Pflegetagegeldversicherung

  • Finanzielle Hilfe bei Pflegebedürftigkeit
  • Frei wählbarer Tagessatz für alle Pflegegrade
  • Günstige Tarife der Testsieger
  • Ergänzung der gesetzlichen Pflegeleistungen
Annette Jäger
Annette Jäger
Ein Tagegeld lässt sich im Pflegefall flexibel einsetzen - für die Pflege zuhause oder im Heim.

Optimalen Schutz mit dem richtigen Tarif wählen

Eine Pflegetagegeldversicherung ist immer nur so gut, wie sie individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Deshalb ist es wichtig, die einzelnen Leistungsmerkmale genau unter die Lupe zu nehmen und zu entscheiden, welche Ihnen wichtig sind - und welche nicht.

Der versicherte Tagessatz

Hauptmerkmal der Pflegetagegeldversicherung ist die Höhe des versicherten Tagessatzes in den verschiedenen Pflegeraden. Denn die im Leistungsfall tatsächlich ausgezahlten Summen richten sich bei den Pflegetagegeldversicherung danach, wie viel Prozent des Tagessatzes in den jeweiligen Pflegegraden gezahlt werden – und ob die tatsächliche Pflege professionell im Heim oder von Laien zu Hause ausgeführt wird.

Nur die wenigsten Tarife werden mit einer 100-prozentigen Leistungsabdeckung in allen Pflegegraden abgeschlossen. Das wäre viel zu teuer und ohnehin nicht sinnvoll. Wichtig ist es, für jeden Pflegegrad vorzusorgen. Bei der Pflegetagegeldversicherung gibt es als statische und flexible Tarife.

Statische Tarife der Pflegetagegeldversicherung

Bei diesen Tarifen gibt es in Pflegegrad 5 meist die volle Leistung, in den Pflegegraden darunter werden die Leistungen prozentual abgestuft - zum Beispiel mit 80 Prozent in Pflegegrad 4, 60 Prozent in Pflegegrad 3, 40 Prozent in Pflegegrad 1 und schließlich 20 Prozent in Pflegegrad 1.

Flexible Tarife der Pflegetagegeldversicherung

Bei diesen Tarifen können Sie die Leistungen in den einzelnen Pflegegraden besser selbst bestimmen. Sie wählen für jeden Pflegegrad einen Leistungsgrad von null bis hundert Prozent, der dann bei Feststellung eines entsprechenden Grades zur Auszahlung kommt. So ist es zum Beispiel möglich, in Pflegegrad 5 und 4 jeweils hundert Prozent abzusichern, in den restlichen aber nur deutlich geringere oder gar keine Leistungen.

Auf diese Punkte sollten Sie beim Abschluss Ihrer Pflegetagegeldversicherung achten

Laienpflege mitversichert

Obwohl es die gesellschaftliche Realität kaum widerspiegelt, ist die Laienpflege oft durch die Pflegetagegeldversicherung schlechter gestellt als die Pflege durch einen Pflegedienst im ambulanten Bereich oder eine stationäre Versorgung im Heim. Achten Sie deshalb darauf, dass die Laienpflege mit dem gleichen Prozentsatz in der Pflegetagegeldversicherung versichert ist wie die professionelle Pflegebetreuung.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit

In den Bedingungen der Pflegetagegeldversicherung sollte klar geregelt sein, nach welchen Kriterien die Pflegebedürftigkeit bestimmt wird: Üblich ist die Anlehnung an die Entscheidung der sozialen Pflegepflichtversicherung, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Versicherer nach sogenannten ADL-Kriterien entscheidet. Damit wird ermittelt, zu welchen Aktivitäten des täglichen Lebens der Betroffene noch imstande ist und daraus ein Pflegegrad festgelegt. Da die Pflegepflichtversicherung ähnlich vorgeht, ist eine solche ADL-Bemessung als einziges Kriterium nicht unbedingt sinnvoll.

Warte- und Karenzzeiten

Grundsätzlich sollte eine Pflegetagegeldversicherung keine Warte- oder Karenzzeiten vorsehen, bis Leistungen gezahlt werden: Bei einer Pflegebedürftigkeit gibt es in der regel unmittelbaren finanziellen Bedarf, da sind vertraglich fixierte Verzögerungen nicht sinnvoll.

Dynamiken

Gute Pflegetagegeldversicherung sehen Dynamiken vor - zum einen als Beitragsdynamik, damit werden die möglichen Leistungen angepasst, bevor es zum Versicherungsfall gekommen ist. Mit einer Leistungsdynamik dagegen steht Ihnen auch nach Eintritt einer Pflegebedürftigkeit das Recht zu, dass die Leistungen angepasst werden - ein wichtiger Punkt, um zum Beispiel steigende Pflegekosten mit der Pflegetagegeldversicherung abzufedern und aufzufangen.

Beitragsbefreiung

Im Leistungsfall sollte die Pflegetagegeldversicherung eine Beitragsbefreiung vorsehen, damit Sie während einer Pflegebedürftigkeit nicht zusätzlich finanziell belastet werden.

Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht

Sie sind bei der Pflegetagegeldversicherung besser gestellt, wenn der Versicherer auf sein ordentliches Kündigungsrecht verzichtet - damit kann er den Vertrag nicht mehr einseitig beenden.

Soforthilfen und Einmalleistungen

Nicht wenige Pflegetagegeldversicherungen sehen mittlerweile vor, dass bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit - ggf. auch erst bei Erreichen eines bestimmten Pflegegrades - eine Soforthilfe geleistet wird. Eine solche Zusage sollte nicht das entscheidende Kriterium für oder gegen eine Pflegetagegeldversicherung sein, aber ein entsprechender Anspruch sollte auf jeden Fall vermerkt werden, damit er im Leistungsfall auch abgerufen werden kann.

Rückwirkende Leistung

Niemand wacht morgens auf und weiß, dass er pflegebedürftig wird. Wird eine Pflegebedürftigkeit - was der Normalfall ist - erst später gemeldet, sollte die Auszahlung der Leistungen möglichst rückwirkend erfolgen.

Entscheidungsfristen

Gute Pflegetagegeldversicherungen sehen vor, dass es innerhalb bestimmter Fristen - meist drei bis sechs Wochen - zu einer Entscheidung kommt, wenn ein Antrag auf Leistungen wegen Pflegebedürftigkeit gestellt wird. Die Frist beginnt allerdings erst dann zu laufen, wenn alle entscheidungsrelevanten Unterlagen vorliegen - hier sind auch die Betroffenen bzw. deren bevollmächtigte gefordert, schnell zu (re)agieren.

Verkürzter Prognosezeitraum

Sie sind pflegebedürftig, wenn Sie dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind. Die heutigen Verträge setzen dabei standardmäßig auf einen verkürzte Prognosezeitraum von sechs Monaten – für diese Zeitspanne muss die Pflegebedürftigkeit prognostiziert werden, damit Sie Leistungen erhalten.

Verzicht auf die Arztanordnungsklausel

In der Arztanordnungsklausel wird dem Versicherer das Recht eingeräumt, den Versicherungsnehmer zur Durchführung einer ärztlichen Behandlung oder Therapie bei Pflegebedürftigkeit zu verpflichten. Wenn die Anordnung seitens des Versicherungsnehmers verweigert wird, können Leistungen gekürzt oder verweigert werden. Ihre Pflegetagegeldversicherung sollte auf eine solche sogenannte Arztanordnungsklausel verzichten.

Nachversicherungsgarantie

Es ist empfehlenswert, eine Pflegetagegeldversicherung möglichst flexibel zu gestalten – das beinhaltet auch die Option, die Rente während der Vertragslaufzeit anpassen zu können. Zum einen geht das mit der Dynamik, zum anderen mit einer Nachversicherungsgarantie, die eine Erhöhung des versicherten Tagessatzes bei Eintritt wichtiger Lebensereignisse wie zum Beispiel einer Heirat oder der Geburt eines Kindes vorsieht.

Eintrittsalter: Je früher, desto günstiger sind die Versicherungsprämien

Im Studienalter lautet die Antwort wohl: „Ich habe kein Geld“. Berufseinsteiger sparen vielleicht gerade auf die erste Immobilie oder eine schicke Einrichtung. Und mit 40 gibt man sein Geld dann lieber für die Kinder aus. Ein fataler Fehler, wenn es um den Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung geht. Denn: Je jünger Sie beim Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung sind, desto günstiger sind die monatlichen Versicherungsprämien. 

Soviel kostet die Pflegetagegeldversicherung

Wie teuer diese Absicherung ist, hängt stark vom Alter des Versicherungsnehmers bzw. -nehmerin ab.

  • Für einen 50-Jährigen lägen die monatlichen Versicherungsprämien zwischen 22 und 75 Euro.
  • Eine 40-Jährige zahlt für diese Leistungen zwischen 14 und 50 Euro monatlich.
  • Eine 30-jährige Person kommt wesentlich günstiger weg. Sie zahlt monatlich neun bis 30 Euro, um später einmal die Versorgungslücke schließen können.

Tipp: Wenn Sie selbst nicht frühzeitig an einen Abschluss gedacht haben, empfehlen Sie Ihren Kindern schon einem Alter daran zu denken, wenn sie sich normalerweise noch nicht mit so einem Thema auseinandersetzen wollen. 

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de