Pflegekosten umfassend absichern

Pflegekostenversicherung Pflegekosten umfassend absichern

Oliver Mest
von Oliver Mest
Auf einen Blick
  • Eine Pflegekostenversicherung sichert die tatsächlichen Kosten bei Pflegebedürftigkeit ab und ist eine ideale Ergänzung zur sozialen oder privaten Pflegepflichtversicherung.

  • Bei den Top-Anbietern werden die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung um bis zu 100 Prozent aufgestockt.

  • Unser Ratgeber zeigt Ihnen, auf welche Leistungen Sie in der Pflegekostenversicherung achten sollten.
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Die Pflegekostenversicherung ist als reine Risikoversicherung aufgebaut – tatsächlich anfallende Kosten werden versichert, es wird kein Kapital aufgebaut und es steht auch in der Regel kein Geld wie bei der Pflegetagegeldversicherung zur freien Verfügung. Pflegekostentarife sind für Sie damit vor allem dann die richtige Wahl, wenn eine stationäre oder professionelle ambulante Pflege gewünscht wird und die dadurch entstehenden Kosten belegbar sind.

Ausreichende Absicherung in allen Pflegegraden

Die Pflegekostenversicherungen sehen in allen Pflegegraden sowie in der ambulanten und stationären Pflege Höchstsätze vor, bis zu denen die Kosten übernommen werden.

Diese Höchstsätze schwanken zum Teil deutlich von Anbieter zu Anbieter: Leistungsstarke Tarife tragen die stationären Kosten bis zur Höhe, die auch die gesetzliche Pflegepflichtversicherung übernimmt – andere erstatteten lediglich Kosten bis zu 30 oder 50 Prozent davon. Die Qualität der Pflegekostenversicherung hängt maßgeblich davon ab, bis zu welcher Höhe mögliche Kosten zusätzlich zu den Leistungen der Pflegepflichtversicherung erstattet werden.

Auf diese Leistungen in der Pflegekostenversicherung sollten sie achten

Feststellung der Pflegebedürftigkeit

Ähnlich wie bei der Pflegetagegeldversicherung und der Pflegerentenversicherung sollte auch bei der Pflegekostenversicherung klar geregelt sein, nach welchen Kriterien die Pflegebedürftigkeit bestimmt wird. Eindeutig ist die Einstufung in Übereinstimmung mit der Entscheidung der sozialen Pflegepflichtversicherung – der dort festgelegte Pflegegrad wird auch in der Pflegekostenversicherung anerkannt.

Eine Einstufung nach ADL-Kriterien in der Pflegezusatzversicherung ist dann als ergänzendes Kriterium nicht mehr notwendig und als alleiniges Entscheidungsmerkmal auch eher dazu geeignet, Konflikte zwischen Versichertem und Versicherer zu provozieren.

Beitragsbefreiung

Sieht die Pflegekostenversicherung keine Beitragsbefreiung vor, müssen Sie bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit den Beitrag weiter zahlen – eine Belastung, die in einer ohnehin angespannten Situation vermeidbar ist. Achten Sie deshalb darauf, dass eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall vereinbart wird.

Warte- und Karenzzeiten

Pflegekosten sind in der Regel Akut-Kosten, entstehen also ohne größeren Vorlauf: Verzichtet die Pflegekostenversicherung nicht auf die Einhaltung von Wartezeiten bzw. Karenzzeiten, droht zu Beginn der Pflegebedürftigkeit eine finanzielle Lücke, die Sie oder Ihre Familie aus eigenen Mitteln füllen muss. Da gleichzeitig die Beitragsersparnis bei Vereinbarung solcher Karenzzeiten gering ist, sollte darauf verzichtet werden.

Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht

Sie sind wie bei der Pflegetagegeldversicherung auch bei der Kostenversicherung besser gestellt, wenn die private Pflegeversicherung auf ihr ordentliches Kündigungsrecht verzichtet - damit kann er den Vertrag nicht mehr einseitig beenden.

Ersatzpflegegeld

Manche Tarife sehen vor, dass bei Verzicht auf die Kostenerstattung ein Pflegegeld zur freien Verfügung gezahlt wird. Damit eröffnet die Pflegekostenversicherung die Möglichkeit, auch die Laienpflege zu unterstützen. Voraussetzung ist in aller Regel, dass Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bewilligt werden – achten Sie dann auf die Höhe der Erstattungen in den einzelnen Pflegegraden.

Transportkosten

Gerade bei einer teilstationären Pflege fallen Fahrtkosten an für den Transport zwischen Pflegeeinrichtung und eigener Wohnung. Leistungsstarke Tarife tragen diese Transportkosten.

Pflegespezifische Hilfsmittel

Ein guter Pflegekostentarif steht bei der Erstattung auch für die Kosten von Hilfsmitteln ein – und zwar bei der Neuanschaffung genauso wie bei der Reparatur. Die Leistungen sind aber summenmäßig meist begrenzt. Möglich sind auch Zuschüsse, wenn durch die Pflegebedürftigkeit sogenannte Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes erforderlich sind, etwa der Umbau wegen körperlicher Einschränkungen.

Erstattung von Unterkunfts- und Verpflegungskosten

Begrenzt sind die Leistungen der Pflegekostenversicherung normalerweise auf die Pflegekosten, also die Aufwendungen für die Betreuung im Pflegeheim. Einige wenige Tarife sehen aber auch Leistungen für die Unterbringung und Verpflegung vor, die ja in nicht unerheblicher Höhe Ihr Budget belasten. Deshalb ist es sinnvoll, auch solche Tarife mit in die Überlegungen einzubeziehen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de