So erhalten Sie eine günstige Rechtsberatung

Wenn ein Rechtsstreit droht So erhalten Sie eine günstige Rechtsberatung

Caroline Benzel
von Caroline Benzel
20.04.2018
Auf einen Blick
  • Wer keine Rechtsschutzversicherung mit Anwaltshotline hat, steht bei Rechtsfragen häufig im Regen.

  • Dennoch gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten für Verbraucher, eine kostengünstige Rechtsberatung auch ohne Rechtsschutz zu erhalten.

  • Egal ob Online-,Telefonauskunft oder Beratung vor Ort – unser Ratgeber zeigt Ihnen, wo es Rechtsauskunft zu fairen Preisen gibt. 
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Der Nachbar schmeißt Müll über den Zaun. Der Vermieter kündigt die Wohnung. Der Hund wird angefahren oder ein unabsichtlich abgeschlossenes Handy-Abo nervt. Die Polizei beschlagnahmt den Führerschein. Es gibt viele Situationen im Alltag, in denen Verbraucher den Rat oder die tatkräftige Unterstützung eines Anwalts gut gebrauchen können. Je nachdem worum es geht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um preiswert oder kostenlos rechtliche Unterstützung zu erhalten.

Rechtsfragen beantworten lassen

Oft sind es relativ einfache Rechtsfragen, die unseren Alltag bestimmen. Muss ich die Handwerksrechnung bezahlen, obwohl ich unzufrieden bin? Muss ich meine Wohnung beim Auszug streichen? Aus Unsicherheit oder Angst vor hohen Anwalts- und Gerichtskosten gehen viele Menschen den Weg des geringsten Widerstandes und machen einfach, was von ihnen verlangt wird – bezahlen überteuerte Rechnungen oder streichen Wohnungen, die sie von Rechts wegen einfach unrenoviert belassen könnten. Dabei müssen Rechtsauskünfte nicht teuer sein.

Anwalt-Hotlines

Die meisten Rechtsschutzversicherer bieten als Teil ihres Services eine Anwaltshotline an. Das ist praktisch, sollte aber nicht der Hauptgrund sein, um eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Denn häufig reicht eine reine Auskunft am Telefon nicht aus, um eine Rechtsfrage seriös beantworten zu können. Oft brauchen Anwälte Einsicht in diverse Unterlagen, um eine Frage wirklich klären zu können.

Beispiel Schönheitsreparaturen: Um beurteilen zu können, ob ein Mieter beim Auszug malern muss, ist ein Blick in den Mietvertrag unerlässlich. Oft entscheiden minimale Unterschiede in den Formulierungen darüber, ob eine Klausel nach gängiger Rechtsprechung gültig ist oder nicht. Falls eine Frage nicht telefonisch beantwortet werden kann, empfehlen die Anwälte in der Regel eine Erstberatung bei einem Anwalt. Ob die Rechtsschutzversicherung diese Beratung bezahlt, hängt vom gewählten Tarif und den versicherten Rechtsgebieten ab. Oft wird auch eine Selbstbeteiligung fällig. Manche Versicherer verzichten auch auf eine Selbstbeteiligung, wenn der Versicherte einen Anwalt auswählt, den die Versicherung empfiehlt.

Biallo-Tipp: Wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, können Sie eine kostenpflichtige Anwaltshotline nutzen. Die Deutsche Anwaltshotline verbindet Sie für 1,99 Euro pro Minute mit einem Fachanwalt. Rufnummer: 0900-1 875 005 754. Es gibt aber auch Anbieter wie die Deutsche Rechtsanwaltshotline, die gleich Minutenpakete verkaufen. 45 Minuten Beratung gibt es dann für 69 Euro. Nach Buchung ruft der Rechtsanwalt zurück.

Rechtsfragen online stellen

Wer nicht sofort mit einem Anwalt sprechen will, hat auch die Möglichkeit seine Rechtsfrage online zu stellen. Alle Anbieter von telefonischer Rechtsberatung haben auch eine Online-Beratung im Angebot. Wichtig ist dabei, die Frage so konkret wie möglich zu stellen, damit eine Beantwortung auch möglich ist. Natürlich fragen Rechtsanwälte bei Bedarf nach mehr Informationen, doch dann dauert die Beantwortung entsprechend länger. Diverse Anbieter haben sich auf die reine Online-Abwicklung von Rechtsfragen spezialisiert. Auf Portalen wie www.frag-einen-anwalt.de und www.justanswer.de können Ratsuchende ihre Rechtsfrage online stellen. Dann bestimmen sie selbst, wie viel sie für die Beantwortung ihrer Frage ausgeben wollen.

Der Mindesteinsatz bei Frag-einen-Anwalt.de ist 25 Euro. Dürfen Frage und Antwort nicht online veröffentlicht werden, so steigt der Preis auf 60 Euro. Hinzu kommen jeweils zwei Euro Nutzungsgebühr pro Frage. Klar ist: Je schwieriger und dringlicher die Frage, umso höher sollte auch das Preisgebot sein, damit sich ein Anwalt findet, der sich mit dem Thema befassen will. Bei Justanswer steigt der Preis automatisch mit der Dringlichkeit und der gewünschten Detailtiefe, die der Kunde wünscht.

Portale wie www.rechtsanwalt.net, www.advocado.de und www.klugo.de werben damit, dass Kunden eine kostenlose Ersteinschätzung bekommen. Erst wenn während dieser Erstberatung klar wird, dass weitere Schritte unternommen werden müssen, fallen für den Anwalt Kosten an – wenn er denn beauftragt wird.

Für Kunden hat das den Vorteil, dass sie sich die Erstberatung sparen, die um die 250 Euro kosten kann. Auf der anderen Seite kann es bei Fällen, die vor Gericht landen besser sein, einen lokalen Anwalt zu beauftragen. Denn sonst fallen möglicherweise zusätzliche Kosten für Reise, Spesen und Unterkunft des Rechtsanwaltes an. Anwalt.de bietet eine Anwaltssuche, die sich nach Rechtsgebieten und Region eingrenzen lässt. Zudem können Sie sich speziell Anwälte mit einem Notfalltelefon anzeigen lassen.

Biallo-Tipp: Für eine erste Einschätzung ist eine Gratis-Beratung sicherlich nicht verkehrt. Gegebenenfalls können Sie ja eine zweite Meinung einholen.

Verbraucherzentralen

Auch bei den Verbraucherzentralen können Sie sich rechtliche Hilfe holen. Die Beratung erfolgt direkt bei der Verbraucherzentrale vor Ort. Einige Verbraucherzentralen bieten aber auch E-Mail-Beratung und telefonische Rechtsberatung an. Einen Überblick über die Beratungsleistungen der Verbraucherzentralen finden Sie auf der Seite des Verbraucherzentrale Bundesverbandes: https://www.verbraucherzentrale.de/beratung.

So berät die Verbraucherzentrale Berlin persönlich vor Ort, telefonisch und per E-Mail. Richtig billig ist aber die telefonische Rechtsberatung auch bei der Verbraucherzentrale nicht. So kostet eine Gesprächsminute 1,86 Euro. Die Beantwortung einer E-Mail-Anfrage schlägt in Berlin mit 15 Euro zu Buche. Für eine persönliche Verbraucherrechtsberatung fallen 15 Euro pro 20 Minuten an, pro Stunde also 45 Euro.

Biallo-Tipp: Falls Sie Probleme mit einer unrechtmäßigen Inkasso-Forderung haben, gibt es bei den Verbraucherzentralen eine kostenlose Lösung. Unter www.verbraucherzentrale.de/inkasso-check können Sie eine Inkasso-Forderung gratis überprüfen lassen und bekommen zusätzlich ein Muster-Schreiben, um sich zu wehren.

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Mieterverein

Der Mieterschutzbund bietet auch Nicht-Mitgliedern eine telefonische Rechtsberatung an. Diese gibt es unter 0900 / 12 000 12 für zwei Euro pro Minute. Wer häufiger Hilfe braucht, beispielsweise um jedes Jahr die Nebenkostenabrechnung überprüfen zu lassen, sollte indes lieber Mitglied werden. Die Jahresmitgliedschaft kostet je nach Wohnort zwischen 50 bis 90 Euro. Auf der Webseite des Deutschen Mieterbundes werden die örtlichen Mietervereine angezeigt (www.dmb.de). Wichtig zu wissen: Die Mietervereine des Mieterschutzbundes sind bundesweit vertreten. Daneben gibt es auch andere Mietervereine, die teils nur regional agieren. Vor einer Mitgliedschaft sollten Sie deshalb überprüfen, ob es an Ihrem Wohnort wirklich eine Niederlassung gibt, falls Sie Wert auf eine persönliche Vor-Ort-Beratung legen.

So hat beispielsweise der Deutsche Mieterschutzbund Büros in Recklinghausen, Bochum, Bottrop, Dortmund, Herne und Wuppertal. Ein Hamburger Mieter dürfte deshalb im Mieterverein zu Hamburg besser aufgehoben sein. Umstritten ist die Mieterhilfe Deutschland mit Sitz in München. Die Meinungen von Mitgliedern fallen in Online-Foren teils sehr negativ aus. Auf diversen Interneseiten gibt es zudem Musterschreiben, um den Vertrag mit der Mieterhilfe Deutschland zu kündigen.

Biallo-Tipp: Sie können einem Verein des Mieterschutzbundes auch beitreten, wenn Sie bereits Hilfe benötigen. Beraten werden Sie in jedem Fall. Falls Sie im Rahmen der Mitgliedschaft auch eine Rechtsschutzversicherung bekommen, so gilt dafür in der Regel eine Wartefrist von drei Monaten.

Gewerkschaften und Berufsverbände

Arbeitnehmer und Selbständige, die in einer Gewerkschaft oder einem Berufsverband organisiert sind, können sich dort in der Regel gratis im Bereich Arbeitsrecht beraten lassen. So genießen Verdi- und IG-Metall-Mitglieder Rechtsschutz in den Bereichen Arbeits- und Sozialrecht. Und auch Journalisten sind über den Journalistenverband abgesichert.

Biallo-Tipp: Prüfen Sie nach, ob Sie über eine Gewerkschaft oder einen Berufsverband rechtsschutzversichert sind und Anspruch auf juristischen Beistand haben.

Telefonische Rechtsberatung

Anbieter

Deutsche Anwaltshotline

Deutscher Mieterbund

Deutsche Rechtsanwaltshotline

Rechtsberater.de

Website

www.deutsche-anwaltshotline.de

www.mieterbund.de

www.deutsche-rechtsanwaltshotline.de

www.rechtsberater.de

Rufnummer

0900-1 875 000-10

0900 / 12 000 12

Anwälte rufen selbst an

06021 - 495693796

Preis

1,99 Euro / Minute

2 Euro / Minute

29 Euro / 15 Min., 49 Euro / 30 Min., 69 Euro / 45 Min.

19,90 Euro für 30 Minuten Grundberatung, 99 Euro für Vollberatung, inklusive Gesprächsprotokoll und erste Maßnahmen

Erreichbar laut Website

 

täglich 7 - 1 Uhr

täglich 10 - 20 Uhr, auch für Nichtmitglieder

rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen

immer

Online-Beratung

Ja, mit individuellem Preisangebot

Ja, unter www.mieterbund24.de, für 25 Euro pro Frage

99 Euro für rechtsverbindliche Antwort, inklusive einer Rückfrage

Diverse Beratungsleistungen zum Festpreis, zum Beispiel Prüfung, Kündigung Mietvertrag für 89 Euro


Quelle: Websites der Anbieter, Stand: April 2018


Online-Rechtsberatung

Anbieter

Frag-einen-Anwalt.de

Justanswer

Rechtsanwalt.net

Klugo

Website

www.frag-einen-anwalt.de

www.justanswer.de

www.rechtsanwalt.net

www.klugo.de

Leistung

Anwälte beantworten schriftliche Fragen der Nutzer. Fragesteller legen den Preis selbst fest und können noch eine Verständnisfrage stellen.

Anwälte beantworten schriftliche Fragen der Nutzer. Nutzer dürfen so lange nachfragen, bis sie zufrieden sind. Sind Nutzer mit der Beantwortung nicht zufrieden, bekommen sie entweder ihr Geld zurück oder eine kostenlose Zweitmeinung.

Anwälte geben kostenlos eine schriftliche Ersteinschätzung zu einer Rechtsfrage.

Anwälte geben kostenlos eine schriftliche Ersteinschätzung zu einer Rechtsfrage.

Preis

ab 25 Euro + 2 Euro Nutzungsgebühr, für vertrauliche Beratung ohne Veröffentlichung Mindestpreis 60 Euro + 2 Euro Nutzungsgebühr, 80 Euro / Monat für eine unbegrenzte Anzahl an Fragen

ab 24 Euro

Ersteinschätzung gratis

Ersteinschätzung gratis


Quelle: Websites der Anbieter, Stand: April 2018


Anwaltliche Hilfe zu fairen Preisen

Der Grund, warum sich einige Menschen nicht zum Anwalt trauen, liegt an der für Laien schwierig zu durchschauenden Preisstruktur.

Wie Anwälte abrechnen

Anwälte haben verschiedene Möglichkeiten abzurechnen. Sie richten sich entweder nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder treffen eine Vergütungsvereinbarung mit dem Klienten. Rechnet der Anwalt seine Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ab, so basieren die Kosten auf dem sogenannten Gegenstandswert oder Streitwert. Liegt dieser bei 10.000 Euro, so betragen die Anwaltsgebühren laut Gebührenordnung 1.000 Euro. Landet der Fall vor Gericht, so kommen noch die Prozesskosten hinzu, die ebenfalls anhand des Streitwertes berechnet werden.

Für Laien ist es oft schon ein Ding der Unmöglichkeit, überhaupt den Streitwert zu berechnen. Es empfiehlt sich deshalb in jedem Fall, mit einem Anwalt schon vorab die Kostenfrage zu klären. Es lohnt sich, dafür ruhig mehrere Anwälte anzufragen. Denn gerade eine stundenbasierte Abrechnung kann für Mandanten unerfreulich teuer werden.

Biallo-Tipp: Vereinbaren Sie mit dem ausgewählten Anwalt zumindest für das Erstgespräch einen Festpreis. Wenn er auf stundengenaue Abrechnung besteht, behalten Sie die Uhr im Auge. Mehr als 190 Euro netto darf ein Anwalt nicht für das Erstgespräch verlangen. Bei manchen Anwälten ist das Erstgespräch sogar kostenlos.

Da Anwälte auch eine Vergütungsvereinbarung treffen dürfen, die sich nicht an der Gebührenordnung orientiert, sind sie und ihre Mandanten relativ frei in den Preisverhandlungen. Erfolgshonorare oder Festpreisvereinbarungen sind durchaus üblich und erlaubt. Dank des Internets und diverser Start-ups im Rechtsbereich dürften sich Festpreise und Erfolgshonorare in einigen Rechtsbereichen immer weiter durchsetzen.

Diverse Rechtsplattformen bieten Anwaltsdienstleistungen zum Festpreis an. So wissen Kunden genau, was sie bekommen und was sie die Leistung kostet. Natürlich geht es bei den Festpreisangeboten in der Regel um relativ einfache juristische Leistungen wie dem Erstellen eines Testaments, der juristischen Prüfung einer Kündigung der Wohnung oder des Arbeitsplatzes oder der Anmeldung einer GmbH.

Auf Reiserecht spezialisierte Anbieter arbeiten dagegen für ein Erfolgshonorar. Sie setzen Kundenansprüche bei Flug- oder Zugverspätungen und Ausfällen durch und bekommen dafür einen Teil der Entschädigungszahlungen.

Vergleich Rechtsschutzversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter
2 DMB Securo 198,29 Euro weiter
3 Ratio 229,00 Euro weiter
4 JurPrivat 235,00 Euro weiter
5 Compact Familie 236,93 Euro weiter
RS Privat/ Verkehr/ Beruf/ Wohnen, Laufzeit 1 Jahr, Antragsteller 30 J., nur Top-Familientarife.
Hier Ihren persönlichen Tarif Rechtsschutzversicherung berechnen

Anwaltsdienstleistungen zum Festpreis

Seit einigen Jahren etablieren sich immer mehr Rechtsportale, die Anwaltsdienstleistungen zum Festpreis anbieten. Das funktioniert, weil es um klar umrissene Rechtsprodukte geht, die von spezialisierten Rechtsanwälten relativ schnell bearbeitet werden können. So lassen sich über solche Portale relativ günstig Testamente aufsetzen, Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten erstellen.

Es ist aber auch möglich, arbeitsrechtliche Abmahnungen oder Kündigungen prüfen zu lassen. Auch Miet- oder Kaufverträge checken Anwälte zum Festpreis durch. Die Preise variieren dabei von Portal zu Portal. Einen Immobilienkaufvertrag kann man bei 123recht.net ab 144 Euro prüfen lassen, bei anwalt.de und Jurato für 249 Euro. Die Preisunterschiede erklären sich in der Regel durch die Preisvorgaben der Rechtsanwälte.

Biallo-Tipp: Kunden sollten darauf achten, dass der von ihnen ausgewählte Anwalt sich auf das gewählte Rechtsgebiet spezialisiert hat und nicht gleichzeitig Straf-, Medizin- und Immobilienrecht betreut.

Fahr- und Fluggastrechte

Manchmal lohnt es sich einfach nicht, Zeit und Geld zu investieren, um sein Recht durchzusetzen. So war das auch oft bei Flugverspätungen und Ausfällen. Wer will schon eine Fluglinie verklagen, weil der Flug fünf Stunden zu spät war? Das haben sich in der Vergangenheit viele Fluglinien zunutze gemacht und einfach die Entschädigungsforderungen ihrer Kunden ignoriert.

Mit Portalen wie Flightright und Fairplane geht das nicht mehr so einfach. Denn die Portale ziehen notfalls vor Gericht, um die Rechte der Kunden durchzusetzen. Der Vorteil für die Kunden: Der Service ist gratis. Nur im Erfolgsfall müssen sie einen Teil der Entschädigungszahlung abgeben. Je nach Portal und Fall sind das zwischen 20 und 30 Prozent. Etwas anders arbeitet das Portal zug-erstattung.de. Hier bekommen die Betreiber kein Erfolgshonorar, sondern 99 Cent pro bearbeitetem Antrag.

Lesen Sie auch: Was tun bei Reisemängeln?

Gratis-Hilfe bei Bußgeldbescheid

Zu schnell gefahren, rote Ampel übersehen – wer im Straßenverkehr nicht korrekt unterwegs ist, bekommt schnell einen Bußgeldbescheid. Indes sind längst nicht alle Bußgeldbescheide wirklich korrekt. Mal wird falsch gemessen, mal sind die Formulare fehlerhaft ausgefüllt. Ob gegen einen Bußgeldbescheid vorgegangen werden kann, ist oft erst nach Akteneinsicht ersichtlich. Und Akteneinsicht bekommen ausschließlich Anwälte.

Eine Lösung bieten Portale wie Geblitzt.de und Blitzerkanzlei.de. Hier prüfen Anwälte kostenlos, ob es sich lohnt, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen.

Der Ansatz der beiden Portale ist jedoch unterschiedlich. Blitzerkanzlei.de bietet ein kostenloses Erstgespräch an – danach können sich Betroffene überlegen, ob sie gegen den Bußgeldbescheid vorgehen wollen oder nicht.

Geblitzt.de prüft immer das komplette Bußgeldverfahren. Unabhängig von einem Bescheid wird immer Einspruch eingelegt und die Akte von der Bußgeldstelle angefordert. Erst danach geben die Anwälte von Geblitzt.de eine juristische Einschätzung.

 

Haben die Geblitzt.de-Mandanten eine Rechtsschutzversicherung, so übernimmt das Portal den Selbstbehalt. Bei Nicht-Versicherten wird der Vorgang von einem Prozessfinanzierer finanziert.

Rechtsprodukte zum Festpreis

Anbieter

123recht.net

Anwalt.de

Jurato

YourXpert

Website

www.123recht.net

www.anwalt.de

www.jurato.de

www.yourxpert.de

Arbeitszeugnis prüfen lassen

ab 49 Euro

99 Euro

ab 49 Euro

ab 22 Euro

Erstberatung nach

Kündigung des Arbeitsverhältnisses

ab 50 Euro

99 Euro

ab 49 Euro

87 Euro

Einzeltestament

erstellen

ab 190 Euro

299 Euro

Erstberatung Erbrecht ab 17 Euro

262 Euro

Vorsorgevollmacht

ab 199 Euro mit Patientenverfügung

99 Euro

ab 160 Euro mit Patientenverfügung

189 Euro mit Patientenverfügung

Patientenverfügung

ab 169 Euro

249 Euro

ab 160 Euro mit Vorsorgevollmacht

189 Euro mit Vorsorgevollmacht

Immobilienkaufvertrag prüfen lassen

ab 144 Euro

249 Euro

ab 249 Euro

ab 152 Euro

Mietvertrag prüfen

ab 89 Euro

249 Euro

nicht im Angebot

ab 87 Euro

Auswahl weiterer Festpreisprodukte

Abmahnung prüfen, Abmahnung erstellen, Arbeitszeugnis entwerfen, Beratung bei Elternzeit, Aufenthaltstitel beantragen, Erbfolge ermitteln, Erbe ausschlagen, Bescheid von Behörden prüfen, Steuerbescheid prüfen, Mietvertrag erstellen, Einspruch gegen Fahrverbot, Knebelvertrag prüfen, Ehevertrag erstellen, Scheidungsfolgenvertrag erstellen, Scheidung beantragen

Unterhalt prüfen, Arbeitsvertrag erstellen, Akteneinsicht anfordern, Anwaltsinkasso, Marke anmelden, Beratung bei Trennung und Scheidung, Patent anmelden, Verteidigung gegen eine Abmahnung wegen Filesharing, Erstberatung Existenzgründer, Ausweg Abofalle, Erstberatung nach Verkehrsunfall, Erstberatung Strafrecht, Abmahnung des Arbeitsgebers prüfen

Akteneinsicht, Beratung für geschädigte Kapitalanleger, Beratung zum Sorge- und Umgangsrecht, Beratung Elternunterhalt, Erstberatung Arzthaftung, Erstberatung Verkehrsrecht, Erstberatung Strafrecht, Erstberatung Lebensmittelrecht, Flugverspätung / Flugausfall, Zeugnisbeistand, Renovierungspflicht prüfen

Nebenkostenabrechnung prüfen, Bauvertrag prüfen, Eigenbedarfskündigung abwehren, Mietminderung prüfen und durchsetzen, Mieterhöhung prüfen, Arbeitszeugnis erstellen, Testament nach Scheidung anpassen, Zahnarztrechnung prüfen, Kaufvertrag prüfen, Ehevertrag erstellen, Ehevertrag prüfen lassen, Kindsunterhalt berechnen, Testament anfechten, Testament nach Scheidung prüfen lassen, Reisemängel reklamieren

Quelle: Websites der Anbieter, Stand: April 2018

Portale zur Durchsetzung von Flug- und Fahrgastrechten

Anbieter

EUClaim

Fairplane

Flightright

Flug-verspaetet.de

zug-erstattung.de

Website

www.euclaim.de

www.fairplane.de

www.flightright.de

www.flug-verspaetet.de 

www.zug-erstattung.de

Leistungen

Durchsetzen von Entschädigung für Flugausfall und Flugverspätung

Durchsetzen von Entschädigung für Flugausfall und Flugverspätung

Durchsetzen von Entschädigung für Flugausfall und Flugverspätung

Durchsetzen von Entschädigung für Flugausfall und Flugverspätung

Durchsetzen von Entschädigung für Zugausfall und Zugverspätung

Kosten

22,5% der durchgesetzten Entschädigungssumme zuzüglich Mehrwertsteuer

bis zu 24,5% der durchgesetzten Entschädigungssumme zuzüglich Mehrwertsteuer

20 bis 30 % der durchgesetzten Entschädigungssumme zuzüglich Mehrwertsteuer

25 % der durchgesetzten Entschädigungssumme zuzüglich Mehrwertsteuer

Einmal im Jahr kostenlos, danach 99 Cent pro Antrag

Quelle: Websites der Anbieter, Stand: April 2018

Dokumente und Verträge online erstellen

Für einige Rechtsdienstleistungen braucht man nicht unbedingt einen menschlichen Anwalt. Wenn es darum geht Akten und Klauseln zu durchwühlen, setzen sich immer mehr sogenannte Robo-Anwälte durch, die standardisierte Vorgänge schneller und genauer erledigen als Menschen.

Das bedeutet nicht, dass sich Straftäter von einem Computer-Programm vor Gericht vertreten lassen können. Es bedeutet aber durchaus, dass für Standard-Fragen Robo-Anwälte zum Einsatz kommen können. In Deutschland gibt es einige Beispiele, wie Rechtsfragen automatisiert bearbeitet werden können. Auf rechtsanwalt.net gibt es beispielsweise einen Anwalts-Chatbot, der eine erste Einschätzung zum Thema Bußgeldbescheid gibt. Die häufigste Anwendung hierzulande ist aber das automatisierte Erstellen von Dokumenten.

Wer seine Verträge und Rechtsdokumente selbst online zusammenstellen möchte, findet auf www.smartlaw.de und www.formblitz.de entsprechende Angebote. So gibt es bei Formblitz einen Wohnungsmietvertrag für 8,90 Euro. Bei Smartlaw kostet ein Wohnungsmietvertrag schon 29 Euro. Allerdings bietet Smartlaw diverse Paketangebote an. Für 4,90 Euro im Monat gibt es beispielsweise den Tarif Familie & Privates mit 80 Dokument- und Vertragstypen zur Auswahl. Grundsätzlich ist bei den Online-Verträgen aber Vorsicht geboten. Denn anders als ein Rechtsanwalt haften die Anbieter nicht für mögliche Fehler.

Biallo-Tipp: Gerade bei komplexeren Fällen, sind Sie bei einem Rechtsanwalt besser aufgehoben.

Ob Sie bei einer bestimmten Fragestellung mit einem Festpreisangebot, einer Hotline, dem Mieterbund oder dem Rechtsanwalt vor Ort am besten fahren, hängt von dem konkreten Fall ab. Wenn Sie häufiger einen Rechtsanwalt brauchen, kann eine Rechtsschutzversicherung nicht schaden. Das Aufsetzen rechtssicherer Dokumente und von Verträgen müssen Sie aber stets selbst begleichen, da das keine Versicherungsleistung ist.

Lesen Sie auch unsere Ratgeber zum Thema Rechtsschutz:

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Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de