Hilfe, mein Gepäck ist weg

Urlaub Hilfe, mein Gepäck ist weg

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
06.08.2017
Auf einen Blick
  • Erfahren Sie, wie Sie nach einem Verlust des Gepäcks vorgehen, welche Ansprechpartner relevant sind und welche Schadensansprüche drin sind.

  • Umfassenden Schutz bietet die Hausratversicherung.
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Bevor sich Urlauber auf den Weg zum Flughafen machen, steht in der Regel ein Check an: Habe ich an alles gedacht? Ist die Spiegelreflexkamera gut verstaut? Hat jeder seinen Reisepass dabei? Ärgerlich ist, wenn zwar alles an Bord ist, das Gepäck aber nicht am Urlaubsort ankommt oder es gar dort gestohlen wird. An wen können sich Urlauber in einem solchen Fall wenden?

Geht ein Koffer auf einer Flugreise verloren, sollten Passagiere den Verlust sofort am Gepäckstückschalter melden. In aller Regel erhalten sie von der Fluggesellschaft eine Ausstattung mit den nötigsten Gegenständen, etwa eine Zahnbürste. Oft trifft allerdings lediglich der Koffer mit Verspätung ein und wird dann an die Urlaubsadresse nachgeliefert. Doch manche Gepäckstücke bleiben leider auch dauerhaft verloren.

Welche Schadensansprüche können Flugreisende einfordern?

Wichtig ist, den Schaden bei der Fluggesellschaft schriftlich zu melden. Pauschalreisende wenden sich dafür an den Veranstalter. Sie sollten Belege, Quittungen, Gepäckabschnitt und Verlustformular aufheben.

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Entschädigung können Urlauber nicht nur fordern, wenn der Koffer gar nicht mehr auftaucht. Das ist ebenso bei Beschädigung oder Verspätung möglich. Der Anspruch ist gedeckelt auf rund 1.300 Euro – pro Passagier. Dabei gelten diese Meldefristen: 21 Tage bei Verspätungen, sieben bei Beschädigungen. Bei Pauschaltouristen stellen Probleme mit Gepäck einen Reisemangel dar. Geschädigte zeigen dies am besten beim Veranstalter vor Ort an. Pro betroffenen Reisetag liegt die Minderung bei 20 bis 25 Prozent des Reisepreises.

Diese Versicherung hilft

Gegen Diebstahl versprechen Versicherungen Schutz. Auf den ersten Blick scheint eine Reisegepäckversicherung die ideale Lösung zu sein. Vorsicht: Diese Police können Sie getrost vergessen, denn sie bietet minimalen Schutz bei relativ hohen Prämien. Der Reisende muss auf sein Gepäck so sorgfältig achten, als ob es gar nicht versichert wäre. Fazit der Verbraucherzentrale Hamburg: überflüssig.

Eher hilft da schon eine Hausratversicherung, die 1992 oder später abgeschlossen wurde. In der Regel sind darin Reisegepäck und Wertsachen bis zu drei Monate mit zehn Prozent der Versicherungssumme, maximal bis zu 10.000 Euro, mitversichert – weltweit. Bei älteren Policen ist dies nicht immer der Fall. Ein Blick in die Versicherungsunterlagen kann sich auszahlen. Die Hausratversicherung springt beispielsweise ein, wenn das Hotelzimmer aufgebrochen und die Kamera geklaut wurde. Damit sie zahlt, müssen Versicherte ihren Pflichten nachkommen: Dazu zählt bei der Polizei Anzeige zu erstatten und den Schaden zu dokumentieren. Für einfachen Trick- und Taschendiebstahl auf offener Straße kommt die Hausratversicherung allerdings in aller Regel nicht auf.

Übrigens: Lesen Sie auch, wie Sie sich verhalten sollten, wenn Geld und Papiere im Ausland verloren gehen.

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Vergleich Hausratversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Tarif Classic 51,34 Euro weiter
2 CIF pro Classic 87,58 Euro weiter
3 SY24-Platinum-L 93,62 Euro weiter
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Thomas Brummer
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Thomas Brummer

Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de