"Unsere Kunden wissen, dass sich ihr Geld in guten Händen befindet"

Sparda-Bank Hamburg im Interview "Unsere Kunden wissen, dass sich ihr Geld in guten Händen befindet"

Kerstin Weinzierl
von Kerstin Weinzierl
19.10.2018
Auf einen Blick
  • Mit einer Bilanzsumme von rund 3,8 Milliarden Euro, rund 235.000 Mitgliedern und etwa 300.000 Kunden ist die Sparda-Bank Hamburg die größte Genossenschaftsbank im norddeutschen Raum und zählt zu den innovativsten Kreditinstituten in Deutschland.

  • Seit März 2018 setzt die Hamburger Genossenschaftsbank mit dem Fondspartner Union Investment und Robo-Advisor MeinInvest auf den Trend der digitalisierten Geldanlage.

  • Nicht nur digital, sondern auch nachhaltig: Mit dem "Sparda Horizont" Konto bietet die Sparda-Bank Hamburg ihren Mitgliedern ein klimaneutrales Girokonto mit attraktiven Mitmach- und Sparaktionen für den Umwelt- und Klimaschutz an.
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Die anhaltenden Niedrigzinsen geben dem klassischen Sparer heutzutage wenig Spielraum, wenn es um die Auswahl von renditestarken Geldanlagen geht. Deswegen muss sich das Angebot der Bankhäuser verändern und das sorgt dafür, dass deren Geschäftsmodelle angepasst und ganze Geschäftsfelder neu erschlossen werden. Den digitalen Services und Anwendungen für den Zahlungsverkehr stehen Bankkunden sehr aufgeschlossen gegenüber.

Im Anlagebereich hingegen gibt es noch die einen oder anderen Vorbehalte und auch Zurückhaltung. Insbesondere bei den Themen "Fintech" und Robo-Advisor sind Anleger noch skeptisch, ob sie wirklich halten, was sie versprechen.

"Bei MeinInvest ist das nach unseren ersten Erfahrungen anders", entgegnet Stephan Liesegang, Vorstandsmitglied der Sparda-Bank Hamburg. "Unsere Kunden und Mitglieder kennen die Marken Sparda-Bank sowie Union Investment und sie haben das Vertrauen, dass ihr Geld bei uns bestens aufgehoben ist."

Wir haben weiter nachgefragt und im Interview spricht Stephan Liesegang über den digitalen Anlage-Assistenten MeinInvest sowie über das innovative und nachhaltige Girokonto-Modell "Sparda Horizont".

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Herr Liesegang, seit März 2018 setzt auch die Sparda-Bank Hamburg auf Robo-Advisor, die digitale Geldanlage. Welche Rolle nimmt MeinInvest innerhalb Ihrer Produktpalette und Ihrer strategischen Geschäftsausrichtung ein?

Stephan Liesegang: Mit diesem Service macht die Sparda-Bank Hamburg auch online den Weg frei für eine zeitgemäße Geldanlage – und das weiterhin nach genossenschaftlichen Werten. Der Kunde mit seinen Bedürfnissen steht bei uns jederzeit zuverlässig im Mittelpunkt und mit dem Anlage-Assistenten kann er sich nun auch digital gut beraten fühlen.

Welche Kunden möchten Sie mit Ihrem digitalen Anlage-Assistenten erreichen? In anderen Worten: Wie würden Sie den typischen MeinInvest-Sparer beschreiben?

Liesegang: Mit MeinInvest wollen wir Interessenten und Kunden erreichen, die gerne digital sowie zeit- und ortsunabhängig ihre Finanzen regeln wollen. Dennoch: Die klassische Beratung wird ihre hohe Bedeutung in der Sparda-Bank Hamburg auch neben MeinInvest weiterhin beibehalten.

Realisiert wurde MeinInvest in Kooperation mit dem Fintech Visualvest einer 100-prozentigen Tochter von Union Investment. Wie genau funktioniert der genossenschaftliche Robo-Advisor?

Liesegang: Der digitale Anlage-Assistent erfragt zum Beispiel Personendaten, den angestrebten Anlagezeitraum sowie die Risikoneigung eines Kunden und schlägt ihm dann auf Basis seiner individuellen Angaben eine passende Geldanlage vor, die in Form eines Portfolios im Rahmen einer Vermögensverwaltung professionell betreut wird. Dieses Portfolio wurde von Finanzexperten auf Basis von wissenschaftlich fundierten Methoden entwickelt und besteht aus aktiv verwalteten Fonds unterschiedlicher Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Geldmarkt und Rohstoffe.

Gibt es grundsätzliche Unterschiede zu anderen Robo-Advisorn?

Liesegang: Grundsätzlich sind die Angebote vergleichbar.

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Bei MeinInvest kommen im Gegensatz zu Visualvest keine ETFs zum Einsatz, sondern ausschließlich aktiv gemanagte Fonds, die aber höhere Kosten generieren. Was sind die Gründe hierfür?

Liesegang: Wir möchten unseren Kunden die Sicherheit geben, dass immer noch Menschen an der Entscheidung der Geldanlage beteiligt sind. Zukünftig werden auch in Teilen ETF-Portfoliomöglichkeiten angeboten.

Worin sehen Sie für Ihre Kunden den Hauptnutzen und Mehrwert, mit MeinInvest Vermögen aufzubauen?

Liesegang: Die Flexibilität in der Nutzung. Es ist ständig einseh-, abruf- und veränderbar.

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Aber nicht nur in puncto digitalem Vermögensassistenten nimmt die Sparda-Bank Hamburg eine Vorreiterrolle ein. Seit 2013 arbeiten Sie komplett klimaneutral über alle Bereiche hinweg und mit "Sparda Horizont" bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, sich mit alltäglichen Bankgeschäften für den Klimaschutz einzusetzen. Unter anderem mit einem klimaneutralen Girokonto. Wie genau funktioniert dieses Kontomodell?

Liesegang: Bei einem klimaneutralen Girokonto werden alle CO2-Emissionen klimaneutral gestellt, die mit dem Girokonto verbunden sind. Hierbei werden alle Lebenszyklusphasen des Girokontos betrachtet: Vorprodukte, Bereitstellung, Betrieb, Nutzung und Entsorgung. "Klimaneutral stellen" bedeutet, dass für diese CO2-Emissionen zertifizierte Umweltprojekte gefördert werden, mit denen wiederum diese CO2-Emissionen ausgeglichen werden. Bei einem monatlichen Grundpreis von sechs Euro sind die Bankcard, auf Wunsch eine Mastercard sowie zahlreiche Vorteile bei Kooperations-Unternehmen wie Car2go, Stadtrad oder Grünspar enthalten.

Welchen Anteil nimmt das Umweltkonto an Ihren gesamten Girokonto-Kunden ein?

Liesegang: In Relation zu allen Girokonten ist es noch eine untergeordnete Größe.

Wenn der Kunde sämtliche Funktionen des Umweltkontos nutzt, fährt er dann günstiger als mit dem klassischen Girokonto?

Liesegang: Wenn der Kunde sich klimabewusst verhält, also zum Beispiel Car-Sharing betreibt oder über grünspar.de bestimmte Anschaffungen tätigt, kann er viel mehr Geld sparen als die Monatsgebühr. Auch Sonderkonditionen für beispielsweise nachhaltige Geldanlagen kommen den Nutzern des Umweltkontos zugute.

Aber warum denken Sie, entscheiden sich Kunden immer noch für das klassische Girokonto, wenn sie mit einer nachhaltigen Alternative, Kosten sparen und damit gleichzeitig Gutes tun können?

Liesegang: Viele unserer Mitglieder setzen weiterhin auf ihr klassisches Girokonto, da für sie die enthaltenen Mehrwerte und Serviceleistungen ausreichend sind.

Herr Liesegang, vielen Dank für das Gespräch.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de