Datenschutz: Was sich für Verbraucher im Mai ändert

EU-DSGVO Datenschutz: Was sich für Verbraucher im Mai ändert

von Horst Peter Wickel
06.02.2018
Auf einen Blick
  • Künftig müssen Sie bei jeder Bestellung (ob Waren oder Newsletter) zustimmen, wenn Ihre Angaben in der Datenverarbeitung eines Geschäftspartners genutzt werden sollen. Diese Zustimmung dürfen Sie jederzeit widerrufen.

  • Unternehmen müssen Ihnen auf Wunsch die Rechtsgrundlagen zur Verarbeitung der Daten, zur Dauer der Speicherung oder zur Weitergabe an andere Datenverarbeiter mitteilen.

  • Sobald Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr benötigt werden, müssen Ihre Geschäftspartner diese Daten löschen (Recht auf Vergessenwerden).
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Eigentlich gelten die neuen Regeln bereits seit 2016, aber die EU hat den Unternehmen eine zweijährige Übergangszeit gewährt. Doch viele Unternehmen haben die Zeit nicht genutzt. So stellte der Digitalverband Bitkom im September 2017 fest, dass sich ein Drittel der Unternehmen noch gar nicht damit beschäftigt hatten, was die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für sie bedeutet. Und aktuell monierte Hans-Gerhard Engelke, Staatssekretär im Innenministerium: "Viele Unternehmen sind zur Zeit noch unsicher, welch Maßnahmen sie zur Anpassung ihrer Datenschutzprozesse an das neue Datenschutzrecht treffen müssen."

Unternehmen haben viele Aufgaben

Nach der neuen DSGVO müssen Unternehmen ihre Kunden viel umfassender und früher darüber unterrichten, dass ihre personenbezogenen Daten in ihrem Hause gespeichert und verarbeitet werden. Sie sind künftig auskunftspflichtig, wenn ein Betroffener Einsicht in die gespeicherten Daten nehmen will. Verstöße müssen unverzüglich binnen 72 Stunden auch dem Betroffenen selbst gemeldet werden. Sobald personenbezogene Daten nicht mehr benötigt werden, sind Unternehmen zur Löschung verpflichtet. Bei den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) dürfen keine Voreinstellungen mehr benutzt werden – Sie müssen als Kunde selbst ihr Kreuzchen machen können.

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Was Sie als Kunde von der DSGVO erwarten können

Nach einer europaweiten neuen Studie wollen 90 Prozent der Verbraucher wissen, wie ihre Daten verwendet werden. Zwar halten nach dieser Umfrage mehr als die Hälfte der Befragten die Speicherung ihres Namens, ihres Geschlechts, ihrer Postanschrift und ihrer Mail-Adresse für akzeptabel, aber bei persönlichen Angaben wie Telefonnummer, Zahl der Kinder, Angaben zum Einkommen oder ihre Social-Media-Aktivitäten sieht das ganz anders aus.

Auch Daten über ihr Kaufverhalten und ihre Kaufhistorie will eine Mehrheit der Kunden nicht preisgeben. Von ihren neuen Rechten wollen deshalb viele Verbraucher Gebrauch machen. Mehr als 90 Prozent würden das Recht zur Löschung von Daten in Anspruch nehmen, wenn sie mit deren Nutzung nicht einverstanden sind. Und 89 Prozent würden dann ohnehin die Geschäftsverbindung zu dem entsprechenden Unternehmen beenden.

Regelverstöße werden richtig teuer

Nach der DSGVO müssen Verstöße künftig nicht mehr von Behörden oder Kunden nachgewiesen werden, sondern die Unternehmen müssen belegen, dass sie sich an die Regeln halten. Konnten bisher Bußgelder von maximal 300 000 Euro verhängt werden, liegt der Höchstbetrag dann bei 20 Millionen Euro. Experten sind sich einig, dass die verhängten Strafen (bisher eher zwischen 5000 und 10000 Euro), drastisch steigen werden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de