Das Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien im Fokus

Top-Geldhäuser vorgestellt: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Das Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien im Fokus

Peter Rensch
von Peter Rensch
26.03.2019
Auf einen Blick
  • Durch den grenzüberschreitenden Umgang mit den Kunden kann die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien den jährlichen Bevölkerungsrückgang im deutschen Geschäftsgebiet ausgleichen.

  • Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien führt mittlerweile 11.000 Girokonten für circa 17.000 polnische und tschechische Kunden.

  • Flexibel hat sich die Sparkasse auf die Kundenbedürfnisse eingestellt und einen Internetauftritt in polnischer und tschechischer Sprache eingeführt.
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"Unsere tschechischen und polnischen Nachbarn sind seit mehr als zehn Jahren Mitglied der Europäischen Union. Da liegt es hier im Dreiländereck nahe, den europäischen Gedanken nicht nur auszusprechen, sondern auch zu leben. Daher sehen wir uns als eine Sparkasse mitten in Europa und haben im polnischen Luban und im tschechischen Liberec eigene Repräsentanzen aufgebaut", berichtet Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.

Die Repräsentanzen sind keine klassischen Filialen, sondern Informationsstellen, die der polnischen und tschechischen Bevölkerung in der Region als Anlaufpunkte dienen, um sich über die vielschichtige Produktwelt der Sparkasse zu informieren. Die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Muttersprachler und bestens mit der Mentalität der Kundschaft vertraut. Dazu Michael Bräuer: "Dies hat sich sehr bewährt. Wir nehmen dadurch vielen tschechischen und polnischen Kunden die Schwellenangst, zur Sparkasse zu kommen. Die Abschlüsse von Verträgen erfolgt dann entweder über das Internet oder über eine unserer Filialen in Deutschland."

Auch auf der deutschen Länderseite hat sich die Sparkasse auf die Grenznähe eingestellt. In der Filiale Seifhennersdorf gibt es einen Geldautomaten, der die Auszahlung sowohl von Euro als auch Tschechischen Kronen ermöglicht. Für die Kunden hat das große Vorteile. Sie sind nicht an die Öffnungszeiten gebunden und bekommen einen besseren Kurs als an der Sortenkasse. " Außerdem gründeten wir für unsere ausländischen Privat- und Firmenkunden eine eigene Vertriebseinheit. Insgesamt 15 Mitarbeiter, die fast ausschließlich aus Polen oder Tschechien stammen, stehen für alle Fragen und Wünsche zur Seite", informiert Michael Bräuer. Durch diesen grenzüberschreitenden Umgang mit den Kunden kann die Sparkasse den jährlichen Bevölkerungsrückgang im deutschen Geschäftsgebiet von ein Prozent ausgleichen.

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Erhebliches Kundenpotenzial im Dreiländereck

Der Vorstandsvorsitzende erklärt: "Betrachten wir unseren Sitz in Zittau und ziehen hierum einen Radius von ca. 30 Kilometern, dann leben in diesem Raum 150.000 Deutsche sowie 100.000 Polen und 400.000 Tschechen. Das ist ein erhebliches Kundenpotenzial."

Der Anteil der ausländischen Kunden steigt stetig und das obwohl keine aktive Akquise betrieben wird. Gründe hierfür: Die Kunden haben einen Arbeitsplatz in Deutschland oder sie sind Unternehmer mit Kundenkontakt nach Deutschland. Dazu benötigen sie eine Bankverbindung, um die Umsätze und Gehälter zu verbuchen.

Außerdem gibt es in Görlitz einen großen Bestand an alten Häusern, die restauriert werden. Hierfür werden häufig polnische Handwerker eingesetzt, die sich mit solchen Arbeiten bestens auskennen. Diese brauchen ein Girokonto, um ihre Aufträge abrechnen zu können. Hier steht die Sparkasse als Partner gerne zur Verfügung.

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien führt mittlerweile 11.000 Girokonten für circa 17.000 polnische und tschechische Kunden. Dabei handelt es sich überwiegend um Onlinekonten. Das hat für die Kunden praktische Gründe: Wohnt ein Tscheche in Liberec und hat sein Konto in der Filiale Zittau, erübrigt sich mittels einer Online-Überweisung die Fahrt nach Zittau.

Interesse an komplexeren Sparkassenprodukten

In den vergangenen Jahren stieg bei den Kunden aus Polen und Tschechien das Interesse an Sparkassen-Produkten, wie zum Beispiel Wertpapieren. Da deutsche Produkte nicht ohne weiteres auf den polnischen oder tschechischen Markt übertragbar sind, wurde jedoch vor allem für wohlhabendere Kunden nach der EU-Osterweiterung die Geldanlage in Euro sehr attraktiv. Um flexibel auf diese Kundenbedürfnisse einzugehen, hat die Sparkasse einen Internetauftritt in polnischer und tschechischer Sprache eingeführt.

Laut Michael Bräuer sind Firmenkredite Eckpfeiler des Wachstums bei seiner Sparkasse. "Begonnen hat das Geschäft mit Firmenkrediten vor allem mit deutschen Unternehmen, die in Tschechien oder Polen Zweitwerke aufgebaut haben und hierfür eine Finanzierung suchten. Jetzt haben wir verstärkt den umgekehrten Fall. Wir haben viele tschechische Unternehmen, die als Zulieferer für deutsche Betriebe in unserer Region aktiv sind. Dafür haben sie Finanzierungsbedarf", berichtet der Vorstandsvorsitzende.

Neben ihrem umfangreichen Serviceangebot, überzeugt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien auch mit attraktiven Konditionen. Bestes Beispiel hierfür ist ihr Abschneiden bei der Premiumkonten-Studie von biallo.de, bei der das Institut eine überdurchschnittlich hohe Bewertung bekam und zu den führenden Banken im Geschäftsfeld zählt.

Lesen Sie auch: Premiumkonten – Lieber manchmal etwas mehr bezahlen

Regionales Engagement – über Grenzen hinweg

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ist ein starker Partner ihrer Region und unterstützt zahlreiche Vereine, Institutionen sowie Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Heimatpflege, Sport, Umwelt und Wirtschaft. "Es begeistert mich immer wieder, wie sich Menschen mit Herzblut für ihren Verein oder ihre Institution einsetzen und diese mit Leben füllen. Es ist mir deshalb ein inneres Bedürfnis, sie zu stärken und somit das Miteinander zu fördern. Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien steht den Menschen im Dreiländereck als Partner für alle Finanzfragen gern zu Verfügung", erklärte Michael Bräuer abschließend.

Fazit

Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien hat ihr Auslandsgeschäft erfolgreich auf ihren Standort im Dreiländereck ausgerichtet. Die Kundinnen und Kunden profitieren hier von vielfältigem Service, der Nähe zur Region und fairen Konditionen.

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Peter Rensch

ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de