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Auf einen Blick
  • AnubisDAO ist ein neues Kryptoprojekt und weckte bei Spekulanten viel Hoffnung.

  • Investoren steckten rund 60 Millionen Dollar in das Projekt, welches nicht einmal eine Webseite hat.

  • Nach 20 Stunden war das ganze Geld weg.
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Meme-Coins mit Hundelogo im Cartoonstil sind derzeit beliebt. Das zeigt unter anderem der Erfolg der Spaßwährung Shiba Inu. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder neue Krypto-Projekte aus dem Boden schießen. Am 28. Oktober 2021 wurde AnubisDAO das erste Mal angekündigt. Der Name des Coins stammt von der ägyptischen Gottheit des Todes. Diese hat einen Hundekopf. Wie passend, da Hundelogos auf Krypto-Coins derzeit die Verbraucher scheinbar zum Investieren animieren.

Leider war die Liquidität von AnubisDAO nach 20 Stunden wieder weg, nachdem Nutzer Token für 60 Millionen US-Dollar erworben hatten. War der ägyptische Todesgott auferstanden, um Gelder einzusammeln und dann wieder zu verschwinden? Der schnelle Sturz legt den Verdacht auf einen Rug Pull nahe. Dabei versuchen Betrüger mit gefälschten Profilen Bitcoins oder Ether zu erbeuten. Eventuell steckt aber auch ein Phishing-Angriff dahinter.

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Wo sind die 60 Millionen Dollar der Investoren?

Derzeit wird spekuliert, wo das Geld der Investoren geblieben ist. Neben dem Rug Pull wird auch in Erwägung gezogen, dass die Projektbetreiber selbst Opfer von Betrügern geworden sind. Darauf deutet auch ein Twitter-Post von Copper Launch hin. Darin heißt es, dass sie selbst nicht kompromittiert wurden, aber scheinbar die Admin-Schlüssel des Anubis-Teams.

Twittermeldung der Plattform Copper zu dem Thema AnubisDAO Coin.

Quelle: Twitter.com/Copper

Wie Medien berichten, hat das Anubis-Team über Copper, einer Token-Auktionsplattform, einen Liquiditäts-Bootstrapping-Pool (LBP) zum Verkauf der Anubis-Token eingerichtet. Mit LBPs können Entwickler-Teams durch die Bündelung von Einlagen eine hohe Liquidität aufbauen. Die Anleger erhielten für ihre Ether (ETH) den sogenannten Anubis-Token (ANKH). Die 13.556,36 ETH im Wert von damals etwa 60 Millionen US-Dollar wurden von Unbekannten aus dem Liquiditätspool entfernt.

Zum Verhängnis könnte dem Kryptoprojekt geworden sein, dass einer der Entwickler mit dem Namen “Beerus” die vollständige Kontrolle über den gesamten Liquiditätspool hatte. Beerus war für den Liquiditäts-Bootstrapping-Pool mitverantwortlich und behauptete später, dass er eine bösartige E-Mail mit einer infizierten PDF-Datei bekommen habe. Darüber könnte möglicherweise der Computer des Krypto-Experten infiziert und so die privaten Schlüssel des LBP offengelegt worden sein. Beweise gibt es für diese Version der Geschichte derzeit noch nicht. Die Polizei in Hongkong ermittelt.

 

Kryptoprojekt AnubisDAO ohne Webseite

Verwunderlich ist derweil der Hype um Kryptowährungen mit Hundeköpfen auf den Coins. Scheinbar führt dieser dazu, dass Anleger jegliche Vorsicht fallen lassen, um in die neuen Token zu investieren. Fakt ist, AnubisDAO warb für sich selbst als eine Abspaltung von OlympusDAO (dezentrale Reservewährung).

Eine Webseite hatte das Kryptoprojekt nicht. Zum Start waren lediglich ein Discord-Server für den Chat und ein mittlerweile inaktives Twitter-Konto eingerichtet. Wir raten von Investitionen ab, bei denen die Webseite fehlerhaft ist, geschweige denn das Projekt erst gar keine Seite hat. Zudem sollten Sie sich vorher informieren, mit wem Sie Geschäfte machen und erst danach investieren. Sollten Sie in das Projekt investiert und Ihr Geld verloren haben, können Sie noch eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Allerdings wird diese wohl nicht dafür sorgen, dass Sie Ihr Geld wiedersehen. In unserem Newsletter warnen wir regelmäßig vor aktuellen Gefahren im Finanzbereich.

Auf biallo.de finden Sie weitere Informationen zum Thema Kryptowährung, Bitcoin, Ripple und Ethereum.


Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

  Franziska Baum