Roland Köppel, Vorstand VR-Bank Kitzingen

Interview Roland Köppel, Vorstand VR-Bank Kitzingen

von biallo.de
09.10.2017
Auf einen Blick

Das "VR-MitgliederKonto" der VR-Bank Kitzingen zählt zu den attraktivsten Online-Konten in Bayern. Vorstand Roland Köppel erläutert im Interview die wichtigsten Fakten rund um das Kontomodell.

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Herr Köppel, die VR-Bank Kitzingen punktet vor allem durch ihre fachliche Beratung in Sachen Altersvorsorge und Baufinanzierung. Besteht beim Online-Banking nicht die Gefahr einer Entfremdung zwischen Kunde und Ihrer Bank?

Köppel: Diese Gefahr einer Entfremdung besteht aus unserer Sicht nicht, wenn wir den Erwartungen unserer Mitglieder bei der Beratung gerecht werden und regelmäßig Kontakt halten. Unsere Mitglieder schätzen es, wenn sich die Mitarbeiter bei Bankbesuchen auf ihre Anliegen beschränken. Am häufigsten suchen sie eine Filiale zur Ein- und Auszahlung von Bargeld am Automaten oder bei Fragen zu Kontoführung auf. Zur Abwicklung von Zahlungen und Überweisungen ist es für Mitglied und Bank heute schneller und günstiger, wenn dies online erfolgt. Über 70 Prozent der Überweisungen erfolgen bei uns online. Unsere Mitglieder kommen gerne anlassbezogen zu fachlichen Beratungen in die Bank. Sie erwarten, dass ihr Berater regelmäßig von sich aus aktiv wird und mit ihnen ohne Verkaufsdruck über ihre Finanzfragen spricht.

Stehen diese Dienstleistungen auch demjenigen zur Verfügung, der sich für dieses Online-Konto entscheidet?

Köppel: Unsere Beratung steht allen Mitgliedern kostenlos offen. Unabhängig von der Art der Kontoführung.

Also ist der Onliner für Sie kein "Kunde zweiter Klasse"...

Köppel: Nein! Weil dieses Mitglied seinen Zahlungsverkehr im Sinne der genossenschaftlichen Gemeinschaft für beide Seiten ausgesprochen kostengünstig durchführt. Das spart für alle Mitglieder Kosten! Deshalb ist er aus genossenschaftlicher Sicht zu belohnen und ein Kunde erster Klasse.

Wie viel Prozent Ihrer Mitglieder nutzen dieses Konto?

Köppel: 55 Prozent unserer Privatgirokonten werden online geführt. Wann immer technisch möglich, halten wir die Mitglieder sowohl als Privat- als auch als Firmenkunden zum Online-Banking an. Nur so können wir als Gemeinschaft zu vernünftigen Kosten wirtschaften.

Und wie viele nutzen generell Online-Banking?

Köppel: Rund 70 Prozent unserer Mitglieder inklusive der Firmen nutzen Online-Banking.

Wie viel Prozent Ihrer Kunden sind mittlerweile Mitglieder?

Köppel: In unserer Satzung wurde von den Mitgliedern festgelegt, dass wir ab 31. Dezember 2016 ausschließlich mit Mitgliedern zusammenarbeiten. Die Mitgliederquote liegt daher inzwischen bei 100 Prozent. Nur derjenige kann bei uns ein Konto führen, der gleichzeitig Mitglied und damit Miteigentümer der Bank wird.

Wie hoch war zuletzt die Dividende?

Köppel: Die Dividende betrug im Jahr 2016 fünf Prozent und wurde in Gleichbehandlung für alle Mitglieder ausschließlich auf den ersten Geschäftsanteil von 100 Euro gezahlt. Wir sehen den Sinn einer Kreditgenossenschaft nicht in der Zahlung von Dividenden, unabhängig von den Geschäften mit der Genossenschaft. Mit unseren Überschüssen erwirtschaften wir Vorteile bei Bankgeschäften zur satzungsgemäßen Förderung der Mitglieder. So erhielten die Mitglieder zum Beispiel, abhängig vom persönlichen Geschäftsumfang, Bonuszahlungen aus dem "VR-MitgliederBonus"-Programm ihrer Genossenschaft. Diese Boni werden ausschließlich für unser Kerngeschäft, also für Kredite und Einlagen bei unserer genossenschaftlichen Bank vergütet. In den vergangenen Jahren entstand daraus, abhängig vom Zinsniveau, für die Mitglieder ein Vorteil von 0,02 bis 0,05 Prozent auf Kredite und Einlagen bei unserer Genossenschaft.

Welche weiteren Vorteile sind bei Ihren Mitgliedern besonders beliebt?

Köppel: Zu nennen sind hier neben unserem "VR-MitgliederBonus"-Programm unser im ganzen Landkreis verteiltes Netz von Bargeldautomaten zur Aus- und Einzahlung, unsere exklusiven Mitgliederveranstaltungen sowie die verbindliche Zusage, zu den bekannten Bedingungen Lohn- Gehalts- und Rentenkonten bis zum 31.Dezember 2019 gebührenfrei zu führen.

Herr Köppel, vielen Dank für das Gespräch.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

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