Die gleiche Dienstleistung - 293 Euro Preisunterschied

Girokonten im Vergleich Die gleiche Dienstleistung - 293 Euro Preisunterschied

Horst Biallo
von Horst Biallo
22.07.2017
Auf einen Blick
  • 64 Prozent aller Bankkunden über 55 Jahre schätzen den Service einer Bank vor Ort, nur 36 Prozent nutzen laut Statistischem Bundesamt Online-Banking.

  • Die Preisunterschiede bei Filialkonten sind groß. Bundesweit gibt es noch knapp 40 regionale Banken, die ein Filialkonto ohne monatliche Grundgebühr anbieten.
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Nach einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes machen nur 36 Prozent aller Bankkunden Online-Banking. Die große Mehrzahl will davon jedoch weiterhin nichts wissen und sucht mehr oder weniger regelmäßig seine Bankfiliale auf, um am SB-Automaten Überweisungen zu tätigen oder Überweisungsbelege am Bankschalter abzugeben. Was verlangen Banken und Sparkassen für diese Dienstleistung?

Der bundesweit günstigste Anbieter, den biallo.de gefunden hat, ist die Raiffeisenbank Westhausen bei Aalen in Baden-Württemberg. Diese kleine Bank mit drei Niederlassungen nimmt 0 Euro an monatlicher Grundgebühr. Und auch die VR-Bankcard und die Kreditkarte sind kostenlos. Der Dispozins in Höhe von 9,75 Prozent ist akzeptabel.

Die beiden teuersten Anbieter kommen beide aus Bremen. Stolze 20 Euro nimmt die Bremer Kreditbank pro Monat für ihr Filialkonto. 8,90 Euro im Monat sind es bei der benachbarten Bremischen Volksbank. Sie nimmt zudem satte 3,00 Euro für jede Überweisung am SB-Terminal und 30 Euro für die Kreditkarte. Bei der Bremischen Volksbank kosten übrigens SMS-Tans 15 Cent. Auch andere VR-Banken, Privatbanken und Sparkassen erheben für diesen Service eine Gebühr, die der Bundesgerichtshof erlaubt hat.

Um Ihnen die Preisunterschiede zwischen diesen drei Banken transparent zu machen, hat biallo.de einen Modellfall entwickelt und den Jahrespreis für alle drei errechnet. Der setzt sich zusammen aus:

  • zwölfmal monatlicher Grundpreis
  • 36 Überweisungen pro Jahr am SB-Automaten
  • eine Jahresgebühr für die EC- bzw. Bankkarte
  • eine Jahresgebühr für die günstigste Kreditkarte
  • 300 Euro monatliche Überziehung des Dispos.

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Und dies sind die Ergebnisse

  • Raiffeisenbank Westhausen: 29,25 Euro
  • Bremische Volksbank: 281,28 Euro
  • Bremer Kreditbank: 322,35 Euro.
Biallo-Tipp

Der neue Vergleichsrechner von biallo.de umfasst die Daten von mehr als 1.400 Banken und Sparkassen. Sie können entscheiden, ob Sie günstige Online-Konten, Filialkonten, Studentenkonten oder Basiskonten finden wollen. Geben Sie nur Ihre Postleitzahl an. Dann werden Ihnen die Banken Ihrer Region angezeigt: Girokonto-Vergleich.

Wie sich diese enormen Preisunterschiede rechtfertigen lassen, ist schleierhaft. Es gibt zwar immer noch knapp 40 regionale Banken, die immer noch Filialkonten ohne monatliche Grundgebühr anbieten. Doch aus unserer Sicht sind Monatspauschalen von bis zu 3,50 Euro für einen Filialbetrieb durchaus gerechtfertigt. Zumindest dann, wenn die anderen Preiskomponenten ebenfalls im Rahmen liegen.

Das gilt zum Beispiel für den Dispozins. Der kann dann bei 6,96 Prozent liegen wie bei der Pommerschen Volksbank. Oder bei 13,0 Prozent wie bei der Rosbacher Raiffeisenbank.

Auffallend ist auch, dass eine sehr große Anzahl von günstigen Filialbanken in Bayern und Baden-Württemberg beheimatet sind. Das mag auch daran liegen, dass es sich hier oft um eher kleine Institute handelt mit wenigen Niederlassungen wie die Raiffeisenbank Ehekirchen-Oberhausen mit sieben Geschäftsstellen. Da kennt man noch jeden Kunden persönlich und will niemanden über den Tisch ziehen, wie dies in einer Großstadt mit vielen anonymen Kunden leichter geschehen kann.

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Horst Biallo
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Herausgeber und Gründer biallo.de
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Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de