Zweite Chance zum Tarifwechsel

Kfz-Versicherung Zweite Chance zum Tarifwechsel

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
07.12.2016
Auf einen Blick
  • Hebt die Kfz-Versicherung die Beiträge an, können Versicherungsnehmer das Sonderkündigungsrecht nutzen.
  • Eine außerordentliche Kündigung ist auch bei einer Erhöhung der Typ- oder Regionalklasse möglich.
  • Die Kündigungsfrist bei Sonderkündigung beträgt immer einen Monat.

 

 

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Haben Sie auch Post von Ihrer Kfz-Versicherung erhalten, dass Ihre Beiträge im nächsten Jahr steigen werden? Dann brauchen Sie sich nicht zu ärgern. Falls Sie den Termin 30. November verpasst haben, können Sie das Sonderkündigungsrecht nutzen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Grundsätzlich gilt der 30. November als letztmöglicher Termin für die Kündigung der Kfz-Versicherung. Das hängt damit zusammen, dass das Versicherungsjahr in den meisten Verträgen mit dem Kalenderjahr identisch ist. Der Vertrag endet also in der Regel am 31. Dezember. Dadurch müssen Wechselwillige spätestens bis zum 30. November ihre Kündigung einreichen, um die einmonatige Kündigungsfrist einzuhalten.

Bei einer Beitragserhöhung steht dem Versicherungsnehmer allerdings das Recht zur außerordentlichen Kündigung zu. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall vier Wochen ab dem Zeitpunkt, da Ihre Versicherung Sie über die Beitragserhöhung informiert hat.

Erhalten Sie zum Beispiel erst Ende Dezember die Benachrichtigung zur Beitragserhöhung im Versicherungsjahr 2017, dann können Sie sogar noch bis Ende Januar - rückwirkend zum Jahreswechsel - kündigen. Ausnahme: Ihre Beiträge steigen zum Beispiel in Folge eines Umzugs, durch Eintragung eines weiteren Fahrers oder eine höhere Fahrleistung. In diesen Fällen besteht kein Sonderkündigungsrecht, da Sie die Beitragsanpassung selbst verursacht haben.

Post vom Versicherer genau prüfen

Manchmal ist eine Beitragserhöhung nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie in eine höhere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden. Dann steigt nämlich der Schadenfreiheitsrabatt und kann die Beitragserhöhung kompensieren. So müssen Sie unter dem Strich weniger zahlen, auch wenn sich Ihr Tarif etwa in Folge einer höheren Typ- oder Regionalklasse zu Ihren Ungunsten verändert hat.

Hier sollten Sie sich den sogenannten Vergleichsbeitrag genau ansehen. Dieser gibt an, wie hoch der Tarif unter der bisherigen Berechnung ausfallen würde – allerdings mit Einbeziehung des höheren Schadensfreiheitsrabatts. Liegt der Vergleichsbeitrag unter dem neuen Tarif, handelt es sich definitiv um eine Beitragserhöhung.

Gut zu wissen:

Das Sonderkündigungsrecht greift auch, wenn sich nur ein Bestandteil der Kfz-Police verteuert – also Haftpflicht oder Kasko.

Formalien bei der Kündigung beachten

Auch wenn Ihr Versicherer in den allgemeinen Versicherungsbedingungen eine Kündigung per E-Mail oder Fax zulässt, sollten Sie lieber auf Nummer sicher gehen: Verschicken Sie die Kündigung als Einschreiben mit Rückschein. Dadurch können Sie beweisen, dass das Kündigungsschreiben angekommen ist, falls der Versicherer das Gegenteil behauptet. Wichtig: Für die Einhaltung der Kündigungsfrist zählt das Eingangsdatum beim Versicherer und nicht der Poststempel auf dem Brief. Deshalb sollten Sie die Kündigung immer vier Tage vor Ablauf der Kündigungsfrist abschicken.

Biallo-Tipp

Nutzen Sie unseren Vergleich Kfz-Versicherung, um einen günstigen Anbieter zu finden. Dort erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die Tarifleistungen und können drei Tarife miteinander vergleichen.

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de