Auf einen Blick
  • Auch 2016 hagelte es bei der Bafin wieder Beschwerden von Bankkunden. Wegen eines Sondereffektes fiel die Zahl der Klagen allerdings nicht so hoch aus wie 2015.

Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) sind im vergangenen Jahr erneut tausende Beschwerden von Bankkunden eingegangen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, haben sich 5.162 Verbraucher über ihr Kreditinstitut beschwert. Das seien zwar gut 700 Beschwerden weniger als im Vorjahr. Von einer Entspannung der Lage könne allerdings nicht die Rede sein, eher von einer "Normalisierung des Beschwerdeaufkommens".

2015 gab es einen Sondereffekt: Viele Bankkunden beschwerten sich über Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherdarlehen. Diese hatte der Bundesgerichtshof 2014 für unzulässig erklärt und entschieden, dass Verbraucher die Bearbeitungsgebühren samt Zinsen zurückfordern können. "Bereinigt um diesen Sondereffekt ist davon auszugehen, dass das allgemeine Beschwerdeaufkommen 2016 in etwa dem des Vorjahres entsprechen dürfte", zitiert die dpa einen Bafin-Sprecher.

Früheren Presseberichten zufolge hatte es vor dem Jahreswechsel gehäuft Beschwerden über die Einführung von Kontoführungsgebühren für bislang kostenfreie Girokonten gegeben. Die Klagen der Verbraucher betrafen auch den Überweisungsverkehr sowie die Abwicklung von Konsumenten- und Immobilienkrediten.

(SJS)




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