Der Geldautomat ist 50

Bargeldversorgung Der Geldautomat ist 50

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
27.06.2017
Auf einen Blick
  • Am 27. Juni 1967 nahm der weltweit erste Geldautomat den Betrieb auf.

  • So Schützen Sie sich vor der neusten Betrugsmasche.
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John Shepherd-Barron und sein Sohn waren eine Minute zu spät dran. Die beiden konnten daher nicht das Taschengeld abheben. Ein Glücksfall für unzählige Verbraucher heute, denn für Shepherd-Barron war damit klar: ein Automat muss her. John Shepherd-Barron, übrigens Sohn der Wimbledon-Siegerin Dorothy Shepard-Barron, setze sich 1965 an einen Tisch, um den damaligen Chef der Barclays Bank von seiner Idee zu begeistern.

Vorbild waren die Selbstbedienungsautomaten für Schokolade. 27. Juni 1967, es ist soweit. Erstmals können Bankkunden einen Automaten nutzen, der Geld ausspuckt. Barclays nahm im Londoner Vorort Enfield den ersten sogenannten Automated Teller Machine (ATM) in Betrieb. Es gab jedoch zwei wesentliche Nachteile. Zum einen konnten Bankkunden maximal zehn Pfund abheben, zum anderen war im Material ein radioaktiver Stoff verarbeitet. Laut Erfinder sei das aber nicht gefährlich gewesen.

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Wenig später kam der Automat nach Deutschland

Und was ist mit dem ersten deutschen Geldautomaten? In West-Berlin, Hamburg oder vielleicht in der Banken-Hauptstadt Frankfurt? Weder noch. Der erste Bankautomat in Deutschland nahm am 27. Mai 1968 Mitten in Baden-Württemberg seinen Betrieb auf. Es war die Kreissparkasse Tübingen. 1.000 ausgewählte Kunden durften den neuen Service erproben. Ganz einfach war der Vorgang nicht. Die Sparkassen-Kunden brauchten einen speziellen Schlüssel für den Tresor, eine Identifikationskarte aus Plastik und Auszahlungsbelege in Form von Lochkarten.

Biallo-Tipp

Heute gibt es in Deutschland rund 58.000 Geldautomaten. Einige Banken, wie ING-Diba, DKB oder Consorsbank bieten kostenlose Kreditkarten an, mit denen Sie an nahezu allen dieser 58.000 Automaten in Deutschland gebührenfrei Bargeld abheben können.

3
 
Karte
Anbieter
Jahresgeb.
Sollzinssatz
 
1.
VisaCard
0,00
6,9%
2.
comdirect VISA-Karte
0,00
6,5%
3.
VISA Card
0,00
6,99%
Jahresumsatz 2.000

Vorsicht

Vielleicht haben Sie schon von Skimming oder Cash-Trapping gehört. Das sind technische Methoden, die Ganoven anwenden, um an Geld zu kommen. Daten auf dem Magnetstreifen der Geldkarte werden mittels eines unauffälligen Auslese-Aufsatzes von Betrügern ausgespäht und Geldscheine durch täuschend echte Blenden über dem Geldausgabefach zurückgehalten.

Neben diesen aufwändigen Verfahren versuchen mehr und mehr Kriminelle ihr Glück ganz analog. Immer öfter lenken die Betrüger Ihre Opfer noch während des Geldabhebens ab – und gelangen so in kürzester Zeit ganz ohne technischen Aufwand an Höchstbeträge, berichtet die Postbank. Der Einstieg ist meist eine banale Frage, wie: "Haben Sie das verloren?" oder "Könnten Sie mir kurz helfen?". Während der Kunde auf die Frage antwortet, wählt der Betrüger unbemerkt den Höchstbetrag von 1.000 Euro aus. Danach wendet er sich ab. Das Opfer glaubt nun, er sei verschwunden. Der Kunde setzt also seine Transaktion fort. Durch die Störung ist er aber so irritiert, dass er die Pin zur Betragsbestätigung eingibt, obwohl er zuvor selbst keinen Betrag ausgewählt hat.

Jetzt kommt der Ganove wieder ins Spiel, um während eines zweiten Ablenkungsmanövers in Sekundenschnelle das Geld aus dem Ausgabefach des Automaten zu ziehen. Den Geschädigten fällt der Betrug meist erst dann auf, wenn ein erneuter Abhebungsversuch fehlschlägt, da das Tageslimit bereits ausgeschöpft wurde.

Biallo-Tipp

Lassen Sie sich beim Geldabheben nicht stören. Sollte Ihnen etwas seltsam vorkommen, brechen Sie die Aktion ab. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Bankmitarbeiter bzw. bei eindeutigen Beobachtungen an die Polizei.

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Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de