswort (PIN 5) sowie die Funktionen Face ID (iOS) und Touch ID den Zugang gemäß den neuen PSD2-Anforderungen.

Schwächen

Moneyou Go kann nur als Einzelkonto genutzt werden und dabei gibt es kein Webportal. Das heißt, an das eigene Konto kommt man nur über die mit dem Smartphone verknüpfte App. Aus Sicherheitsgründen kann man sich ohne verifizierbare Handynummer auch nicht auf einem anderen Gerät anmelden.

Auch Funktionen wie Daueraufträge oder Dispokredit werden Go-Inhaber noch verwehrt. Ein zusätzlicher Schwachpunkt ist die Bargeldversorgung, da Kunden lediglich zweimal im Monat kostenfrei Geld abheben können – und das auch nur innerhalb der Eurozone. Danach werden zwei Euro pro Abhebung fällig.

Letztes Manko: Auf Nachfrage von biallo.de bestätigte Moneyou, dass für Go ab 2. Dezember 2019 die gleichen Zinsen wie beim Moneyou Tagesgeld gelten werden. Diese liegen aktuell bei 0,05 Prozent.

Fazit: Go der Moneyou ist ein interessantes Girokonto für Personen, die Banking gerne mobil mit ihrem Smartphone erledigen. Wer jedoch viel unterwegs ist und die integrierte Debit-Mastercard oft nutzt, wird die Gebühren für Auslandszahlungen und Bargeldverfügungen spüren. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de