Die dunkle Seite der Digitalisierung

Hackerangriffe auf Banken Die dunkle Seite der Digitalisierung

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17.03.2017
Auf einen Blick
  • Hackerangriffe sind ein großen Risiko für den deutschen Finanzsektor.
  • Viele Banken weisen Mängel in der IT-Sicherheit auf.
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Diese Nachricht sorgte für Aufsehen: Hacker hatten im Februar 2016 satte 81 Millionen Dollar von der Zentralbank Bangladesch erbeutet. Ein Einzelfall in einem weit entfernten Land? Nicht ganz. Auch deutsche Kreditinstitute und Behörden geraten vermehrt ins Visier von Cyberkriminellen.

"Cyberangriffe sind nicht nur Stoff für Science-Fiction-Filme. Sie sind Alltag – sehr ernst zu nehmender Alltag", sagt Felix Hufeld, Präsident der Bafin anlässlich der Informationsveranstaltung "IT-Aufsicht bei Banken" in Bonn. Hufeld bezeichnet das Cyberrisiko als eines der wesentlichen Risiken für den deutschen Finanzsektor. 

Deutsche Banken mit Sicherheitsmängeln

Ende 2016 hatten die Wächter der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bundesbank und der Bafin die IT-Systeme einiger namenhafter Banken unter die Lupe genommen. Dabei stießen die Aufseher zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Darunter sollen sich auch einige Landesbanken wie etwa die Bayern LB oder auch die Deka Bank befunden haben.

Das Thema IT-Sicherheit zieht die gesamte Finanzbranche in seinen Bann. Mehr als 400 Vertreter aus der Kreditwirtschaft versammelten sich am Mittwoch zur diesjährigen Veranstaltung "IT-Aufsicht bei Banken". 

"Das Thema IT-Sicherheit ist ein gesellschaftlich relevantes Thema und muss gerade bei Finanzunternehmen und -dienstleistern höchste Priorität haben, denn ihnen vertrauen Menschen ihr Geld und ihre Daten an", so Hufelt weiter. Deshalb arbeite die Bafin in Zusammenarbeit mit der Bundesbank an einer höheren Mindestanforderungen für das Risikomanagement, "um für eine angemessene Risikoprävention und ein Mehr an IT-Sicherheit zu sorgen."

(kps)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de