Kreditkunden holen sich Gebühren zurück

Unzulässige "Individualbeiträge" Kreditkunden holen sich Gebühren zurück

Manfred Fischer
von Manfred Fischer
23.02.2017
Auf einen Blick
  • Die Targobank hat jahrelang bei Krediten verdeckte Bearbeitungskosten kassiert – oft in dreistelliger Höhe. Das Geld können sich Kunden leicht zurückholen.
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Es ist noch nicht lange her, dass der Rechtsstreit endete. Nachdem sie sich bereits durch zwei Instanzen geklagt hatte, rief die Targobank vergangenes Jahr auch noch den Bundesgerichtshof an. Im November hätte höchstrichterlich entschieden werden sollen, ob das Geldhaus nicht doch zurecht Gebühren von Kreditkunden kassiert hat. Doch dann plötzlich bekamen die Banker kalte Füße - sie zogen die Revision zurück.

"Laufzeitunabhängiger Individualbeitrag" hieß ihr fragwürdiges Gebührenkonstrukt. Fällig  wurde der Beitrag bei Ratenkrediten mit Sondertilgungsrecht und der Option auf Tilgungspausen und kostenlose Ratenänderungen – Leistungen, mit denen die Bank das Entgelt begründete. Verbraucherschützer sahen darin einen Etikettenschwindel. Sie warfen der Targobank vor, sich über Kreditgebühren-Urteile des BGH hinwegzusetzen.

Im dreistelligen Bereich

Seit dem Rückzieher der Banker holen sich Kunden ihr Geld wieder. Und das nicht zu knapp:  „Meistens sind es Beträge im dreistelligen Bereich", sagt Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Kreditkunden, die sich nicht sicher sind, ob sie einen Anspruch haben, sollten ihre Vertragsunterlagen von den Verbraucherschützern prüfen lassen, rät Heyer. Sinn macht eine solche Prüfung bei Kreditverträgen, die seit dem Jahr 2014 abgeschlossen worden sind. Ansprüche aus älteren Verträgen sind verjährt.

Lesen Sie auch: Kreditgebühren rechtzeitig zurückfordern

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de