Auf einen Blick
  • Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau setzt konsequent auf die Digitalisierung ihrer Geschäftsfelder.

  • Seit September 2018 bietet die Sparkasse mit ihrer Medi@len Filiale einen neuen Beratungsservice.

  • Für 2019 kündigt der Vorstandsvorsitzende Jürgen Schäfer weitere digitale Highlights an.

Egal ob Echtzeitüberweisung, Mobile Payment oder Robo-Advisor – das Jahr 2018 stand für die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ganz im Zeichen des digitalen Wandels. Im September 2018 hat das Geldhaus seine "Medi@le Filiale" eröffnet. Der Clou: Im virtuellen Besprechungszimmer können sich Kunden flexibel und bequem von einem persönlichen Ansprechpartner beraten lassen, der Gang in die Filiale entfällt. Das spart Zeit. Alles was der Kunde braucht, ist ein PC, Tablet oder Smartphone mit Internetverbindung sowie ein Telefonanschluss für die Sprachkommunikation. Die persönlichen Berater sind von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr erreichbar, nach individueller Terminvereinbarung auch darüber hinaus.

Neuer Beratungsservice kommt gut an

"Die Mediale Filiale wird sehr gut angenommen. Insbesondere ist das Feedback der Kunden sehr positiv, die häufig – zum Beispiel aufgrund eines weiter entfernten Wohnorts – schon seit längerer Zeit kein persönliches Beratungsgespräch mehr geführt haben", sagt Jürgen Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau. Derzeit sind es knapp 2.000 Kunden, die von dem vierköpfigen Team der Medialen Filiale beraten werden. Vorstand Schäfer geht davon aus, dass die Nutzerzahlen in den kommenden Monaten stark steigen werden.

Der Eintritt ins virtuelle Besprechungszimmer erfolgt über die Homepage der Sparkasse. Der Vorteil: Der Kunde muss keine zusätzliche Software oder App installieren, er braucht für die Anmeldung lediglich seinen Namen und eine PIN, die er von seinem Berater bei der Terminvereinbarung erhält.

Der neue Beratungsservice funktioniert mit der sogenannten Screen-Sharing-Technologie. Damit werden die Bildschirminhalte vom PC des Bankberaters auf dem Endgerät des Kunden gespiegelt. Der Kunde kann somit in Echtzeit die Bildschirminhalte seines Beraters einsehen – so als würde er sich direkt vor dem PC des Beraters befinden. Selbst das gemeinsame Ausfüllen von Dokumenten und Aufträgen funktioniert kinderleicht.

Wie steht es um die Datensicherheit?

"Die Datensicherheit ist natürlich auch der Sparkasse sehr wichtig. Die Bildschirm-Übertragung erfolgt über eine geprüfte Software, die die Sicherheit der Daten gewährleistet", erklärt der Vorstandsvorsitzende. "Persönliche Dokumente werden nur über das elektronische Postfach im Online-Banking oder per Post zugestellt." Die Tonübertragung im Beratungsgespräch erfolge über die Telefonleitung. "Sofern im Einzelfall Bedenken geäußert werden, können die Kolleginnen und Kollegen die Kunden mit diesen hohen Sicherheitsstandards gut überzeugen."

Die Medi@le Filiale kann für alle Beratungsleistungen genutzt werden, von der Finanzierung über die Geldanlage in Wertpapieren bis hin zu Versicherungen. "Die Kunden werden ganzheitlich bezüglich aller finanzieller Bedürfnisse beraten", sagt Schäfer. "Dadurch entfallen die Produktabschlüsse auch auf die gesamte Produktpalette."

Zu Beginn des Beratungsgesprächs kann der Kunde das Livebild des Beraters einsehen. Ein Bewegtbild vom Kunden ist bislang nicht vorgesehen. "Wir beobachten natürlich die Entwicklung und passen das Angebot immer wieder an", so Schäfer. Die Übertragung des Kundenbildes sei weniger eine technische Frage, sondern eine Frage der Kundenakzeptanz. Schließlich biete die bestehende Lösung auch einen Vorteil: "Unsere Kunden müssen sich – bildlich gesprochen – vor dem Beratungsgespräch keine Gedanken machen, ob sie erst noch das Wohnzimmer aufräumen und was wohl von ihrer Privatsphäre mit übertragen wird."

Weitere digitale Highlights auf der Agenda

Für die kommenden Monate kündigt der Vorstandsvorsitzende weitere digitale Neuerungen an: "Mit dem E-Safe kann der Kunde künftig besonders wichtige persönliche Dokumente mit dem sehr hohen Sicherheitsstandard des Online-Bankings elektronisch auf den Servern der S-Finanzgruppe verwahren." Zudem soll die Internetfiliale bald multibankenfähig sein. "Das heißt, der Kunde kann – sofern er noch Konten bei anderen Banken führt – diese Konten in sein Online-Banking der Sparkasse integrieren, um so auf einen Blick alle Kontostände, Umsätze etc. zu sehen."

Mit den digitalen Neuerungen will die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau weiteres Wachstum sicherstellen und an die erfolgreiche Entwicklung der Vergangenheit anknüpfen. Seit 2014 steigen Kundeneinlagen und Kreditvolumen kontinuierlich – trotz des schwierigen Marktumfelds bezüglich Negativzinsen und steigender regulatorischer Anforderungen. Allein im vergangenen Jahr kletterte die Bilanzsumme von 4,3 auf 4,6 Milliarden Euro.

Erfreulich entwickelte sich auch der Bereich Girokonten. Die Zahl der Konten stieg 2018 um rund ein Prozent auf knapp 144.000. Damit besitzt gut jeder Zweite der rund 245.000 Einwohner in Stadt und Landkreis Aschaffenburg ein Girokonto bei der Sparkasse. Die erneute Bestplatzierung in der Premiumkonten-Studie von biallo.de unterstreicht, dass das Geldhaus die klare Nummer eins in der Region ist.




  Sebastian Schick

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