Verbraucherzentrale prüft Verstöße gegen Zahlungsrichtlinie

Bargeldloses Bezahlen Verbraucherzentrale prüft Verstöße gegen Zahlungsrichtlinie

Ines Baur
von Ines Baur
23.04.2018
Auf einen Blick
  • Verbraucher profitieren seit Januar 2018 von der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2: Bei bargeldlosem Bezahlen dürfen keine zusätzlichen Gebühren anfallen. 
  • Die Verbraucherzentrale Brandenburg überprüft, ob sich Anbieter an die europäische Richtlinie halten und sammelt Berichte zu Verstößen.
  • Wurden Sie abkassiert? Dann melden Sie dokumentierte Verstöße via E-Mail an die Verbraucherzentrale. 
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Seit dem 13. Januar 2018 gilt: Händler dürfen für das bargeldlose Bezahlen keine zusätzlichen Kosten verlangen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Verbraucher online oder vor Ort im Laden einkauft. Auslöser ist eine europäische Richtlinie, die in deutsches Recht umgesetzt wurde. "Verbraucher profitieren europaweit, da sie für das Bezahlen mit Girokarte und Kreditkarte, beispielsweise VISA oder Mastercard, SEPA-Überweisung oder SEPA-Lastschriftmandat, keine Extrakosten mehr bezahlen müssen", sagt Erk Schaarschmidt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Für das Bezahlen mit Firmenkreditkarten und Karten, die nicht von einer Bank, sondern einem Kreditkarteninstitut selbst ausgegeben werden, wie etwa American Express, gelte das Verbot jedoch nicht. "Hier können weiterhin Gebühren erhoben werden", warnt der Verbraucherschützer.

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Ob sich Händler an diese Regel halten oder schwarze Schafe weiterhin abkassieren, prüfen die Experten der Verbraucherzentrale Brandenburg. Für die Untersuchung bitten sie um die Unterstützung von Betroffenen. Hat man Ihnen fürs Zahlen Entgelt berechnet? Melden Sie den Verstoß, via E-Mail an: beschwerde@vzb.de. Oder kontaktieren Sie eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Brandenburg. Hier nimmt man dokumentierte Beschwerden aus der ganzen Bundesrepublik entgegen. Ziel ist es, beweisbare Verstöße abzumahnen und zur Marktreinigung beizutragen.

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Das können Verbraucher tun

Wie können Verbraucher aber überhaupt erkennen, ob ihnen Extragebühren berechnet wurden. "Es muss im Bestellvorgang beobachtet werden, ob sich die Preisangabe nach Eingabe der Zahlungsart geändert hat. Wenn dies der Fall ist, sollten vorher/nachher - screenshots oder gut lesbare Kopien gemacht werden",  erklärt Schaarschmidt.

"Anbieter weisen Extragebühren fürs Bezahlen auch separat auf der Rechnung aus oder bezeichnen diese anders – zum Beispiel als Servicegebühr, ohne dies näher zu erläutern. Vorstellbar ist auch eine zweite Buchung auf der Kreditkarte, die dann freilich erst bei Durchsicht der Kartenumsätze auffällt."

Bleibt die Frage, was der Verbraucher unternehmen kann, wenn er unberechtigte Extragebühren bezahlt hat. "Grundsätzlich sollten Verbraucher jene Anbieter meiden, welche ein Entgelt fürs Zahlen berechnen. Lässt sich das nicht (mehr) vermeiden, fordert man unter Fristsetzung von 5-6 Werktagen die Rückzahlung dieses Betrages", erläutert Schaarschmidt.

"Eventuell lassen sich Beträge auch zurück buchen. Da bedarf es dann aber einer genauen Prüfung, ob das Sinn macht oder noch mehr Ärger verursacht, etwa bei einem erst bevorstehenden Flug. Die Verbraucherzentralen helfen bei der Prüfung."

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Anbieter
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Girocard
 
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Geldeingang 1.000 €, niedrigster Kontostand 500 €
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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de