Auslandskrankenversicherung Ein absolutes Muss

von Horst Peter Wickel
09.09.2015
Auf einen Blick

Ganz egal, in welches Land dieser Welt Sie verreisen wollen, eine private Auslandskrankenversicherung sollte in keinem Reisegepäck fehlen.

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Zumindest die Versicherten von zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen, die sich bisher auf weltweiten Krankenversicherungsschutz verlassen haben, müssen umdenken. Vor allem Versicherte von Betrieblichen Krankenkassen müssen sich nach Einschätzung des ADAC umstellen, denn seit 1. Januar 2013 dürfen ihre Kassen ihnen nach Protesten des Bundesversicherungsamtes keinen kostenlosen, weltweiten privaten Auslands-Krankenschutz mehr anbieten.

23 Millionen Deutsche haben eine private Auslandskrankenversicherung

Zum optimalen Reiseschutz haben schon heute nach Angaben von Stiftung Warentest rund 23 Millionen Menschen in Deutschland eine private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen. Zwar sind deutsche Urlauber und Touristen bei Reisen innerhalb von Europa und in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat, gesetzlich krankenversichert, aber die versicherten Leistungen sind in der Regel nicht ausreichend. So warnen die Experten des ADAC: „Wer ohne zusätzlichen privaten Auslands-Krankenschutz verreist, riskiert im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin. Denn die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt innerhalb von Europa oft nur einen Bruchteil der Behandlungskosten, außerhalb von Europa grundsätzlich überhaupt nichts.“ Und Stiftung Warentest bestätigt: „Selbst innerhalb der EU kann es sein, dass die Kasse nicht alle Ausgaben trägt. Wenn der behandelnde Arzt zum Beispiel eine private Behandlung abrechnet, kommt die Kasse nicht für alle Kosten auf.“ Auch die Ausgaben für den Rücktransport eines Erkrankten nach Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nicht, selbst wenn es sich um ein Reiseland innerhalb der EU handelt.

Private Auslandskrankenversicherung - alle Kosten gedeckt

Private Auslandskrankenversicherungen übernehmen in der Regel alle von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckten Kosten für eine Heilbehandlung im Ausland, falls Sie während einer Auslandsreise krank werden. Darüber hinaus erstattet die Versicherung unter anderem auch die Kosten für ambulante ärztliche Behandlungen, Röntgendiagnostik und Operationen, ärztlich verordnete Arznei-, Verband- und Heilmittel, schmerzstillende Zahnbehandlungen, einfache Füllungen sowie Reparaturen von Zahnersatz, ärztliche Leistungen, Sachmittel, Unterbringung und Verpflegung bei einem Krankenhausaufenthalt sowie den Transport zum nächsten Krankenhaus oder Notarzt durch den Rettungsdienst. Kann ein Kranker oder Verletzter am Urlaubsort nicht ausreichend versorgt werden, zahlt die private Versicherung auch einen Rücktransport.

Rücktransport als „Knackpunkt“ bei der Auslandskrankenversicherung

Die Frage, ab wann Patienten zurück nach Hause transportiert werden, erweist sich nach Ansicht von Verbraucherschützern als „Knackpunkt“ bei den Versicherungsbedingungen. Während einige Versicherer den Rücktransport nur bezahlen, wenn er medizinisch „notwendig“ ist, übernehmen andere Versicherer die Kosten für den Rückflug in die Heimat, sobald der Rücktransport medizinisch „sinnvoll und vertretbar“ ist.

Die Auslandskrankenversicherung zahlt allerdings nicht für Behandlungen, bei denen schon von vornherein feststand, dass sie während der Reise stattfinden müssen, für einige Behandlungen (wie zum Beispiel Entzugsbehandlung, Hypnose und Psychotherapie, neuen Zahnersatz, Hilfsmittel wie Brillen oder für Kur- und Rehabilitationsbehandlungen) sowie bei vorsätzlich herbeigeführten Krankheiten oder Unfällen.

Einzelpersonen bekommen einen Jahresvertrag bereits für weniger als zehn Euro, Familien können sich schon für knapp 18 Euro versichern. Senioren zahlen oft deutlich mehr, die meisten Versicherer nehmen ab 60, 65 oder 70 Jahre deutlich mehr.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de