Die attraktivsten Online-Konten in Berlin und Brandenburg

Girokonten Die attraktivsten Online-Konten in Berlin und Brandenburg

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
06.10.2017
Auf einen Blick

Wer in Berlin oder Brandenburg lebt, muss sich nicht mit teuren Girokonten abspeisen lassen. Vereinzelt bieten Banken und Sparkassen sehr attraktive Online-Konten an, mit denen Sie weiterhin den Service und die Beratung in der Filiale nützen können.

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Die Meldungen über immer kreativere Gebührenmodelle von Banken und Sparkassen reißen nicht ab. Dieser Entwicklung stehen Verbraucher vermeintlich machtlos gegenüber. Um den Monatspreis für ein Girokonto auf null zu drücken, müssen Sie nicht zu einer reinen Internet-Bank wechseln. Wer lästigen Gebühren den Kampf ansagen will, dennoch aber Wert auf den persönlichen Kontakt in der Geschäftsstelle legt, kommt um einen Wechsel zu einer günstigen Bank oder Sparkasse nicht herum.

Das dürfte für viele eine neue Information sein, denn oft wird von Filialbanken auf der einen und Direktbanken auf der anderen Seite gesprochen. Wieso also nicht das Beste aus beiden Welten miteinander vereinigen? Gerade auch in Berlin und Brandenburg ist das problemlos möglich. Und oft ist hierfür nicht einmal ein Wechsel der Bank nötig. Kostet das Filial-Konto einer Bank im Monat drei, vier oder fünf Euro im Monat, so kann die Online-Variante durchaus gebührenfrei sein. So lassen sich langfristig beträchtliche Summen sparen, ohne dabei Abstriche in Sachen Beratung und Service hinnehmen zu müssen.

"Der ´reine´ Online-Nutzer ist sehr selten. Im persönlichen Kontakt punkten wir als Direktbank mit persönlicher Beratung über unseren Telefonservice, der ohne Warteschleifen auskommt, und mit unserem Beratungszentrum in Berlin-Friedenau. Als werteorientierte Genossenschaftsbank fördern und initiieren wir zahlreiche soziale Institutionen und Projekte [...]."
Zum kompletten Interview.

Beispiele aus der Region gefällig?

Erfahrungsgemäß gut schneiden die PSD Banken ab, und so ist es auch im Nord-Osten der Republik. Bei einem Gehaltseingang von mindestens 1.000 Euro entfällt bei der PSD Bank Berlin-Brandenburg die monatliche Kontogebühr, ganz gleich, ob das Konto online oder über die Filiale geführt werden soll. Auch bei Überweisungen ist egal, ob Sie sich für die Online- oder die Filial-Variante entscheiden: Überweisungen sind sowohl über das Internet, telefonisch oder beleghaft kostenfrei.

Der Dispokredit fällt mit 6,09 Prozent sogar niedriger aus als bei einigen reinen Direktbanken. Kunden können sich 15-mal im Quartal kostenlos an Automaten der Genossenschaftsbanken mit Bargeld versorgen. Die dafür nötige Girokarte kostet nichts. Ein Wechsel zur PSD Bank Berlin-Brandenburg zahlt sich in den meisten Fällen aus. Vorteil: Auch Filialkunden bekommen die attraktiven Konditionen.

"Wir unterstützen sehr breit im Landkreis Elbe-Elster die Kultur, den Sport, die Infrastruktur und strukturelle Entwicklungen. Wir glauben eine sehr wesentliche Rolle im Landkreis für diesen Bereich einzunehmen. Viele Angebote im Landkreis wären ohne unsere Unterstützung überhaupt nicht denkbar."
Zum kompletten Interview.

Bei der Sparkasse Elbe-Elster lohnt sich der Wechsel vom Filial- zum Online-Girokonto in jedem Fall. So zahlt, wer das "Girokonto Classic" in der Geschäftsstelle abschließt, 4,50 Euro im Monat. Kosten nach Umstellung auf online: null Euro – vorausgesetzt man kann einen monatlichen Geldeingang von 1.000 Euro oder mehr vorweisen. Für die erste Girokarte fällt keine Gebühr an. Barein- und -auszahlung sind dagegen nicht gratis. Dafür fällt der Dispokredit mit 8,5 Prozent moderat aus. Andere Institute langen hier mit weit über zehn Prozent trotz Mini-Zinsphase weiterhin kräftig zu.

"Aufgrund unserer Regionalität als Volksbank-Raiffeisenbank und der persönlichen Beziehung unserer Mitarbeiter zu unseren Kunden vor Ort spielt die Kontowechselhilfe für uns eine eher untergeordnete Rolle. Den Umzugsservice, als Unterstützung unserer Neukunden beim Kontowechsel, haben wir bereits vorher kostenlos unseren neuen Kunden angeboten."
Zum kompletten Interview.

Das günstigste Filialkonto bei der Brandenburger Bank schlägt mit vergleichsweise moderaten 2,50 Euro im Monat zu Buche. Doch auch das können Sie sich schenken, wenn Sie monatlich mindestens einen Gehaltseingang von 1.200 Euro an Geldeingängen vorweisen können und auf die Variante "vr-online" umsteigen. Die Girokarte zieht keine Kosten nach sich. Das Gleiche gilt für Online-Überweisungen, am SB-Terminal fallen vertretbare zehn Cent an. Leider halten die Brandenburger Banker noch am Überziehungszins fest.

Anbieter Monatspreis
Dispozins
Bewertung
Zum Anbieter
 0,00 €
6,02%
4,8 /5
PSD Bank Berlin-Brandenburg
 0,00 €
9,66%
4,7 /5
 1,95 €
9,21%
4,1 /5
1,99 €
7,95%
4,0 /5
3,95 €
7,63%
3,6 /5
3,33 €
9,30%
3,6 /5
 3,00 €
9,90%
3,6 /5
2,50 €
8,29%
3,5 /5
2,90 €
9,95%
3,5 /5
 3,90 €
9,97%
3,5 /5

Immer wieder fallen auch bundesweit die Sparda-Banken positiv auf. Das galt zum Zeitpunkt unserer Erhebung für die Sparda-Bank Berlin. Allerdings hat das Institut zum 1. Oktober 2017 Kontogebühren eingeführt, was das sonst positive Gesamtbild nun etwas trübt. Das Bankhaus argumentiert in diesem Zusammenhang mit dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld.

Mehr als eine Handvoll der von uns untersuchten Banken und Sparkassen bieten in Berlin und Brandenburg preisgünstige Online-Konten an. Im Fall der PSD-Bank zeigt sich, dass auch Filialmodelle attraktiv sein können. Die Spanne der Kontoführungsgebühren reicht von null bis 3,90 Euro (online) bzw. 8,50 Euro (günstigstes Filialkonto).

Der interne Wechsel vom günstigsten Filial-Girokonto zum reinen Online-Konto kann dem Kunden mehr als 172 Euro einsparen – so geschehen bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.

Folgende Banken erheben keine Monatsgebühr (Geldeingang vorausgesetzt):

  • PSD Bank Berlin-Brandenburg (mtl. Geldeingang)
  • Sparkasse Elbe-Elster (mtl. Geldeingang 1.000 Euro, sonst 6,50 Euro)
  • Brandenburger Bank (ab 1.200 Euro Gehaltseingang)

Positiv: Alle drei genannten Banken erheben auch keine Gebühren für Online-Überweisungen. Diese Bankhäuser bestechen zudem mit vergleichsweise niedrige Dispozinsen und guter Bargeldversorgung. Daher führen sie auch in unserer Übersicht der besten Banken und Sparkassen in Berlin und Brandenburg an und erreichen zwischen 4,2 und 4,9 von 5,0 Biallo-Sternen.

Stand: September 2017

In die Biallo-Sterne-Bewertung fließt die Höhe der monatlichen Grundgebühr mit 60 Prozent ein. Jeweils zehn Prozent entfallen auf:

  • Preis der Girocard
  • Gebühren für Überweisungen
  • Höhe des Dispozinses
  • Gebührenfreie Bargeldversorgung

Den Wechsel zur von biallo.de ausgezeichneten PSD Bank Berlin-Brandenburg soll ein spezieller Wechselservice erleichtern. "Seit Einführung wurde unser Service bereits über 1.000 Mal in Anspruch genommen", sagt Grit Westermann, Vorständin der PSD Bank Berlin-Brandenburg. Etwa 70 Prozent aller Neukunden würden den Umzugsservice nutzen, der im November 2016 eingeführt wurde. Laut Westermann wird sich am Girokonto 2017 und 2018 nichts ändern.

Und auch bei der Sparkasse Elbe-Elster scheinen Neukunden willkommen zu sein. Sparkassen-Vorstand Jürgen Riecke spricht von "schlanken Prozessen" für Kunden, die zur Sparkasse Elbe-Elster wechseln wollen. Positiv auch: Änderungen am Online-Girokonto sind nicht geplant.

Auch bei der Brandenburger Bank sieht man aktuell keinen Anlass, etwas am attraktiven Online-Konto zu ändern. "Aufgrund unserer Regionalität als Volksbank-Raiffeisenbank und der persönlichen Beziehung unserer Mitarbeiter zu unseren Kunden vor Ort spielt die Kontowechselhilfe für uns eine eher untergeordnete Rolle", erklärt Dirk Wendorf, Marketing-Leiter der Brandenburger Bank. Den Umzugsservice habe man ohnehin bereits vor in Kraft treten des Zahlungskontengesetzes kostenlos angeboten.

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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

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