Advent, Advent, die Bude brennt

Versicherungen Advent, Advent, die Bude brennt

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
21.12.2017
Auf einen Blick
  • In der Weihnachtszeit brennen in Deutschland überall die Kerzen. Doch was romantisch wirkt, kann schnell brandgefährlich werden.

  • Hier ist der richtige Versicherungsschutz gefragt.
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Mit dem ersten Advent beginnt für viele Deutsche die besinnliche Weihnachtszeit. Doch wer am Adventskranz das erste Licht anzündet, sollte die Kerze nur unter Aufsicht brennen lassen. Denn zur Weihnachtszeit haben Wohnungsbrände Hochkonjunktur.

Laut Informationen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden in den vergangenen Jahren im Dezember im Schnitt 12.000 Brände registriert. Das sind 40 Prozent mehr als in den Frühjahres- und Herbstmonaten.

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"Problematisch ist, dass vielen Verbrauchern nicht bewusst ist, welche Pflichten sie eigentlich haben, wenn sie beleuchtete Deko aufstellen", sagt Michael Herte, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wer hier nicht den richtigen Versicherungsschutz besitzt, kann schnell vor dem finanziellen Ruin stehen.

Ein absolutes Muss für jeden Immobilienbesitzer ist die Wohngebäudeversicherung. Sie deckt Schäden am Gebäude, die durch Feuer, Leitungswasser und Sturm entstehen. Brandschäden an Einrichtung und Geschenken deckt die Hausratversicherung. "Um in der Weihnachtszeit gut abgesichert zu sein, sollte zudem private Haftpflichtversicherung vorhanden sein", rät Herte.

Wann die Versicherung nicht zahlt

Doch selbst mit dem richtigen Versicherungsschutz heißt es: gut aufpassen! Kann dem Verbraucher grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, steht der volle Versicherungsschutz auf der Kippe.

Aber: Die Zahlung komplett verweigern, dürfen Versicherer seit 2008 nicht mehr. Seitdem gilt die sogenannte Quotenregelung, wonach Versicherungsunternehmen auch dann zahlen müssen, wenn der Kunde den Schaden grob fahrlässig verursacht hat.

Und das geht schnell. Grob fahrlässig handelt bereits, wer seine Wohnung verlässt, obwohl noch eine Kerze im Adventskranz brennt (OLG Oldenburg, 2 U 61/99). Oder wer seinen achtjährigen Sprössling unbeaufsichtigt Kerzen anzünden lässt. (LG Bielefeld, 21 S 166/06).

"Man sollte drauf achten, dass der Versicherer in den Versicherungsbedingungen bei Herbeiführung des Versicherungsfalles auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet", sagt Claudia Frenz, Pressereferentin beim Bund der Versicherten (BdV).

Vergleich Wohngebäudeversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Degenia-casa-classic-T12 219,88 Euro weiter
2 Tarif Kompakt 232,76 Euro weiter
3 max-Wohngebaeude-Premium 234,67 Euro weiter
4 ConceptIF-BayH 252,39 Euro weiter
5 Tarif XL 242,30 Euro weiter
Einfamilienhaus in Großstadt, 120 qm, mit Elementarschäden, Bj. 2008, Wert 1914 19.200 Euro, Selbstbeteiligung bis 250 Euro, 1 Jahr Vertragslaufzeit, pro Anbieter nur 1 Tarif, Prämie pro Jahr.
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Plastik- statt Wachskerzen

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte um Wachskerzen generell einen Bogen machen und elektrische Kerzen aus Kunststoff verwenden. Doch trotz erhöhter Brandgefahr möchten viele Verbraucher nicht auf den echten Kerzenschein verzichten. Damit an Weihnachten statt dem Christkind nicht die Feuerwehr vor der Tür steht, sollten Verbraucher folgende Tipps beachten:

  • Brennende Kerzen möglichst nie allein lassen, insbesondere dann nicht, wenn Kinder oder Haustiere mit im Raum sind.

  • den Weihnachtsbaum regelmäßig gießen. Ein trockener Christbaum brennt wie Zunder.

  • jedem Kind begreiflich machen: im Fall eines Brandes sofort Hilfe holen und vor allem, dass ihm keine Strafe droht.

Wichtig: Auch elektrische Kerzen können bei unsachgemäßem Umgang gefährlich werden. Elektrischer Baumschmuck sollte das GS-Zeichen tragen. Man sollte sie nur bestimmungsgemäß einsetzen. So darf man Weihnachtsbaumkerzen, die nur für den Innenbereich bestimmt sind, nicht im Freien verwenden.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de