Auf einen Blick
  • Geduld und ausgewogene Investments sind die Eckpfeiler für einen erfolgreichen Vermögensaufbau.

  • Gesucht ist die optimale Balance zwischen Sicherheit und Risiko.
Passiv gemanagte Indexfonds, sogenannte ETFs, eignen sich hervorragend für den langfristigen Vermögensaufbau.
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Privater Kapitalaufbau wird maßgeblich von der eigenen Lebenssituation, dem Einkommen, der Risikobereitschaft sowie dem Sparhorizont bestimmt. In der Regel verfolgen Singles und Familien gleich mehrere Sparziele mit unterschiedlichen Anlagehorizonten. Die verschiedenen Wünsche und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Geldanlagen unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Nur eine abgestimmte Sparstrategie führt zum Erfolg. Die oberste Maxime muss dabei lauten: Dauerhaft und regelmäßig sparen!

1. Vermögensaufbau geht nicht ohne Risiko

Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass sich die drei Wunschziele – Risiko, Rendite, Liquidität – diametral gegenüberstehen. Es gibt keine Geldanlage, die alle drei Kriterien in gleicher Weise erfül­lt. Stets überwiegt eine Seite, die anderen beiden kommen mehr oder weniger zu kurz. Möchten Sie ihr Erspartes möglichst sicher anlegen, mangelt es regelmäßig an Rendite und umgekehrt. Möchten Sie planbare Zinsen und kalkulierbare Renditen erwirtschaften, gelingt dies nur, wenn das Geld fest gebunden, also nicht liquide ist.

Biallo-Tipp: Machen Sie sich bewusst, welches Ziel sie vorrangig verfolgen wollen. Daran orientiert sich die Auswahl der Investments und dorthin fließt ein Großteil Ihres Sparbeitrags. Vermeiden Sie aber einseitige Geldanlagen, verteilen Sie den Sparbetrag auf verschiedene Anlageklassen, etwa auf Aktien, Fonds, verzinste Geldanlagen und Immobilien. Wichtig ist eine möglichst ausgewogene Mischung.

2. Notfallreserve beim Vermögensaufbau

Bevor es ans Sparen geht, gilt es eine Notfallreserve für Engpässe aufzubauen. So müssen Sie bei kurzfristigen Mehrausgaben nicht auf den teuren Dispokredit des Girokontos zurückgreifen. Die Verbraucherzentralen empfehlen zwei bis drei Nettogehälter als Liquiditätsreserve auf einem Tagesgeldkonto vorzuhalten. Tagesgeld hat den Vorteil, dass es jederzeit verfügbar ist und in der Regel keine Gebühren kostet.

Biallo-Tipp: Auch wenn die Tagesgeldzinsen im Moment auf Rekordtief liegen, gibt es immer noch Anbieter, die deutlich mehr als der Durchschnitt bieten. Nutzen Sie unseren Tagesgeld-Vergleich, um die besten Angebote zu finden.


3. Kapital für mittelfristige Anschaffungen

Steht die Notfallreserve, beginnt das eigentliche Sparen. Dabei sind zwei wesentliche Sparziele zu unterscheiden: der langfristige Vermögensaufbau und das kurz- bis mittelfristige Ansparen von Kapital für potentielle Anschaffungen. Dies kann Geld für ein neues Auto oder neue Möbel sein, aber auch Eigenkapital für das angestrebte Eigenheim. Ist bereits etwas Kapital vorhanden, bietet Festgeld sichere Erträge ohne Gebühren und Kursverluste. Bei der FCA Bank sind bei zweijärhiger Laufzeit derzeit immerhin 1,05 Prozent pro Jahr drin. 

Biallo-Tipp: Eine attraktive Alternative zum Festgeld sind Genossenschaftsanteile von Genossenschaftsbanken. Diese bieten Jahr für Jahr attraktive Dividenden, besonders die Genossenschaftsanteile der Volksbanken werfen hohe Renditen ab.

4. Langfristiger Vermögensaufbau mit Aktien und Fonds

Für den Vermögenaufbau sowie für die private Altersvorsorge empfehlen sich Sparpläne mit Aktienfonds. Sie verteilen das Risiko auf viele Aktien und gleichen Wertschwankungen aus. Besonders kostengünstig sind börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs. Sie erheben keinen Ausgabeaufschlag und auch die laufenden Fondskosten sind vergleichsweise gering. Wer regelmäßig einen festen Betrag in einen ETF-Sparplan investiert, profitiert vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Grund: In schwachen Börsenphasen landen mehr preiswerte Fondsanteile im Depot als in starken Börsenphasen, wenn die Anteile teurer sind. Unterm Strich entsteht ein günstiger Durchschnittspreis.

Biallo-Tipp: Die Altersvorsorge mit ETFs lohnt sich besonders bei kostenlosen ETF-Sparplänen, bei denen kein Ausführungsentgelt erhoben wird. Auch viele Robo-Advisor bieten das ETF-Sparen an. 

5. Immobilie als Sicherheitsanker

Betongold sollte Bestandteil jeder Vermögensbildung und -sicherung sein. Eigenheime und vermietete Immobilien sind wertstabil und unterliegen nicht den Einflüssen launischer Kapitalmärkte. Außerdem bietet die Immobilie als Kapitalanlage angemessenen Inflationsschutz, weil Kaufpreise und Mieten mit wachsender Teuerung steigen. Zudem sorgt die Wertsteigerung von Grund und Boden für steten Vermögenszuwachs. Im Alter profitieren Sie als Eigennutzer von eingesparten Wohnkosten; als Vermieter von Mieteinkünften und Steuervorteilen.

Biallo-Tipp: Wer über eine abbezahlte Immobile verfügt und in der Rente trotzdem knapp bei Kasse ist, kann seine Immobilie auch verrenten und trotzdem darin wohnen bleiben. Mehr dazu erfahren Sie in unserme Ratgeber Immobilienrente.




  Max Geißler

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