Auf einen Blick
  • Binance ist der weltweit größte Handelsplatz für Kryptowährungen und zählt aktuell rund 120 Millionen Nutzerinnen und Nutzer.

  • In der Vergangenheit stand Binance schon öfter unter Druck verschiedener Behörden.

  • Nun greift die amerikanische Börsenaufsicht mit 13 Anklagen gegen Binance und dessen Geschäftsführers Changpeng Zhao durch.

  • Auch den US-Wettbewerber Coinbase hat die SEC im Visier.
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Immer öfter geraten Kryptounternehmen weltweit ins Visier der Regierungsbehörden. Bereits im Februar dieses Jahres forderte die US-Börsenaufsicht SEC im Rahmen einer Geldwäschekontrolle interne Dokumente von Binance, der größten Kryptobörse weltweit. Nun spitzt sich durch dreizehn Anklagen der SEC gegen Binance und dessen Geschäftsführers Changpeng Zhao die Lage zu. Doch was genau wird der Börse vorgeworfen und wie äußert sich die chinesische Kryptobörse hierzu? Wir haben für Sie alle wesentlichen Informationen zusammengestellt, denn nicht nur Binance ist im Visier der US-Börsenaufsicht.

 

Binance im Kurzprofil

Binance ist mit 120 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern der weltweit größte Handelsplatz für Kryptowährungen. Die Gründung erfolgte im Jahr 2017 durch den chinesisch-kanadischen Unternehmer Changpeng Zhao in China. Nach regulatorischen Schwierigkeiten verlagerte Binance jedoch den Sitz weg von China und näherte sich dem kryptofreundlichen Malta an. Trotzdem ist der derzeitige Hauptsitz von Binance nicht definierbar; die Holding befindet sich auf den Cayman Inseln.

 

Was ist die SEC?

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) ist eine unabhängige Behörde der Bundesregierung der Vereinigten Staaten von Amerika und zuständig für die Kontrolle des Wertpapierhandels. Dabei geht die Gründung auf das Jahr 1934 als Reaktion auf den New Yorker Börsencrash von 1929 zurück. Zu den Aufgaben der SEC gehören unter anderem die Durchsetzung des Wertpapiergesetzes, die Regulierung der Wertpapierindustrie und der Schutz von Anlegerinnen und Anlegern.

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Was beinhaltet die Klage der SEC gegen Binance?

Gary Gensler, der Vorsitzende der SEC wird laut Pressemitteilung folgendermaßen zitiert: “In den dreizehn Anklagen wird behauptet, dass Zhao und die Binance-Unternehmen in ein umfangreiches Netz von Täuschungen, Interessenkonflikten, mangelnder Offenlegung und kalkulierter Gesetzesumgehung verwickelt waren. Wie behauptet, haben Zhao und Binance die Investoren über ihre Risikokontrollen und ihr korruptes Handelsvolumen in die Irre geführt, während sie aktiv verschleiert haben, wer die Plattform betreibt.”

In diesem Zusammenhang beziehen sich die Anklagen auf folgende Sachverhalte:

  • Binance habe ohne Registrierung Börsen, Broker und Clearingstellen betrieben.
  • Obwohl Binance behauptete, dass US-Kunden nicht auf Binance.com zugelassen wären, habe das Unternehmen keine ausreichenden Kontrollen durchgeführt und somit den Handel für US-Bürgerinnen und Bürger ermöglicht.
  • Obwohl Binance behauptete, dass Binance US als separates und eigenständiges Unternehmen agiere, wurde dieses von Binance und Changpeng Zhao kontrolliert.
  • Binance habe zu hohe Kontrolle über die Vermögenswerte der Kunden und würde diese vermischen oder sogar an Unterfirmen weiterleiten.
  • Binance habe das Handelsvolumen manipuliert.
  • Binance ermögliche den Verkauf von unregistrierten Wertpapieren, zu denen unter anderem der hauseigene Stablecoin BNB gehört.

 

Das sagt Binance zu den Anschuldigungen

Auf dem offiziellen Binance-Blog wird die Enttäuschung über das Vorgehen der SEC bekundet, da von Beginn an eine Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde bestanden habe und nun keine produktive Zusammenarbeit möglich sei. Die Behauptungen seien falsch und Kundengelder sicher. Daher beabsichtige man, die Plattform energisch zu verteidigen.

Binance ist sich bewusst, dass die Gesetze für digitale Vermögenswerte in den meisten Ländern noch unterentwickelt seien, jedoch sei die Schaffung eines wirksamen Regulierungsrahmens durch ein kollaboratives, transparentes und durchdachtes politisches Engagement aufgrund des Verhaltens der SEC nicht möglich.

Außerdem hat Changpeng Zhao auf Twitter eine vermeintlich provokante Umfrage zum Thema Vertrauen gestartet, die aufzeigen soll, ob die Community sich mehr durch die SEC oder Binance geschützt fühlt. Bei insgesamt 319.923 Antworten fällt das Ergebnis mit 84,8 Prozent für Binance und 15,2 Prozent gegen die SEC aus. 

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Die SEC klagt außerdem noch gegen Coinbase

Die SEC hat auch Wettbewerber Coinbase im Visier. Coinbase ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das aber auch in Deutschland eine Tochtergesellschaft namens Coinbase Germany GmbH besitzt. Diese hat seit dem 28. Juni 2021 sogar eine offizielle Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). 

In den USA scheint es dagegen weiterhin regulatorische Unstimmigkeiten zu geben. Nur einen Tag nach der SEC-Klage gegen Binance wurde nun auch Coinbase am 6. Juni 2023 von der US-Börsenaufsicht angeklagt. Teil der Klage ist ähnlich wie bei Binance der Vorwurf, dass Coinbase keine vorgeschriebene Registrierung für die im Kryptobereich tätige Funktion als Börse, Broker und Clearingstelle aufweist. Außerdem sei das sogenannte Staking, bei dem Sie Ihre Kryptowährungen wie Ethereum oder Cardano auf Wunsch für sich arbeiten lassen und eine Art Zins generieren, nie registriert worden, obwohl es das US-Wertpapiergesetz vorschreibt.

 

Droht ein Kryptoverbot in den USA?

Zuerst muss festgehalten werden, dass Kryptowährungen nicht einfach abgeschafft werden können. Bereits in unserem Artikel zu den Mythen rund um den Bitcoin haben wir erklärt, dass die Abschaltung des Bitcoins kaum möglich sei und der des Internets gleichkommen würde.

Zwar wurde schon öfters befürchtet, dass Kryptowährungen in den USA verboten werden könnten, jedoch ist dies durch die weltweite Handelsmöglichkeit kaum möglich. Das heißt, dass im Prinzip ein Verbot zwar denkbar, aber in der Folge eher weniger durchsetzbar wäre. Außerdem haben viele Regierungen auch ein großes Interesse an der Blockchain-Technologie und arbeiten an eigenen Lösungen für digitale Zentralbankwährungen (CBDC). So beschäftigt sich auch das US-amerikanische Zentralbanksystem, die Federal Reserve (Fed), mit der möglichen Einführung einer eigenen CBDC.

Wahrscheinlich sind daher eher strengere Regulierungen, die aber noch einige Zeit benötigen werden.  

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Wie sollten sich Anlegerinnen und Anleger verhalten?

Zwar hat die SEC eine einstweilige Verfügung zum Einfrieren von Binance-Vermögenswerten beantragt, jedoch bezieht sich dies nur auf die US-Vermögenswerte und nicht auf das gesamte Angebot von Binance, wie etwa das der Binance Deutschland GmbH & Co. KG. Genauso sieht es auch bei Coinbase aus, da in Deutschland die Coinbase Germany GmbH agiert und diese noch nicht im Visier der deutschen Behörden steht. Coinbase besitzt in Deutschland eine Erlaubnis der BaFin und wird derzeit nicht wegen des Verstoßes der in Deutschland bestehenden Gesetze angeklagt. Daher können Sie als deutscher Anleger zunächst beruhigt sein.

Trotzdem und unabhängig von der derzeitigen Klage der SEC haben wir bereits in unserem Artikel über Binance geraten, dass Sie keine Vermögenswerte auf dem Handelsplatz halten sollten. Begründet ist dies dadurch, dass es keine gesetzliche Einlagensicherung gibt, da der Firmensitz nicht eindeutig definierbar ist. Auch bei Coinbase ist die Sicherheit der Vermögenswerte ungeklärt, da wie in unserem Bericht zu Coinbase dargestellt nicht sicher ist, was mit Ihrem Kryptovermögen im Falle einer Insolvenz geschieht. Folglich empfiehlt es sich, eine eigene Cold-Wallet zu nutzen und somit der eigene Herr über seine Investitionen zu sein. Alternativ ist auch der Transfer auf deutsche Anbieter wie BSDEX oder BISON möglich, sofern die gewünschten Kryptowerte dort unterstützt werden. 


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Über den Autor Timo Kohlhaase
seine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte Timo Kohlhaase bei der Kasseler Sparkasse. Nach mehreren Jahren im Vertrieb ist er dort nun in der internen Unternehmensberatung tätig. Nebenberuflich hat er sich stets weitergebildet und daher folgte der Abschluss zum Bankfachwirt an der Frankfurt School of Finance and Management und danach der Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der PFH Göttingen. Durch sein Interesse an dem Wandel der Finanzwirtschaft und den Auswirkungen der Blockchain-Technologie eignete sich Timo Kohlhaase unter anderem mittels der Blockchain Masterclass des Frankfurt School Blockchain Centers umfassende Kenntnisse in diesem Bereich an. Zudem behandelte er die Thematik in seiner Bachelor-Thesis und engagiert sich ehrenamtlich bei der Digital Euro Association. Als Experte unterstützt Timo Kohlhaase seit März 2022 Biallo für die genannten Themenkomplexe.
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