Besuch beim Billig-Zahnarzt

Erfahrungsbericht Besuch beim Billig-Zahnarzt

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
22.05.2017
Auf einen Blick
  • Zahnreinigung für 49 Euro? Das ist möglich.

  • Der Biallo-Selbsttest beim Discount-Zahnarzt.
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Zahnarztpraxen haben sich über Jahrzehnte kaum gewandelt. Ein oder zwei Sprechstundenhilfen, eine Zahnarzthelferin und ein Arzt oder eine Ärztin. Seit einigen Jahren gibt es aber auch ein Gegenmodell, Discounter, sozusagen den Aldi unter den Zahnärzten. Etliche Ärzte arbeiten Zimmer an Zimmer, teilen sich das Sprechstundenpersonal, die Terminvergabe erfolgt online. Das Plus für den Patienten: Die Kostenvorteile werden auf ihn umgelegt. Anders ausgedrückt: Er spart Geld – in manchen Fällen richtig viel Geld.

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Besuch beim Discount-Zahnarzt

So viel zur Theorie. Doch wie läuft es dann tatsächlich ab? Klappt alles? Ist die Praxis spartanisch eingerichtet? Um das zu beantworten, habe ich das Konzept getestet. Ich besuche die Internetseite des Anbieters Alldent. Eine professionelle Zahnreinigung möchte ich durchführen lassen. Es geht an die Terminvereinbarung. Es erscheint eine Tabelle. Ich sehe, welche Termine noch frei sind.

Ab sieben Uhr morgens bis 21 Uhr könnte ich während der Woche kommen. Sogar an Samstagen ist der Praxiskomplex geöffnet – Termine sind dann von acht bis 20 Uhr möglich. Gerade für Berufstätige ist das praktisch. Da ich am Samstag komme, warte ich etwa drei Wochen auf meinen Termin. Per E-Mail bekomme ich eine Bestätigung. Zwei Tage vor dem Termin erhalte ich eine Erinnerung, samt Anmeldebogen. Einen Tag vor der Zahnreinigung dann nochmal ein Anruf, der mich an den vereinbarten Termin erinnern soll.

Der Termin

"Nächste Haltestelle: Leuchtenbergring", schallt es aus den Lautsprechern der S-Bahn. Ich muss raus. Nach wenigen Gehminuten erreiche ich die Praxis, die sich über mehrere Etagen erstreckt und direkt an einem Einkaufszentrum anknüpft. Bei der Anmeldung zeige ich meine Krankenkassenkarte vor, gebe der Dame meinen bereits ausgefüllten Anmeldebogen und zahle bar 49 Euro für die professionelle Zahnreinigung. Man hätte aber auch mit Giro- oder Kreditkarte zahlen können. Das ist der Preis für gesetzlich versicherte Patienten. Andere Ärzte verlangen dafür häufig 100 Euro und mehr.

Tipp: Viele Kassen übernehmen die Kosten für die professionelle Zahnreinigung. Erkundigen Sie sich am besten, wie es bei Ihrer Krankenkasse geregelt ist. Nutzen Sie außerdem den Biallo-Vergleich "Gesetzliche Krankenversicherung".

Ich werde in den Warteraum gebeten. Die Einrichtung ist gediegen, aber gleichzeitig modern. Im Hintergrund spielt klassische Musik. Eigentlich viel nobler als beim konventionellen teureren Arzt, dachte ich. Es ist wenig los, ein Behandlungszimmer nach dem anderen. Außer mir ist nur ein weiterer Patient da. Es geht los. "Herr Brummer, bitte", sagt eine freundliche junge Dame, die sich mit ihrem Vornamen vorstellt. Nach etwa 40 Minuten ist die "Massage für die Zähne" vorbei. Sie zeigt mir noch beim Gehen Vorher-Nachher-Bilder.

Fazit:

Der Praxiskomplex ist sauber sowie modern, die Preise günstig und mit dem Behandlungsergebnis bin ich zufrieden. Gerade bei kostenintensiven Behandlungen wie Brücken oder Implantaten sollte sich der Kostenvorteil eines solchen Konzepts bezahlt machen.

3
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de