Private Rentenversicherung Dynamische Rentenzahlung hilft gegen Inflation

Private Rentenversicherung Dynamische Rentenzahlung hilft gegen Inflation

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
16.11.2015
Auf einen Blick

Private Altersvorsorge ist mittlerweile Pflichtprogramm. Was Sie bei den Auszahlungsvarianten einer private Rentenversicherung beachten und kalkulieren sollten.

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Sie möchten eine private Rentenversicherung abschließen oder haben bereits eine Police? Dann sollten Sie sich rechtzeitig über die unterschiedlichen Auszahlungsvarianten schlau machen und diese für sich durchkalkulieren.
In der Regel läuft es so ab: Bei einer klassischen privaten Rentenversicherung und auch bei einigen fondsgebundenen Modellen ist Ihnen von Beginn an eine bestimmte Rentenhöhe garantiert, weitere Überschüsse kommen dann in der Regel noch hinzu. Die Garantierente kann sich dadurch um bis zu 50 Prozent (und mehr) erhöhen. Bei den meisten Verträgen haben Sie zum Vertragsende zudem die Wahl zwischen einer monatlichen lebenslangen Rente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung.

Verschiedene Überschussmodelle bei der privaten Rentenversicherung

In der Auszahlungsphase bieten viele Gesellschaften unterschiedliche Überschussmodelle der Rentenzahlungen an. Welche das sind, sollten Sie am besten bereits bei Vertragsabschluss kennen und verstehen. Je nach Variante können Sie auch hier dann je nach Wahl noch einem möglichen Inflationsrisiko im Alter gegensteuern.

Variante 1: Bei der „konstanten Rente“ sind die Rentenbeträge immer gleich hoch, können aber bei fallenden Überschüssen durchaus auch mal geringer werden. Das ist in der Vergangenheit schon geschehen und somit ein mögliches Risiko. Die Rentenhöhe liegt in den ersten Jahren des Rentenbezugs über der einer dynamischen Rentenvariante.

Von Jahr zu Jahr mehr Geld

Variante 2: Bei der „volldynamischen Rente“ steigt die Rente von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz. Zwar ist die Höhe der Steigerungsrate nicht garantiert, jedoch - und das ist wichtig für Sie zu wissen - stets die einmal erreichte Rentenhöhe. Lediglich die zukünftigen jährlichen Erhöhungen hängen von den erzielten Überschussanteilen ab. Die Rentenhöhe ist hier im Gegensatz zur konstanten Rente in den ersten Jahren des Rentenbezugs niedriger und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf. „Großer Vorteil dieser Variante ist, dass die Rente hier nie fällt“ sagen die Experten der Stiftung Warentest. Dies kann bei allen anderen Auszahlungsvarianten der Fall sein. Mit der volldynamischen Variante schaffen Sie sich somit gleichzeitig einen gewissen Inflationsausgleich.

Variante 3: Eine Mischform aus beiden Varianten stellt die „teildynamische Rente“ dar. Die Starthöhe liegt bei Rentenbeginn höher als bei der volldynamischen und geringer als bei der konstanten Rente. Auch hier gibt es jährliche Steigerungen, allerdings in geringerem Maße als bei der volldynamischen Rente Die erreichte Rentenhöhe kann hier aber nach unten korrigiert werden, wenn die jährlichen Überschüsse des Versicherers nicht so hoch ausfallen wie erwartet.

Fazit:
Welches Überschussverwendungssystem ist nun das richtige für Sie? Das ist neben der Lebenserwartungs- auch eine Risiko- und Mentalitätsfrage. Wenn Sie gesund sind und mit einer hohen Lebenserwartung rechnen, ist sicherlich eine dynamische Variante die richtige Wahl. Wenn Sie hier skeptisch sind, kann die konstante Variante die bessere Entscheidung sein, da dann von Anfang an die Rente höher ist und Sie sofort mehr davon haben. Lassen Sie sich die Unterscheide doch einmal durchrechnen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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