Top-Geldhäuser vorgestellt: Hamburger Volksbank

Datenbrillen und Roboter: Eine Bank denkt in die Zukunft

26.06.2018
Auf einen Blick
  • Die Hamburger Volksbank setzt verstärkt auf den Megatrend Digitalisierung. Noch im laufenden Jahr soll ein "smartes Assistenzcenter" dem Kunden eine neue Beratungswelt ermöglichen.

  • Auch in Sachen Premium-Konten kann die Hamburger Volksbank punkten: Das "VR-Komplettkonto" ist das einzige 5,0-Sterne-Angebot einer Großbank in Deutschland.
Die Hamburger Volksbank hat die Zukunftstrends voll im Blick.
Hamburger Volksbank / Archiv

Anfang Juni hat die Hamburger Volksbank mit ihrer finanziellen Unterstützung das erste Jazz-Virtual-Reality-Konzert in Deutschland möglich gemacht. Wer in den Pausen des Elbjazz-Festivals in Hamburg noch nicht genug von der "echten" Musik hatte, konnte sich eine Oculus Datenbrille ausleihen und den bekannten Jazz-Trompeter Nils Wülker bei einer Show in einer virtuell erzeugten Welt verfolgen. Was das mit dem Kerngeschäft einer Bank zu tun hat? Sehr viel, wie Heidi Melis als Sprecherin der Hamburger Volksbank erklärt.

"Jeder Mensch, die Gesellschaft und natürlich auch die Banken müssen sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen. Auch das Thema virtuelle Realität wird dabei in Zukunft bei Bankgeschäften eine Rolle spielen. Zum Beispiel ist bei einer Beratung zu einer Baufinanzierung gut vorstellbar, dass man sich in einer virtuellen Welt anschaut, wie das Haus künftig aussehen könnte", sagt Melis im Gespräch mit biallo.de.

Mit dem Strategieprojekt "Smartes Volksbanking in Hamburg 2020 " arbeitet das Geldhaus konsequent an der Digitalisierung seiner Wertschöpfungsketten. Der Nutzen für den Kunden steht dabei stets im Vordergrund.

"Das Nutzerverhalten ändert sich rasant. Wir wollen den Kunden punktgenau dort erreichen, wo er abgeholt werden will. Ob das nun bei einer persönlichen Beratung oder online ist", sagt Melis. Um beide Bereiche möglichst perfekt miteinander zu verzahnen, wird noch in diesem Jahr ein "smartes Assistenzcenter" aufgebaut. Der Bank-Slogan "Man kennt sich" soll weiter von Angesicht zu Angesicht gelebt werden, dazu sollen aber die Vorzüge von Smart Data kommen. Damit die Mitarbeiter des Hamburger Geldhauses dann auch wissen, über was sie reden, wurde in der Firmenzentrale eine ganze Etage unter dem Stichwort "Freiraum" umgebaut.

Dort können die Bankerinnen und Banker immer neue, wechselnde Gadgets der digitalen Welt ausprobieren. Seien es Datenbrillen, 3D-Drucker, E-Sports-Spiele oder ein Beamer, der Brettspiele auf einen großen Tisch zaubert. Auch ein schlauer Roboter war schon zu Gast in der Hamburger Volksbank, der unter anderem das Alter der Mitarbeiter schätzte. "In den haben sich alle verliebt", erzählt Melis mit einem Lachen und fügt hinzu "Über die ganzen neuen Technologien zu reden ist das eine. Durch die direkte Konfrontation kann man sich aber selbst von den möglichen Anwendungen überzeugen."

Die Strategie des steten Blicks in die Zukunft zahlt sich für die Hamburger Volksbank aus – weil die Gegenwart mit verbraucherfreundlichen klassischen Produkten nicht vergessen wird. Dazu zählt deren Premiumkonto, das hier "VR-Komplettkonto" heißt. Es ist das einzige einer deutschen Großbank, dass in der Biallo-Studie zu den Premiumkonten, die Anfang Juli erscheint, die Höchstnote von 5,0 Sternen erhält. Und das nicht ohne Grund.

Mitglieder zahlen dafür im Monat nur 6,95 Euro. Wer nicht Mitglied ist, zahlt einen Euro mehr. Im Preis enthalten sind bis zu zwei Girocards und bis zu zwei Mastercards. Und wer das attraktive Versicherungspaket der Goldkarte haben möchte, zahlt 25 Euro im Jahr dazu. Mit einem Jahrespreis von 108,40 Euro zählt dieses Konto bundesweit zu den attraktivsten Konten.

Kredit- und Wertpapiergeschäft wachsen zweistellig

Besonders stark ist die Hamburger Volksbank im Kreditgeschäft, das 2017 im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro stieg. Bemerkenswert ist der kräftige Ausbau des Wertpapierertrags um 16 Prozent auf 5,8 Millionen Euro. "Mit unserer Beratungsoffensive wollen wir Handlungsmut erzeugen. In Zeiten, in denen der Zinseszins fehlt, müssen sich Anleger aktiv nach geeigneten Anlagealternativen umschauen, um einen strukturierten und nachhaltigen Vermögensaufbau zu erreichen. Wir arbeiten an einer neuen Sparkultur", erläutert Vorstandssprecher Dr. Reiner Brüggestrat. Fast 7.000 Menschen aus der Metropolregion Hamburg konnte die Bank im Jahr 2017 als Neukunden gewinnen.

Dabei spielt ganz sicher eine Rolle, dass die Volksbank Hamburg ihren Förderauftrag als Genossenschaftsbank sehr ernst nimmt. So werden nicht nur kulturelle Aktivitäten sondern beispielsweise auch der Sportverein SC Condor unterstützt. Dieser leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration, weil hier Menschen aus 40 Nationen gemeinsam Sport treiben. Als Belohnung gab es beim Bundesfinale der "Sterne des Sports" eine Auszeichnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.




  Lars Becker


 
 
 
 
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