Für Schäden von kleinen Kindern müssen Versicherer nicht zahlen

Haftpflichtversicherung Für Schäden von kleinen Kindern müssen Versicherer nicht zahlen

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
02.02.2017
Auf einen Blick
  • Ein vierjähriger Bobpilot rast ins Wohnzimmer der Nachbarin.

  • Bei unter Siebenjährigen muss die Versicherung der Eltern nicht leisten.

  • Worauf Eltern achten sollten - zum Vorteil aller.
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Ob Sven Hannawald oder Martin Schmitt, von der legendären Hochfirstschanze sind schon viele bekannte Skispringer abgesprungen. In unmittelbare Nachbarschaft dachte sich ein Vierjähriger: Früh übt sich und wollte es den großen Winterathleten gleichtun. Der Nachwuchssportler aus dem badischen Titisee-Neustadt rauschte aber mit seinem Bobschlitten direkt durch die Terrassentür einer Anwohnerin und kam letztlich im Wohnzimmer der Frau zum Stehen.

Die gute Nachricht: Dem Bruchpiloten ist nichts passiert. Ganz anders sieht es aber mit der doppelt verglasten Tür der Geschädigten aus.

Wer zahlt den Schaden?

Der Junge ist wohlauf. Doch nun stellt sich die nächste Frage: Wer zahlt den Schaden? Kinder unter sieben Jahren gelten juristisch als nicht deliktfähig. Das heißt eine Haftpflichtversicherung muss in solchen Fällen meist nicht zahlen. Es sei denn, Eltern hätten grob fahrlässig gehandelt. Der häufig zu lesende Satz: „Eltern haften für ihre Kinder“ stimmt also nicht uneingeschränkt. Eine moralische Verpflichtung sehen viele trotzdem.

So wollen etwa nach einer Umfrage der Provinzial-Versicherung 99 Prozent der Eltern Opfer nicht auf den Kosten sitzen lassen. "Oft handelt es sich um das Hab und Gut von Nachbarn, Freunden und Bekannten. Und ein Kratzer in der Beifahrertür kann den Nachbarschaftsfrieden schnell auf die Probe stellen", sagt Christoph Hartmann, Pressesprecher der Provinzial-Versicherung.

Wie sollten Eltern vorgehen?

Hoffen, dass nichts passiert und falls doch, einfach zahlen? So verfahren die Deutschen mehrheitlich. Richtig ist diese Vorgehensweise dennoch nicht. "Junge Eltern sollten bei der Wahl der Police darauf achten, dass auch Schäden deliktunfähiger Kinder problemlos reguliert werden.

Diese wichtige Deckungserweiterung muss oft nicht einmal mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, ist aber nicht zwangsläufig in jedem Tarif vorhanden", so Hartmann.

Unser Tipp

Nach Zahlen von Statista haben mehr als 20 Prozent der Deutschen keine private Haftpflichtversicherung (ohne PKW). Wer bei dieser günstigen Police spart, setzt seine finanzielle Existenz aufs Spiel. Bereits für wenige Euro bekommen Sie effektiven Schutz. Eltern sollten zusätzlich ihre Kinder mitaufnehmen. Hier finden Sie rasch die günstigsten Haftpflichtversicherungen:

Vergleich Haftpflichtversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Premium-2016-Single-5Mio 40,62 Euro weiter
2 BlueLine-Tip-5Mio-Single 42,01 Euro weiter
3 Tarif TOP-VIT Single 42,48 Euro weiter
4 NV-PrivatSpar-5.0-Single-5Mio 44,03 Euro weiter
5 BestSelection-2015-Single-10Mio 44,56 Euro weiter
Hier Ihren persönlichen Tarif Haftpflichtversicherung berechnen
Ihre Meinung ist uns wichtig
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de