Staat könnte bei Beamten Milliarden sparen

Gesetzliche Krankenversicherung Staat könnte bei Beamten Milliarden sparen

Sebastian Schick
von Sebastian Schick
10.01.2017
Auf einen Blick
  • Bertelsmann-Studie: Die jährlichen Ausgaben für die Beamten-Beihilfe werden bis 2030 auf 20 Milliarden Euro steigen.
  • Durch die Einführung der allgemeinen Krankenversicherungspflicht für Beamte könnte der Staat im gleichen Zeitraum insgesamt 60 Milliarden Euro sparen.
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Der Ruf nach einem Systemwechsel wird lauter. Zumal die Kosten für den Beamtenapparat in den nächsten Jahren deutlich steigen werden. Beispiel Krankenversicherung: Die jährlichen Ausgaben für die staatliche Beihilfe werden bis 2030 auf 20,2 Milliarden Euro klettern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Iges-Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Zum Vergleich: 2014 gaben Bund und Länder 11,9 Milliarden Euro für die Beamtenbeihilfe aus.

Entlastung für Steuerzahler und gesetzlich Versicherte

Wenn für Beamte die gesetzliche Krankenversicherungspflicht eingeführt würde, könnte der Staat bis 2030 rund 60 Milliarden Euro einsparen. Positiver Nebeneffekt: Auch die gesetzlich Versicherten profitierten laut Studie von einer allgemeinen Versicherungspflicht für Beamte. Zwar würden sich die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen um knapp zwölf Milliarden Euro jährlich erhöhen. Dem gegenüber stünden allerdings Mehreinnahmen von gut 15 Milliarden Euro durch Beiträge neuer Mitglieder. Dadurch könnten die Krankenversicherungsbeiträge um 0,34 Prozentpunkte gesenkt werden, rechnen die Forscher vor.

In Deutschland sind derzeit 85 Prozent der berufstätigen und pensionierten Beamten privatversichert. Das entspricht 3,1 Millionen Menschen. Der Staat zahlt über die Beihilfe 50 Prozent der Krankheitskosten, bei Pensionären 70 Prozent. Den Rest übernimmt die private Krankenversicherung. Durch die Beihilfe fallen die Prämien für Beamte günstiger aus als für andere Privatversicherte.

Würde die gesetzliche Krankenversicherungspflicht für Staatsdiener eingeführt, beträfe das laut Studie gut zwei Drittel der bisher privatversicherten Beamten in Arbeit und Ruhestand. Weitere 21 Prozent würden aus finanziellen Gründen freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Biallo-Lesetipp

Gesetzliche Krankenkassen unterscheiden sich beim Zusatzbeitrag und bei Extraleistungen. Mit einem Kassenwechsel lassen sich im besten Fall Kosten sparen und gleichzeitig Leistungen steigern. Mehr dazu lesen Sie hier: "Krankenkassenwechsel bringt Mehrwert".

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nach seinem Studium für das Lehramt an Gymnasien mit der Fächerkombination Deutsch/Latein/Geschichte in Würzburg und Berlin entschied sich Sebastian Schick für den Journalismus. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Rundfunkjournalisten an der Akademie für Neue Medien in Kulmbach.

Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Direkt im Anschluss volontierte er beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF), wo er sich in seiner zehnjährigen Laufbahn ein umfangreiches Fachwissen zum Thema Geldanlage und Börse aneignete. Zuletzt baute er als Chefredakteur in Kooperation mit dem Kurier Medienhaus den österreichischen TV-Sender DAF Austria mit auf. Bei biallo.de schreibt er als Redakteur über das Thema Kredit und Geldanlage. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de